Spielplan Bayreuth 2021

  • Irgendwann, hoffentlich in nicht mehr allzu ferner Zeit, wird hier der Spielplan der Bayreuther Festspiele für das Jahr 2021 stehen und damit verbundene Aspekte in diesem Thread besprochen werden.

    Blickt man aber zu dieser Zeit auf die Internet - Seite der Bayreuther Festspiele, so sucht man nach einem Spielplan für das Jahr 2021 noch vergebens. Weder Termine noch Werke sind genannt. Stattdessen findet sich dreieinhalb Monate nach der ausgefallenen Festpspielzeit 2020 noch immer unverändert der Plan von 2020 vor.
    Natürlich müssen die Festspiele umdisponieren. Und natürlich bedarf es dafür auch einer gewissen Zeit. Aber warum dauert es so lange? Und warum werden Bestellunterlagen erst im Januar 2021 verschickt?
    Diese Fragen gewinnen vielleicht an Berechtigung, wenn man einen Seitenblick auf nach Salzburg wagt. Dort ist schon seit längerem der Spielplan (wenn auch nur für die Pfingstfestspiele) einsehbar, auch die Kartenpreise werden genannt. Warum gibt es auch Bayreuth keinerlei Informationen? Das dürfte nicht allein mit der langen Erkrankung von Frau Wagner erklärbar sein. Schließlich gab es ja auch andere Personen, die in dieser Zeit in verantwortlicher Position in Bayreuth gewirkt haben. Es würde auch der "Kundenbindung" dienen, wenn ab und zu aus der Presseabteilung mal ein paar Informationen über den Stand der Dinge bekanntgemacht werden würde. Stattdessen "bunkert" man sich ein und lässt nichts nach außen gelangen.
    Der Unmut darüber erwächst nicht aus purer Ungeduld, sondern daraus, dass Interessenten für die Festspiele 2021 ja gerne die Aufführungstermine kennen würden, um sich gegebenenfalls Termine vorzumerken und möglichst freizuhalten.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Ich kann durchaus verstehen, dass in der aktuellen Pandemie- Situation keine Spielpläne bekannt gegeben werden, wenn nicht abgeschätzt werden kann, was wann wo in welcher Form überhaupt machbar ist. Für Unmut sehe ich keinen Anlass. Nur Geduld, irgendwann wird alles wieder in den gewohnten Bahnen laufen.

  • Der Unmut darüber erwächst nicht aus purer Ungeduld, sondern daraus, dass Interessenten für die Festspiele 2021 ja gerne die Aufführungstermine kennen würden, um sich gegebenenfalls Termine vorzumerken und möglichst freizuhalten.

    Man wird beobachten wollen, wie sich die Corona-Situation entwickelt, um dann zu entscheiden, unter welchen Umständen überhaupt Festspiele stattfinden können. Ich kann die Zurückhaltung da durchaus verstehen. Ob man im Januar aber so viel besser wird abschätzen können als jetzt, wie die Situation im Sommer sein wird, weiß ich nicht. Die Entwicklung des Impfstoffes macht allerdings ein bisschen Hoffnung.

  • Ob man im Januar aber so viel besser wird abschätzen können als jetzt, wie die Situation im Sommer sein wird, weiß ich nicht.

    Das ist genau das, was ich meine. Und wenn man im Januar Bestellscheine herausschicken will, hat man ja lange vorher schon eine Planung vorgenommen.
    Außerdem trifft auf Salzburg dieselbe Ungewissheit zu. Dennoch hat man da große Transparenz walten lassen und schon einmal das herausgegeben, was bekannt ist. Dass in diesen Zeiten nichts sicher ist, ist dabei klar. Wenn es erforderlich ist, wird man, wie auch bisher, sehr spontan reagieren müssen. Dennoch kann man so weit es geht, das Publikum früher informieren, gerade ein Bayreuth - Publikum, das sich aus der ganzen Welt zusammensetzt.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Und es wird sogar umso provinzieller, je später das potentielle Publikum über die Termine und den Spielplan informiert ist.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Es ist doch in diesem und wahrscheinlich auch für im nächsten Jahr in Sachen Kultur nichts, wie es war und wie wir es gewohnt sind. Das betrifft das Publikum ebenso wie die Künstler. Ob das Publikum nun international oder provinziell ist, ist doch eigentlich ohne Belang. Wichtig wäre alleine, ob gespielt werden kann und unter welchen Umständen. Man muss auch an die Organisation der Festspiele denken: Erst gibt man ein Programm heraus, Karten werden bestellt, dann muss das Programm unter Umständen wieder modifiziert werden und so weiter und so fort. Ich persönlich habe mich für 2021 auf Kompromiss eingestellt, auch dass Karten unter Umständen kurzfristiger erworben werden können, als gewohnt, und dass vielleicht auch Inszenierungen abgespeckt werden müssen.

  • Es ist doch in diesem und wahrscheinlich auch für im nächsten Jahr in Sachen Kultur nichts, wie es war und wie wir es gewohnt sind.

    Das ist ja alles richtig. Nur: warum sollte das in Bayreuth zu dieser (vorsichtig ausgedrückt) sehr verhaltenen Informationspolitik führen, während woanders viel früher Planungen veröffentlicht wurden?

    Und wenn es einen Grund gibt, warum das in Bayreuth anders sein muss - was ja sein kann - dann fehlt einfach die Transparenz und dass man das Publikum einfach darüber informiert, was Sache ist.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Ich gebe mich ja der womöglich naiven Hoffnung hin, dass wir nächsten Sommer aus dem Gröbsten heraus sind.

    Wenn die Impfungen bald beginnen können und Erfolge zeitigen, ist das durchaus denkbar, sofern international zielgerichtet und gut organisiert agiert wird. Aber das Virus wird dann noch nicht verschwunden sein, und so werden wir die Masken weiterhin tragen müssen und wahrscheinlich auch die Abstandsregeln noch einhalten müssen.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Das ist ja alles richtig. Nur: warum sollte das in Bayreuth zu dieser (vorsichtig ausgedrückt) sehr verhaltenen Informationspolitik führen, während woanders viel früher Planungen veröffentlicht wurden?

    Das Problem liegt vielleicht auch in der Erwartungshaltung des geneigten (Stamm-)Publikums. Was habe ich von großformatigen Ankündigungen, die Großes versprechen, was dann vielleicht nicht eingehalten werden kann.

    Und wenn es einen Grund gibt, warum das in Bayreuth anders sein muss - was ja sein kann - dann fehlt einfach die Transparenz und dass man das Publikum einfach darüber informiert, was Sache ist.

    Solche Statements finde ich nicht so glücklich, weil der den Eindruck gewonnen werden könnte, es ginge in B. nicht mir rechten Dingen zu. Das kann man sicher nicht behaupten.

  • Wenn die Impfungen bald beginnen können und Erfolge zeitigen, ist das durchaus denkbar, sofern international zielgerichtet und gut organisiert agiert wird. Aber das Virus wird dann noch nicht verschwunden sein, und so werden wir die Masken weiterhin tragen müssen und wahrscheinlich auch die Abstandsregeln noch einhalten müssen.

    Na das wollen wir doch nicht hoffen, dass die Impferfolge gezeitigt werden;)

  • weil der den Eindruck gewonnen werden könnte, es ginge in B. nicht mir rechten Dingen zu. Das kann man sicher nicht behaupten.

    Lieber parlando, es geht doch nicht darum, ob etwas "mit rechten Dingen" zugehe oder nicht. Davon habe ich gar nicht gesprochen. Ich wüsste auch nicht, was das in diesem Zusammenhang bedeuten sollte. Ich habe auch keine Hintergedanken, sondern ganz offen gesagt, was ich meine. Ich möchte es jetzt nicht wiederholen. Es geht ja aus meinen Beiträgen deutlich hervor.

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    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Lieber Hagen, nix für ungut! Aber wir wissen ja beide, wie schnell sich mittlerweile eine unangemessene Aufgeregtheit und quere Mutmaßungen verbreiten. In der Sache kann ich ja mit Ihnen fühlen, ich fühle aber auch mit den Betroffenen vor Ort. Dort lebt man ja doch, egal vom Ort, zwischen Hoffen und Bangen.

  • Aber wir wissen ja beide, wie schnell sich mittlerweile eine unangemessene Aufgeregtheit und quere Mutmaßungen verbreiten.

    Lieber parlando, vielleicht stehe ich irgendwie auf dem Schlauch, aber ich weiß nicht, von welchen "Mutmaßungen" Sie sprechen.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
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    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Inzwischen vermute ich fast, die Festspiele testen, ob ihre Freunde Humor haben. Scrollt man ein wenig auf der Startseite nach unten, strößt man in der Mitte auf die Überschrift "Alle News".

    Darunter erscheint dann eine großformatige Ankündigung der "IX. Symphonie".

    Darunter wiederum finden sich drei kleine Bilderlinks zu "Bayreuther Festspiele 2020 - Ticketbestellung" (links) "Tannhäuser - Wagner im Kino 2019 [!]" (rechts) und in der Mitte (wie in spottender Selbstironie) "Auf dem neuesten Stand - Newsletter". So verschmelzen die Zeitebenen ineinander. Zum Internetraum wird hier die Zeit.


    Klickt man übrigens die Spielplanelemente an, wird der interessierte Wagner - Freund immer noch in dieser Weise fehlinformiert, "die Festspielsaison 2020" sei "Corona-bedingt" verschoben. Auf diese Weise wird aber das Prinzip Hoffnung aufrechterhalten, z.B. darauf, dass die verschobene Saison nachgeholt wird und der Festspielgast irgendwann, vielleicht im Jahre 2030, am 20. August die "IX. Symphonie" unter der Leitung von Marek Janowski wird erleben dürfen.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



    Einmal editiert, zuletzt von Hagen. ()

  • die Ticketkosten für "La Bohème" auf dem Konto. Am 22. wäre es gewesen

    Im Bayreuther Festspielhaus? :huh:

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    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)