Spielzeit 2020 / 2021

  • Wenn man davon ausgehen könnte, dass die Semperoper in dieser Spielpause technisch derart aufgerüstet würde, wie man es von anderen internationalen Häusern und Orchestern dieser Liga seit Jahren kennt, dann könnte ich dem Gedankengang ja noch etwas positives abgewinnen. Da wird man in Dresden aber heftig hinterher hecheln müssen, um technisch den Anschluss zu finden.

  • In der Staatsoperette Dresden und dem Staatsschauspiel herrscht ebenfalls kulturelle Ebbe. Vielleicht gibt es da eine Vorgabe des Freistaates. Es wäre aber schön, wenn die Zwangspause für eine technisch Aufrüstung genutzt würde.

  • Vermutlich ist an fest eingebaute Bildtechnik für mehr als simpelste Dokumentation gedacht: Meines Wissens gibt es das hier in Deutschland nur in der Berliner Philharmonie, die daraus bekanntlich ein laufend betriebenes Geschäftsfeld gemacht hat. Alle anderen arbeiten mit externen Dienstleistern. Es lohnt sich keinesfalls, für eine gelegentliche Nutzung solche (insbesondere auch personellen) Ressourcen vorzuhalten.


    Wollen wir uns wirklich über die Liga unterhalten, in der die Semperoper spielt? Da sind wir dann nämlich noch härter beim Geld.


    Und worum es hier eigentlich geht, sprich die eigentliche Information, die man in dem generellen Herumgekolumniere von „Musik in Dresden“ schnell übersehen kann: Die geplante Capriccio-Produktion soll möglicherweise als Videoshow-Sterereo realisiert werden.

  • Der Geldmangel in Dresden und die Geschäftsführung sind wohl das Problem.

    Keine Sponsoren.

    Wer hat hier geschlafen?

    Warum stehen andere besser da finanziell?


    Gutes Musiktheater, ein gutes Ensemble und ein gutes Konzept sind keine Frage des "großen Geldes", man kann das an viele Orten dieses Landes beobachten. Auch sog. Stars sind kein Problem, ihr Honorar ist verschwindend gering im Vergleich zu den aufgeblasenen Verwaltungs- und Technikapparaten solcher Häuser. Zudem spielen Sie das Geld das sie mehr kosten auch wieder ein. Solange man in Dresden denkt, dass ein prominenter Name, der aber nur wenig vor Ort ist, alles lösen würde, ist man auf dem Holzweg. Und das nun seit über 30 Jahren, denn das Haus spielt weder national noch international eine nennenswerte Rolle. Das sieht man vor Ort sicherlich anders und beruft sich auf eine Tradition, die nun 80 Jahre und älter ist.

  • Über den Aufwand einiger Inszenierungen, die dann nach der Premiere nur wenige male gespielt werden, kann ich mich auch nur wundern. Für eher selten gespielte Werke, vor allem der Moderne, greifen andere Häuser auf gute und interessante Fremdproduktionen zurück, die dann mit dem eigenen Ensemble einstudiert werden. Das wird doch an der Komischen Oper bin Berlin mit großem Erfolg seit Jahren praktiziert, und dazwischen inszeniert der Intendant eine Oper in minimalisitischem Bühnenbild und schafft es, dass diese erfolgreichen Produktionen an andere Häuser weitergegeben werden.

  • Über den Aufwand einiger Inszenierungen, die dann nach der Premiere nur wenige male gespielt werden, kann ich mich auch nur wundern. Für eher selten gespielte Werke, vor allem der Moderne, greifen andere Häuser auf gute und interessante Fremdproduktionen zurück, die dann mit dem eigenen Ensemble einstudiert werden. Das wird doch an der Komischen Oper bin Berlin mit großem Erfolg seit Jahren praktiziert, und dazwischen inszeniert der Intendant eine Oper in minimalisitischem Bühnenbild und schafft es, dass diese erfolgreichen Produktionen an andere Häuser weitergegeben werden.

    Man bekommt international mehr Beachtung, wenn man Zeitgenössisches spektakulär inszeniert, was ja mitunter auch gut von der musikalischen Qualität ablenkt. Das schafft man mit Bohème & Co. nicht.

  • heute findet die nicht öffentliche Premiere von Strauss' "Capriccio" statt..., ab 22. Mai soll es von der Produktion einen Stream geben.


    Und etws zu Zukunft des Hauses gibt es hier:

    https://www.sueddeutsche.de/ku…20090101-210430-99-412103

    darin: "Die Normalität wird sich langsam einspielen. Das hängt auch von der Entwicklung des Tourismus ab. Fast 50 Prozent unserer Opernbesucher kommen von außerhalb Sachsens. Das wird alles seine Zeit brauchen; wir müssen das behutsam angehen."


    ja ja, oder - total verrückter Gedanke von mir - man könnte qualitätsvolles Musiktheater für die Einheimischen machen.

  • ja ja, oder - total verrückter Gedanke von mir - man könnte qualitätsvolles Musiktheater für die Einheimischen machen.

    Schon seit seinem Antritt könnte man auf die Idee kommen, sich zu fragen, wie ausgeprägt das Interesse des Intendanten am Stammpublikum aus der Region ist. Nun hat jeder seine eigene Art, Theiler ist halt keine Ulrike Hessler und fährt vielleicht auch ganz generell die Schiene, vieles gleich seinem Chefdramaturgen zu überlassen.


    Aber nach den jetzigen Äußerungen gegenüber der dpa sollte man vielleicht doch mal fragen, ob das Haus nicht seine treuesten Anhänger ein wenig vergessen hat.


    Aber es doch so angenehm, wenn man sich auf die Auslastung durch Touris verlassen kann.

    Die künstlerisch völlig wertlos ist. Redet Theiler sich das etwa auch noch selbst schön?

  • „Lawinensignale der Verschütteten“: „Capriccio“ digital an der Semperoper

    Jens-Daniel Herzog arbeitet mal wieder an der Dresden Semperoper und hat „Capriccio“ von Richard Strauss inszeniert. Die nichtöffentliche Premiere ist am 8. Mai, der Stream soll ab 22. Mai zu sehen sein. Am Pult steht der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann, die Sängerbesetzung ist hochkarätig.

    https://www.dnn.de/Nachrichten…priccio-an-der-Semperoper