Bayreuth Baroque Opera Festival

  • Ich finde die Gründung dieses Festivals in dieser Stadt sehr, sehr gut, aber die ersten Kritiken der ersten Veranstaltung unter "keine Festspiele 2020" abzuspeichern nicht sehr glücklich, das hat aus meiner Sicht ein eigenes "neues Thema" verdient, [...]

    https://www.bayreuthbaroque.de/

    Bitte schön! :)

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Okay, dann lassen wir den Thread hier. Ich hatte es eigentlich umgekehrt gedacht.

    ira: Sorry! Leider habe ich erst jetzt gesehen, dass Sie auch einen Thread zu diesem Thema eingerichtet hatten, so dass ich auch Ihrem berechtigten Wunsch nun nicht nachkommen konnte, den von mir eröffneten Thread wieder zu löschen.
    Offenbar haben wir beide gleichzeitig mit der Einrichtung eines Threads zu dem Barock - Festival begonnen, Sie waren aber früher fertig. Als ich den Thread begonnen habe, lag Ihrer noch nicht nicht vor. Sonst hätte es gewiss keine Doppelung gegeben.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Was ist denn das schon wieder... wollten auf dem üblichen Dienstweg überzeugen – doch nicht etwa von voller Packungsdichte wie im da ins Feld geführten Flugzeug?? Glauben Veranstalter wirklich, potentielle Gäste gewinnen zu können, wenn sie den Irrsinn der Luftfahrt nachmachen wollen? Oder auch nur den Eindruck erwecken?


    War da nicht auch was mit der bekannten Hygienemaßnahme, die auf persönlichen Wunsch des künstlerischen Leiters auch während der Vorstellung... und was sehe ich hier? Tatsächlich, eine einsame, sich fürchtende OP-Maske. https://onlinemerker.com/bayre…ienabend-joyce-di-donato/


    Allmählich vergeht es mir, überhaupt noch Spielpläne anzuschauen. Ich bin ja völlig einverstanden mit dem Unmut darüber, in Bayern selbst in größte Säle nur 200 Leute einlassen zu dürfen. Aber ist es wirklich geschickt, dann auf der anderen Seite einen Tonfall anzuschlagen, der einen gleich wieder abschreckt, wenn man nicht bereit ist, seine Vorsicht aufzugeben?

  • Bei dem Thema Corona kann ich ja auch zickig werden, aber im konkreten Fall handelte es sich um ein Bild aus dem Zuschauerraum, die Sicherheitsabstände wurden, so weit zu sehen, wohl eingehalten, und am Platz selbst konnte ja auf den Mundschutz bei Einhalten des Abstandes zu anderen Personen verzichtet werden. Und die Verköstigung in den Pausen fand, wie zu lesen, im Freien vor dem Opernhaus statt, wo Verkaufsstände aufgebaut worden sein sollen. Und die Wege vom Freien in den Zuschauerraum sind im konkreten Fall ja recht kurz. Da sieht die Situation auf dem Hügel schon alleine wegen der engen Bestuhlung, auch nach den vorderen und hinten Reihen, doch schon etwas anders aus, und im dortigen Graben ja schon mal völlig anders, auch was die Zirkulation der Luft betrifft.

  • Also, ich war in Salzburg in 3 Konzerten (2x Großes Festspielhaus, 1x Haus für Mozart),

    und in "Bayreuth baroque" in der Porpora-Oper und bei der zweiten Auflage des DiDonato- Konzerts (alle 5 Aufführungen übrigens in ihrer Art herausragend, auch ohne "Corona- Milde", vielleicht schaffe ich es doch noch, einen Bericht zu schreiben).


    Hier aber nur kurz zu den Sicherheitsregeln und ihrer Einhaltung:


    Die waren in Bayreuth qua Platzaufteilung weit strenger: Jede 2. Reihe war komplett frei, in den anderen Reihen saßen auf ca. 20-25 Plätzen max. 6 - 7 Personen mit einigen freien Sitzen dazwischen. Und dies, obwohl im Markgräfliche Opernhaus seit seiner Renovierung unter jedem Sitz eine Individual- Be- und Entlüftung eingebaut ist. In Salzburg hatte man niemanden geradeaus vor, hinter und neben sich, dafür in allen diagonalen Richtungen je einen weiteren Zuhörer... Schachbrett halt.


    Qua Masken- Tragen war die Anregung, diese am Platz- auch während der Vorstellung - aufzubehalten, an beiden Orten gleich. Unterschied: In Bayreuth durfte die Maske direkt am Platz, in Salzburg erst bei Beginn der Veranstaltung abgenommen werden. Dafür saß man ja auch dichter aufeinander. Den insgesamt mehr als 5- stündigen - Porpora hätte ich mit Maske nicht durchgehalten. Und auch ansonsten ist bei mir der Hörsinn (und jeder andere) eingeschränkt, wenn ein anderer Sinn (hier der Geruchssinn) so heruntergefahren wird. Aufgrund der wesentlich größeren Abstände und der (noch) besseren (leider auch leicht hörbaren) Entlüftung habe ich mich in BT ohne Maske in der Oper sicherer gefühlt als in Salzburg mit Maske und viel näheren Umsitzenden. Was freilich - nomen est omen - in erster Linie ein GEFÜHL war...


    Qua Einhaltung der Regeln wirkten die SaaldienerInnen in Salzburg routinierter, hatten aber Ende August ja auch viele Vorstellungen "üben"dürfen. Die Bayreuther Saaldiener (keine Damen) waren ungemein beflissen (vom Eingang bis zu meinem Platz kontrollierten gefühlt im 3- m- Abstand 4 Herren meine Karte, obwohl ich den Weg zu meinem Sitz kannte), dafür wirkten sie im Durchsetzen der Regeln weniger drakonisch als die Salzburger KollegInnen. ("Würden Sie bitte"... da war der Ton in Salzburg durchaus herrischer.


    Ohnehin aber war an beiden Orten die Disziplin des Publikums (auch in Sachen Nicht- Husten in Satzpausen etc.) hier wie da eine Wohltat.


    Fazit: Qua Regelungen und Einhaltung derselben wirkte Bayreuth auf mich noch sicherer als Salzburg. Und auch von dort ist ja nichts von einer Cluster- Infektion während der Festspiele in die Öffentlichkeit gedrungen. (Der personal-.interne Fall einer externen Mitarbeitern während der Probenzeit sei nicht verschwiegen).


    Und- weg vom Thema: In Salzburg (bei Dudamel/Kissin, Petrenko und Honeck/D. Ottensamer) entdeckte ich de facto weniger Adabeis als in Bayreuth, wo die Gefolgschaften sowohl von DiDonato wie auch der drei Porpora- Counter durchaus ziemlich schrill und bunt und exzentrisch daher kamen.

  • Vielleicht sollte man bedenken, daß in Salzburg die Herausforderungen in puncto Corona-Sicherheit ungleich größer waren als in Bayreuth, das kann man doch nicht vergleichen.

    Natürlich auch für das Personal, das das alles managen mußte. Das wird der Ton vielleicht manchmal ein bißchen strenger.