Saarbrücken - "Ring"

  • Vielen Dank, Ira.

    "Als Spiel streitlustiger Götter, Riesen und Nibelungen sehen die beiden Wagners „Rheingold“ jedenfalls nicht. „Brauchen wir noch Götter“, fragt Szemerédy, „wenn wir Leben künstlich erschaffen können, heißt das doch im Grunde, dass wir selbst Götter sind“. Sie wollen Wagners Tetralogie „für das hier und jetzt decodieren“, ergänzt Parditka. Um neueste Medizintechnik, Genforschung und um künstliche Intelligenz wird es gehen, um Menschen, die sich „selbst optimieren, die 120 oder auch 150 Jahre alt werden wollen“. Darum, wie Investorengeld die Wissenschaft regiert, und ums Forschen jenseits aller moralischer Grenzen. Und wer bekommt Zugang zu dieser Wissenschaft, wer profitiert davon?“, fragen beide. In Zeiten, wo etwa der Schweizer Pharmariese Novartis ein millionenteures Medikament für todkranke Kinder „verlost“, haben die beiden den Puls der Zeit ganz offenbar exakt im Blick."


    Möchte jemand meine Premierenkarten?

  • Machen Sie sich keine Sorgen! Da das Stück für das, was die Damen da als Konzeption verkaufen, kein Material hergibt, wird es kommen, wie so oft: Große Versprechungen, ein vielleicht etwas seltsames Bühnenbild, aber das Wichtigste: die Sänger stehen, wie es sich für eine gute Opernaufführung gehört, herum, meist an der Rampe, schauen zum Dirigenten und singen. Ich bin sicher, es wird Ihnen gefallen.

  • Da das Stück für das, was die Damen da als Konzeption verkaufen

    Dass es Damen sind, ist wohl besonderd wichtig ? Man hätte es auch anders ausdrücken können. Ich erinnere mich an einen eindeutig misogynen Beitrag, den Sie dann allerdings sehr schnell löschten, nachdem man es bemerkt hatte.

  • Von den beiden* gab es an der Müpa in Budapest einen sehr reduzierten Parsifal, der mir sehr gut gefallen hat. Leider haben sie in den folgenden Jahren die Inszenierung immer mal wieder überarbeitet, so dass der Charme des ursprünglichen Konzepts immer mehr überdeckt wurde.

    * edit: gelöscht

  • Was ist denn an 'Damen' misogyn?


    Im übrigen lesen wir dann von Ihnen, Frau Berger-Goldschmied, Ende März sicher eine tiefschürfende Analyse der Inszenierun wie zum Lohengrin.

    Wenn es von Ihnen kommt, nichts. Wenn es von Lodengruen kommt, dann kann man eine Linie vermuten, wegen des Beitrages, den er gelöscht hat.



    Wo ist denn Ihre Idee zu irgendeiner Inszenierung, bitte? Und @ Lodengruens?

    Haben Sie Angst sich eine Blösse zu geben?

    Oder haben Sie gar keine Meinung?

  • Ich bin überzeugt, dass dieser »Ring« auch sehr reduziert wird (um es freundlich auszudrücken). Mit diesem Stück und dieser Konzeption ist einfach nichts zu machen als strenge Reduktion bis annähernd Null... ?

    ......was Sie ganz besonders gut beurteilen können, da sie sich nicht mit Wagners Naturkonzept auskennen, da Sie nicht so gerne nach seinen Schriften gehen, sondern lieber nach der Partitur.

    Und noch nicht einmal erkennen, dass vor allen Dingen dort die Natur sehr gross betont wird. Und zwar ganz besonders im RING.


    Noch irgendeinen Plan, Herr Lodengruen ? Plan C, D, E.....?

  • Genau, besser hätte man von zwei Menschen sprechen sollen. :(

    Oder vielleicht einfach vom "Regieteam".


    "Die beiden Damen" empfinde als leicht abwertend, genauso übrigens "die beiden Herren". Das Geschlecht ist in diesem Zusammenhang ja nicht von Relevanz.

  • Wieso ist der Begriff Dame abwertend? Hab ich was verpasst? Das hätte ja sehr weitreichende Konsequenzen... allein für Schachspieler/innen, Kartenspieler/innen (auch die gelungene Tschaikowsky-Oper müsste geändert werde), Dame Edna... Auch Betreiber /innen von Damenbekleidungsgeschäften oder bezahlpflichtigen Damentoiletten müssten sich umstellen...

  • Was mir gerade wieder eingefallen ist (Positives bleibt mir offensichtlich besser im Gedächtnis als Negatives): Die beiden hatten an der Müpa auch noch den Tristan inszeniert: ein Fiasko. Herausragendes Merkmal: das Engagement einiger Mitglieder der ungarischen Fechtnationalmannschaft. =O