Schallplatten

  • Vielen Dank für die Einstellung des Artikels!

    Das sehe ich doch etwas anders, als der Autor. Warum sollte ich mir eine x. Aufnahme einer Beethoven- Sinfonie von einem wenig bekannten Interpreten anschaffen, wo die Unterschiede der Interpretationen aus meiner persönlichen Sicht einfach zu gering sind, als das sich die Anschaffung lohnt. Ich gehöre auch zu denen, die sich Gesamtaufnahmen der Sinfonien von Brahms, Beethoven oder Mahler in der Interpretation bestimmter Orchester oder Dirigenten zulegt, gerade um die Unterschiede der Orchesterklänge oder der Interpretationsansätze der Dirigenten zu hören. Da stören mich im Einzfall Defizite in der technischen Aufnahme/ Wiedergabe nur wenig. Von der Oper will ich erst gar nicht reden, wenn daran denke, wie sich viele Rosenkavalier- Aufnahmen, auch Elektra, Ariadne oder FroSch, oder Wagner- Aufnahmen sich voneinander unterscheiden. Erst der Vergleich ermöglicht mir doch, mir ein eigenes Bild über die subjektiven Vor- und Nachteile einer Interpretation zu machen. Von den Sängern der vergangenen Jahre will ich erst gar nicht anfangen; da denke ich nur an die Palestrina-Aufnahme von Kubelik, auf man eine Ansammlung schönster Stimmen in den Unterschiedlichen Stimmlagen hören kann, wie das bei einer Gesamtaufnahme vor allem einer selten gespielten Oper heute doch kaum noch möglich ist.

    Nein, da war ich immer eigensinnig und auf der Suche nach solchen Rosinen, ohne dass ich mir über die Werbung einzelner Feuilletons ansagen lasse, was man gehört haben muss. Der erste Leserbrief zu dem Artikel bringt es doch auf den Punkt.

  • In dem verlinkten Beitrag heißt es: "Man hört, was man eingeredet bekommen hat oder sich selbst einredet." Das trifft anscheinend auch auf den Autor zu.

    Inhaltlich stimme ich Ihnen, lieber parlando, völlig zu.

    Könnte ich den Autor sprechen, würde ich ihn fragen, wie er bloß auf diese Einschätzung kommt, die ich für gänzlich haltlos halte in ihrer magelnden Plausibilität, die auch noch unerfreulicherweise im blendendem Gewande scheinbarer Selbstverständlichkeit daherkommt:

    "Wirklich schade ist dabei, dass all diese rückwärtsgewandte Begeisterung die Entdeckungsfreude von den lebenden Interpreten abzieht."

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Plausibilität, die auch noch unerfreulicherweise im blendendem Gewande scheinbarer Selbstverständlichkeit daherkommt:

    "Wirklich schade ist dabei, dass all diese rückwärtsgewandte Begeisterung die Entdeckungsfreude von den lebenden Interpreten abzieht."

    Das ist ja das eigentlich bedauerliche: Es geht gar nicht mehr um das Werk und seine Interpretation oder Interpreten, die ja durchaus unterschiedliche Ansätze und Qualitäten haben können, sondern um einzelne Personen, zuletzt und die der Kritikerin oder des Kritikers, verbunden mit einer Anmutung, regulierende Macht auf dem Klassikmarkt sein zu können.

  • sondern um einzelne Personen, zuletzt und die der Kritikerin oder des Kritikers,

    Nach dem Motto: "Je suis le classique"

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Ich schließe mich den Vorrednern an und sehe das genauso. Da ich mir schon dachte, wie das hier ankommen wird, habe ich den Artikel eingestellt.

    Und zum Thema moderne Interpretationen: leider sind die oft austauschbar und haben kein eigenes Flair.

    Ich stimme ebenfalls dem ersten Kommentar des Links zu. Und das leise Knistern macht ja gerade den Charme aus. Mein Neffe, der eine Ecke jünger ist als ich, legt sich immer wieder solche Aufnahmen auf Schallplatten zu. Das boomt ja gerade.

    Ich werde jedenfalls meinen ziemlich umfangreichen Plattenschrank mit Sicherheit nicht entsorgen. Und vielleicht machen das ja später nicht mal meine Kinder....;)

    Meine ererbte, wunderschön gestaltete Meyer's Lexikonreihe von 1897 werfe ich ja auch nicht weg.

  • "Der Krampf mit den historischen Aufnahmen":


    https://www.wienerzeitung.at/n…storischen-Aufnahmen.html

    Aus dem Artikel:


    Die Neunte Sinfonie, dirigiert von Wilhelm Furtwängler, aufgenommen im März 1942. Anlass war das Festkonzert zu Adolf Hitlers Geburtstag.


    Stimmt das überhaupt? Meint der Autor wirklich die März-Aufnahme? Es gibt auch eine vom 19.04.1942, dürfte die nicht eher zu Hitlers Geburtsag passen?

  • Es gibt auch eine vom 19.04.1942, dürfte die nicht eher zu Hitlers Geburtsag passen?

    Ja, das war sie auch. Furtwängler bestand darauf, am 19.4. das Konzert zu geben und nicht direkt an Hitlers Geburtstag.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Die Aufnahme vom 19.04.1942 kann man für 3.29 EUR bei Amazon als MP3- Datei herunterladen Lohnt sich!


    Haben Sie das gemacht, parlando?

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Wennn ja, dann ist die Datei ja jetzt schon weg. :(

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Danke, parlando, für Ihre Hilfe! Ich habe Sie da auf eine falsche Fährte gelockt. Nehmen Sie mir den Scherz...


    dann ist die Datei ja jetzt schon weg.

    ...bitte nicht übel!

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Gerade lese ich in einem Forum zu den zwei Aufnahmen:

    1) "vom 22~24. März. 1942, Philharmonie, Berlin

    mit den Berliner Philharmonikern, Bruno Kittel Chor, Tilla Briem(S), Elisabeth Höngen(A), Peter Anders(T), Rudolf Watzke,

    zu haben bei jpc.de

    [Blockierte Grafik: http://www.hifi-forum.de/images/tsmilies/1.gif]http://www.jpc.de/jp.../classic/rsk/hitlist Im Rahmen einer Tahra Serie mit mehreren Furtwängler 9ten."

    2) "vom 19. Apr. 1942(ev. Philharmonie, Berlin)

    mit den Berliner Philharmonikern, Bruno Kittel Chor, Tilla Briem(S), Gertrude Pitzinger(A), Helge Rosvaenge(T), Rudolf

    Watzke(B)

    Aufgenommen am Vortag zu Hitlers 53 ten Geburtstag.

    Archipel ARPCD 0270

    [Blockierte Grafik: http://www.hifi-forum.de/images/tsmilies/1.gif]http://www.jpc.de/jp.../rk/home/rsk/hitlist "


    aus: http://www.hifi-forum.de/viewthread-195-151.html

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Nachtrag: Die Links zu jpc stimmen nicht mehr, wie ich feststelle. Aber vielleicht gibt es die Aufnahmen dort trotzdem noch zu erwerben.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)