Benjamin Bernheim

  • BB selbst sagt: "ich fühle mich französisch",; oder auch das: "..meine Familie in Genf oder Lausanne...wir sind Franzosen, wir schauen franz. Fernsehen... wir sind viel näher an der französischen Welt als an der schweizer..."
    Das sagt m.E. mehr als diese ganze Diskussion über Pässe und Geburtsorte darüber aus, warum er sich als französischen Tenor vermarktet / vermarkten lässt.


    Das bei weitem interessantere in dem Gespräch mit Wemhoff ist aber das, was BB über seine Rollenauswahl, seine Pläne, warum er manches nicht oder nur wenig gesungen hat usw. erzählt. Wie er an Partien rangeht, was seine Vorstellungen sind, welche Arbeitsumgebung er für Rollendebuts bevorzugt. Dass für ihn die Frage wo wichtiger ist als wann eine neue Rolle kommt usw.
    Für die nahe Zukunft sind wohl Romeo et Juliette, Werther, Dammnation de Faust konkret geplant - wohl für 20/21, allerdings verrät er noch nicht wo.

  • Man kann auch aus einer Mücke einen Elefanten machen. Warum "Die Welt" ihn hält? Ganz einfach: Weil er einen rhetorisch fantastischen, blumigen Schreibstil hat, gepaart mit professioneller, profunder Sachkenntnis. Und weil er offenbar immer wieder wachrüttelt. So manch einer verteufelt Brug, liest ihn aber doch mit Hingabe, und sei es nur drum, sich wieder einmal künstlich aufregen zu wollen.

  • Bevor das hier wieder ein Thread über Journalistenfehler, Schreibstile u.w. wird...

    Hier etwas über den Sänger um den es hier geht:

    Benjamin Bernheim in einem Interview mit Audrey Bouctot, das auf Forumopera (leider nur franz.) zu finden ist.
    Benjamin Bernheim : « Je rêve de Werther, d'Hoffmann et de Don Carlos »
    https://www.forumopera.com/act…hoffmann-et-de-don-carlos


    P.S.: Inzwischen habe ich mir das ganze Interview durchgelesen und muss sagen es ist wirklich lohnenswert und enthält weit mehr als nur die Zukunftswünsche von Benjamin Bernheim, was die Überschrift leider etwas suggerieren mag.