Die Konzerte der sächsischen Staatskapelle

  • Die schlauen Sachsen:

    Das nächste Sonderkonzert der Staatskapelle Dresden im Kulturpalast wurde kurzerhand vom 03.11. auf den 01.11. (aber 11:00 Uhr!) verlegt.

    Danach kann man sich mit angemessener Demut vor dem Virus in eine 4- wöchige "Contemplation" über die Werte des Lebens begeben.

    Ein, wie ich finde, schöner Trost. Wenn ich auch darauf verzichten könnte.

    Wir könnten uns sehen!

  • Ist das ein Spitzname für einen Zuchthund?

    eine 4- wöchige "Contemplation" über die Werte des Lebens

    und über die Werke des Lebens! Jeden Tag eines aussuchen und sich mit ihm beschäftigen. Das heißt 28 x "Kunst intensiv" nach dem Motto AAC ("Art against Covid")!

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Die schlauen Sachsen:

    Das nächste Sonderkonzert der Staatskapelle Dresden im Kulturpalast wurde kurzerhand vom 03.11. auf den 01.11. (aber 11:00 Uhr!) verlegt.

    Irgendwie aber auch schräg!

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Nö, eben flexibel!

    Das schon! Andererseits wird dadurch der Buchstabe der Corona - Maßnahmen umgesetzt, der Geist der Sache eher nicht. Ich kann den "schlauen Sachsen" das nicht verübeln. Aber verantwortungsbewusster wäre es gewesen, die Sache ganz zu unterlassen.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Gönnt uns doch diesen Ausklang!

    Nach einem schönen Konzert kann man doch mit neuer Kraft und mit Zuversicht den Verzicht der nächsten 4 Wochen bewusst ertragen. Ich denke, die Menschheit hatte schon ganz andere Prüfungen überwinden und bestehen müssen.

    Am selben Abend gibt es übrigens die Premiere der neuen Zauberflöte mit Feuer- und Wasserprüfung, und am Ende vertreibt René Pape mit den Strahlen der Sonne die Nacht, es siegt die Stärke und krönet zum Lohn die Schönheit und Weisheit mit ewiger Kron`!


    Das hat doch dann wirklich was!

  • Gönnt uns doch diesen Ausklang!

    Klar! :)

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Staatskapelle und Christian Thielemann verabschieden sich mit Julia Fischer


    Nun hatte ich die Staatskapelle am vergangenen Dienstag zu früh in den „Wellenbrecher-Lock down“ verabschiedet. Denn kaum war der Termin „2. 11. 2020“ verkündet, lief die Organisation zur Vorverlegung des 2. Sonderkonzerts auf den Vormittag des 1. November an. Als dann noch die Krankmeldung von Nikolaj Szeps-Znaider kam, lief das Organisationsteam zur Hochform auf und gewann Julia Fischer als Solistin für das Beethoven-Violinkonzert.


    Eröffnet wurde das Konzert von der Blechbläser-Gruppe mit den beiden Wiener Fanfaren TrV 250 und TrV 248, die, anders als beim ersten Konzert, einen nobleren Eindruck vermittelten.


    Dann die mit heißer Nadel genähte Kombination für das Beethoven-Violinkonzert. Da war aber nichts von Improvisation zu spüren. Eine perfekte Synchronität zwischen der Solistin und dem Orchester waren zu spüren. Die Streicher, ob der Corona-Entwicklung, wieder mit eigenen Notenpulten ausgestattet, waren aber nach meinem Empfinden nicht sehr auf Abstand bedacht, so dass sich ein ordentliches Klangbild entwickeln konnte. Besonders beeindruckten Julia Fischers extrovertiertes Spiel für die Kadenzen. Mit dem Larghetto legte sich eine recht melancholische gedrückte Stimmung über das Publikum, da nun doch eine ordentliche Unsicherheit bleibt.


    Diese gedrückte Stimmung konnten auch die leicht gefederten Rhythmen des Finales und die abschließende brillante Interpretation von Robert Schumanns Opus 52, Ouvertüre, Scherzo und Finale nicht auflösen.