Oper Frankfurt 2020/2021

  • Die Komische Oper Berlin hat außerdem Plan C und Plan D.


    https://www.berliner-zeitung.d…n-wieder-spielen-li.82593


    So, wie sich das liest, haben sie wohl auch einen Plan E: Wie verhindere ich die Abwicklung des Hauses, wenn es keine Spielzeit 2020/21 geben wird?

    • Tolles Interview, tolle Haltung. Endlich mal jemand, der nicht jammert, der anerkennt, was es heißt, staatlich abgesichert zu sein, eine Perspektive zu haben. Selten einen Künstler erlebt, der soviel Fairness mit soviel Pragmatismus und Solidarität (mit den freien Kollegen) verbindet.
    • Tolles Interview, tolle Haltung. Endlich mal jemand, der nicht jammert, der anerkennt, was es heißt, staatlich abgesichert zu sein, eine Perspektive zu haben. Selten einen Künstler erlebt, der soviel Fairness mit soviel Pragmatismus und Solidarität (mit den freien Kollegen) verbindet.

    Und das wird im Haus auch gelebt und vermittelt. Diese im Prinzip positive Wahrnehmung der Situation und die Zuversicht in die Zukunft überträgt sich auch auf das Publikum. Das ist halt eine positive Resonanz, die sich wohltuend von anderen unterscheidet. Auch bei der anstehenden schwierigen Phase der Haussanierung hört man kein Klagen oder werden Katastrophenszenarien öffentlich beschrieben, sondern man lässt es erst mal auf sich zukommen.

  • Ein offener Brief von Herrn Loebe:


    "Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,


    die Sommerpause steht vor der Tür, doch leider sind noch immer viele Fragen offen und es bleibt unklar, unter welchen Bedingungen wir im September in die

    neue Spielzeit starten können. Nur eines scheint klar zu sein – es wird anders kommen als wir es ursprünglich geplant haben.

    Gegenüber der Politik und den zuständigen Ämtern und Behörden haben wir Bedingungen formuliert, unter denen für uns eine Wiederaufnahme des

    Spielbetriebes in eingeschränkter Form möglich wäre. Dies betrifft die Zahl der möglichen Zuschauer*innen, die Zahl der Musiker*innen im Orchestergraben und

    der Künstler*innen auf der Bühne.


    Bevor ich Ihnen den aufgrund der Hygieneregeln reduzierten Spielplan für September vorstelle, das Wichtigste vorab:


    -          Sobald die offiziellen Konditionen feststehen, verteilen wir als erstes unsere Festabonnent*innen auf die Vorstellungen und Plätze, die wir im September

    anbieten können.

    -          Sollten Ihnen die neu zugeteilten Vorstellungstermine nicht passen, erhalten Sie Tauschgutscheine.

    -          Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir Sie erst nach den Theaterferien/ Ende August über Ihre Vorstellungsdaten für September informieren können.

    -          Aufgrund geringerer Platzkapazitäten kann es sein, dass sich Termine für Ihre Vorstellungen ändern. (Dass die Vorstellung am 30.8. nicht stattfinden kann,

    steht bereits fest.)


    -          Einen Start für den Vorverkauf der restlichen freien Plätze und für das Einlösen von Coupon-Abonnements kann erst bekannt gegeben, wenn die

    Festabonnent*innen gesetzt wurden.

    -          Wir werden uns auf dem Weg zum »Neuen Normal« von Monat zu Monat neu orientieren und mit Ihnen in Kontakt bleiben.


    Die letzten Wochen haben wir intensiv daran gearbeitet, eine Spielplanvariante für den September zu entwickeln, die es uns gestattet, flexibel auf die dann geltenden

    Bestimmungen zu reagieren, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und Ihnen auf diese Weise endlich wieder Musiktheater präsentieren zu können.


    Repertoire:


    -          Für alle Wiederaufnahmen werden alternativ gekürzte Versionen erarbeitet, die ggf. ohne Pause gespielt werden können.

    -          Der Einsatz des Chores wird auf ein Minimum reduziert.

    -          Ebenso werden Versionen für kleinere Orchesterbesetzung erarbeitet.

    -          Wir haben die Wiederaufnahme von Jules Massenets Werther vorgezogen und dafür Lady Macbeth von Mzensk wegen der überdurchschnittlich großen

    Solisten-, Chor- und Orchesterbesetzung in die zweite Spielzeithälfte verschoben.

    -          Auf diese Weise hoffen wir, Ihnen im September adaptierte Versionen von I puritani, Le nozze di Figaro und Werther präsentieren zu können.


    Premiere:


    -          Die ursprünglich geplante Produktion Le Grand Macabre wurde auf die Spielzeit 23/24 verschoben, um das Werk in der Konzeption des Regisseurs mit

    voller Orchester- und Chorbesetzung präsentieren zu können.

    -          Die Septemberpremiere wird die szenische Aufführung von The Medium von Gian Carlo Menotti sein (Musikalische Leitung: GMD Sebastian Weigle;

    Inszenierung: Hans Walter Richter). Im vorigen Sommer war diese erfolgreiche Produktion im Bockenheimer Depot zu sehen. Nach der langen Pause

    wollen wir Ihnen an diesem Abend solistisch auch unsere Kollektive, das Orchester sowie den Damen- und Herrenchor, präsentieren und haben daher die

    Opernaufführung mit kurzen Orchester- und Chorwerken kombiniert.

    -          Wir haben die Möglichkeit, diesen Abend als Doppelvorstellung anzubieten, sodass wir auch bei begrenzter Zuschauerzahl, möglichst wenig Abonnent*innen

    einen neuen Termin anbieten müssen.


    Auf dem Beiblatt bzw. im Anschluss dieser Nachricht finden Sie unseren neuen Septemberplan in kalendarischer Übersicht. Ich hoffe, dass wir bald Klarheit haben

    werden, ob wir diesen so realisieren können.


    Ich danke Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie diese Zeit so verständnisvoll mit uns durchstehen und sich auf die für uns alle ungewohnte Kurzfristigkeit und Flexibilität

    einlassen. Sie hören Ende August von uns, wie es weitergehen wird."


    Lassen wir uns also überraschen...

    "Interessante Selbstgespräche setzen einen klugen Gesprächspartner voraus." (H.G. Wells)

  • Ich verstehe die Nöte und die Besonderheiten wegen Corona, aber gekürzte Stücke, reduzierte Besetzungen... ich glaube, ich werde nicht sehr oft an den Main kommen.

    "Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel."

  • Der nächste Vorhang

    Seit dem 7. Mai dürfen Opernhäuser wieder öffnen. Doch die Oper Frankfurt hält im Gegensatz zu anderen Häusern an der Absage ihrer Spielzeit fest. Intendant Bernd Loebe hat dafür eine Erklärung.

    http://www.journal-frankfurt.d…echste-Vorhang-35995.html

    Darin ist die Rede von einer Erhöhung der Eintrittspreise für die kommende Saison um ca. 10%. Die Entscheidung dazu sei bereits vor Corona gefallen. Diese Erhöhung wird als "moderat" bezeichnet.

    ---

    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)