Siegfried Wagner

  • Hier findet sich etwas über Siegfried Wagners Homosexualität: http://www.siegfried-wagner.org/html/endres.html

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Am Anfang des oben verlinkten Textes wird behauptet, dass angeblich die Werke von Wagner "schon immer schwule Männer fasziniert" haben.
    Was ist das für eine Formulierung? Und was soll damit gesagt sein? Es gibt schließlich nichts was nicht auch "schwule Männer fasziniert" haben dürfte, genau wie heterosexuelle Männer.
    Darunter wird dann ein Romanzitat angegeben, in dem "Parsifal" als ein besonders Homosexuellen - freundliches Werk angesehen wird: "Und dort verbringen auch alle netten Tunten den Karfreitag". Kann man das irgendwie ernstmeinen oder ernstnehmen?

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Dass Nietzsche schwul gewesen sein soll, ist mir auch neu.

    Danke, das hat mich auch stutzig gemacht.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Zur Geschichte der Behauptung, Nietzsche sei homosexuell gewesen:


    "Veröffentlicht hat die These von Nietzsches Homoerotik Joachim Köhler - ein enorm gelehrter Journalist - in seinem Buch Zarathustras Geheimnis. Die Beweislage ist spärlich. Köhler kann sich auf Richard Wagner berufen, der in durchaus guter Absicht Nietzsche gern beweibt gesehen hätte, um ihn von der von ihm vermuteten exzessiven Onanie wegzuführen. Nietzsche erklärte sich von diesem Verdacht "tödlich beleidigt". Will man Nietzsche "entlasten", so kann man darauf hinweisen, dass er seinem "Intim-Freund" Rohde vorwirft, dieser habe in seinem Griechen-Buch das homophile Element2 nicht ausreichend gewürdigt."

    aus: https://nietzsche.infowiss.net/faq/xsl/faq_01006.xml


    Wie seriös die genannten Quelle ist, kann ich nicht ohne Weiteres einschätzen.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • "Köhler kann sich auf Richard Wagner berufen, der in durchaus guter Absicht Nietzsche gern beweibt gesehen hätte, um ihn von der von ihm vermuteten exzessiven Onanie wegzuführen. Nietzsche erklärte sich von diesem Verdacht "tödlich beleidigt".

    Das ist etwas ungenau: tatsächlich war es wohl so, dass Wagner Nietzsches Arzt, bei dem dieser wegen seiner Kopfschmerzen und anderem in Behandlung war, gesteckt hat, Nietzsches Krankheit rühre daher, dass er so oft Hand an sich lege. Über diese Indiskretion war Nietzsche natürlich äußerst erbost.


    Wie seriös die genannten Quelle ist, kann ich nicht ohne Weiteres einschätzen.

    Ich denke, es gibt seriösere.

  • Das ist etwas ungenau: tatsächlich war es wohl so, dass Wagner Nietzsches Arzt, bei dem dieser wegen seiner Kopfschmerzen und anderem in Behandlung war, gesteckt hat, Nietzsches Krankheit rühre daher, dass er so oft Hand an sich lege. Über diese Indiskretion war Nietzsche natürlich äußerst erbost.

    Ganz genau! Sehr ausführlich kann man das nachlesen bei M. Eger, Nietzsches Bayreuther Passion.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • dass er so oft Hand an sich lege.

    Witzig, wie dieselbe Formulierung in unterschiedlichen Kontexten genau das Gegenteil bedeutet (s. Gurnemanz über Klingsor: "An sich legt er die Frevlerhand, die nun dem Grale zugewandt").

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Witzig, wie dieselbe Formulierung in unterschiedlichen Kontexten genau das Gegenteil bedeutet (s. Gurnemanz über Klingsor: "An sich legt er die Frevlerhand, die nun dem Grale zugewandt").

    Ich habe mich oft gefragt, ob nicht sogar das Gegenteil tatsächlich gemeint sein könnte.

  • Ich habe mich oft gefragt, ob nicht sogar das Gegenteil tatsächlich gemeint sein könnte.

    Das ist eine im besten Sinne witzige Idee, Sorel!

    Die Wortbedeutung lässt es offen und ist in diesem Sinne interpretierbar:


    "Handanlegung, f., das in angriff nehmen einer that oder arbeit, [...]: bei fleisziger handanlegung wird das werk schnell gefördert;"

    :P

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Siegfried Wagners "Sonnenflammen" wurden in Bayreuth aufgeführt in der Regie von P. Pachl. Die Aufführung fand vor Publikum in der Bayreuther Innenstadt in einem ehemaligen Kinosaal statt:
    https://www.donaukurier.de/nac…ostuemball;art598,4663379

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Diese Kritik scheint eine ausführlichere oder ungekürzte Fassung von der oben verlinkten zu sein:
    https://www.nmz.de/online/mens…sonnenflammen-in-bayreuth

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)