VALERY GERGIEV

  • Über den Einmarsch der Sowjetischen Truppen in Ost-Österreich gibt es Brichte, die daran heftig zweiefln lassen.


    Aber wir "Nachgeborenen" wissen da ohnehin nur so viel, wie selektives Aktenstudium und mehr oder minder zufällige Erzähl-quellen an jeden Einzelnen transportieren.

  • Ja, das muss man Stalin schon lassen. Er war besser als Hitler. Das wird viel zu wenig gewürdigt.


    Und dass Deutschland nun mal mit Russland anders umgegangen ist als mit den westlichen Feinden, sollte man ihm auch hoch anrechnen.


    Ganz zu schweigen davon, dass er bereit war, mehr Fußvolk für einen schnelleren Kriegsgewinn zu verheizen.


    Ein toller Kerl.

  • Wenn man das den Amis, Briten oder Franzosen überlassen hätte, naja...

    Wie bitte?

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Den Sowjets ist es zu verdanken, dass man heutzutage Hakenkreuze und ausgestreckte Arme nur sehr selten sieht.

    Ich nehme an, dass Sie in der Tat nur ein wenig den Laden aufmischen wollen. Das können Sie nicht ernst meinen.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Hier ein bisschen Kontroverse:


    Den Sowjets ist es zu verdanken, dass man heutzutage Hakenkreuze und ausgestreckte Arme nur sehr selten sieht. Wenn man das den Amis, Briten oder Franzosen überlassen hätte, naja...

    Der Umstand, dass auf Deutschland keine Atombombe abgeworfen wurde, hängt vermutlich damit zusammen, dass Deutschland gestern vor 75 Jahren kapitulierte (und Japan erst später). Rückblickend war der Krieg verloren, als die Vereinigten Staaten sich entschlossen, die Atombombe zu bauen.


    Zugegebenermaßen eine Spekulation. Aber die Aussage, dass es den Sowjets zu verdanken ist, dass man heutzutage Hakenkreuze und ausgestreckte Arme nur sehr selten sieht, dürfte auch eine Spekulation sein.

  • Aber die Aussage, dass es den Sowjets zu verdanken ist, dass man heutzutage Hakenkreuze und ausgestreckte Arme nur sehr selten sieht, dürfte auch eine Spekulation sein.

    Es ist auch der Sowjetunion zu verdanken, dass schmälert ihren Verdienst an dieser Sache ja nicht. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Stalin dennoch ein übler Verbrecher war und die Idee, ihn mit einem Mosaik in einer Kirche zu ehren, eine Schnapsidee war:.


    https://www.spiegel.de/politik…04-4f72-b7e9-7b41ee9a98ee

    "Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel."

  • dass Stalin dennoch ein übler Verbrecher wa

    Einer der allerübelsten!

    und die Idee, ihn mit einem Mosaik in einer Kirche zu ehren, eine Schnapsidee war

    "Schnapsidee" halte ich für einen Euphemismus.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Aus Wikipedia:


    "In der Zeit des Großen Terrors zwischen September 1936 und Dezember 1938 ließen Stalin und seine Helfer von 1,5 Millionen Festgenommenen etwa 750.000 Menschen erschießen, darunter treue Anhänger der Sowjetunion. Umstritten ist in der Forschung, inwieweit diese Verfolgungen einen rationalen Kern hatten oder aus reinen Wahnvorstellungen Stalins folgten."

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Stalin dennoch ein übler Verbrecher war und die Idee, ihn mit einem Mosaik in einer Kirche zu ehren, eine Schnapsidee war:.

    Stalin hat an Popularität in Russland sehr stark gewonnen. Ich empfehle sehr die Lektüre seiner Biographie von Oleg Chlewnjuk. Am Ende seines Werkes schreibt er (S. 516): "[...] entstand ein falsches und um ein Vielfaches überhöhtes Bild des Diktators und seiner Leistungen. Dieses Bild hat ihn überlebt und im heutigen Russland seine Anziehungskraft nicht verloren. Der Zusammenbruch der Sowjetunion, die Belastungen der Transformationszeit, Korruption, Armut und eklatante soziale Ungerechtigkeit tragen allesamt dazu bie, die Sehnsucht nach einem sozialen Utopia zu verstärken. Ein beträchtlicher Teil der russischen Gesellscahft sucht in der stalinistischen Vergangenheit Lösungen für die Gegenwart. Populäre Vorstellungen von der Größe des stalinistischen Imperiums, von sozialer Gleichheit und dem Kampf gegen Korruption, von der Wonne und Reinheit dieses weit zurückliegenden Lebens, das angeblich von "Feinden" zerstört wurde, werden von skrupellosen Meinungsmachern und Politikern ausgenutzt. Wie groß ist die Gefahr, dass sich eine Mischung aus historischern Unwissenheit, Bitterkeit und sozialer Unzufriedenheit als Nährboden für prostalinistische Lügen und Verzerrungen erweist? Kann es sein, dass Russland im 21. Jahrhundert in der Gefahr schwebt, die Fehler des 20. Jahrhunderts zu wiederholen?"

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Aus demselben Werk, S. 505f:
    "Während der Kollektivierung wurden viele Bauern als Kulaken gebrandmarkt und erschossen, verbannt oder aus ihren Dörfern vertrieben. Millionen Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen wurden unter einer Vielfalt von Vorwänden verfolgt und in Lager gesteckt, oder einfach getötet. [...] Am Ende seiner Herrschaft war ein großer Teil der sowjetischen Bevölkerung, wenn nicht gar eine Mehrheit, irgendwann einmal verhaftet, in einem Lager interniert, zwangsumgesiedelt oder einer milderen Form der Misshandlung unterworfen worden."

    Die Schätzungen der Opferzahlen seiner Säuberungen reichen von drei bis zwanzig Millionen (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Stalinsche_S%C3%A4uberungen ).
    Wer einen solchen Menschen heute noch verehrt und nicht als einen Massenmörder verabscheut, muss in einem Höchstmaß desinformiert, verblendet und manipuliert sein.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)