Sir Simon Rattle

  • Unter dem Titel "Liebesheirat" erschien heute natürlich ein langer Artikel zur Berufung von Sir Simon Rattle als Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters. Leider nur "reduced":


    Sir Simon Rattle wird Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters und Nachfolger des verstorbenen Mariss Jansons. Die Position des Münchner Orchesters an der Weltspitze ist damit unangefochten.

    von Reinhard J. Brembeck


    https://www.sueddeutsche.de/ku…ns-1.5170475?reduced=true


    Reaktionen in München:


    "Ein echter Coup für die Musikstadt"

    Die Berufung von Sir Simon Rattle zum neuen Chefdirigenten des BR-Symphonieorchesters begeistert Kulturschaffende und Politiker. Sie hoffen auf Rat für den Bau des neuen Konzerthauses.


    https://www.sueddeutsche.de/mu…ttle-reaktionen-1.5170833

  • Rattle wird Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters

    Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks setzt die Reihe seiner renommierten Chefdirigenten fort. Nach Mariss Jansons folgt nun Sir Simon Rattle - ein berühmter Name in der Musikwelt.

    http://www.abendzeitung-muench…onieorchesters-art-697504


    Simon Rattle wird Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters

    Noch steht Sir Simon Rattle dem London Symphony Orchestra vor. Doch nun hat der Dirigent dem Bayerischen Rundfunk zugesagt. In München wird er dem 2019 verstorbenen Mariss Jansons nachfolgen.

    http://www.spiegel.de/kultur/m…c2-4982-a207-c54515de01d8

  • Diese Argumentation ist seltsam, geht es hier um ein Fußballspiel?

    Ich glaube, Rattle kommt dem Repertoire des BR-Symhonieorchesters sehr entgegen; die probieren gern mal was Neues aus, für das klassische und romantische Repertoire haben sie andere Dirigenten; das sieht für mich alles sehr gut aus....


    Allein diesem Orchester vorzuwerfen, es würde Personalentscheidungen als Tritt nach Berlin betreiben....

  • Vielen Dank, liebe ira!Haben Sie eine Ahnung, was er meint, mit dem "humansten" Orchester?

    Und was meint er hiermit:

    "Er habe das Gefühl, dass Rafael Kubelík noch immer im BR-Klang anwesend sei. Obwohl es keinen Musiker mehr gibt, der unter dem legendären BR-Chefdirigenten zwischen 1961 und 1979 noch gespielt hat." Was ist dieser "Kubelik - Klang"?

    Danke für Ihre Verstehenshilfe im Voraus!

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • "Er will dem LSO aber auf Lebenszeit bis zu sechs Wochen jährlich schenken."

    Wird man das "schenken" hier wörtlich verstehen dürfen?

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • !Haben Sie eine Ahnung, was er meint, mit dem "humansten" Orchester?

    Und was meint er hiermit

    Eine schwache Ahnung habe ich: als Mariss Jansons schon krank war, gab es einmal eine Sendung im bayerischen Fernsehen, in dem Orchestermitglieder interviewt wurden zu ihrem Verhältnis zu Mariss Jansons. Es war tief beeindruckend, in welch höchsten und liebevollen Tönen die Musiker Mariss Jansons quasi in den Himmel gehoben haben. Und ihn gegen jeden Hauch eines Angriffs verteidigt haben, von welcher Seite auch immer der kam. Sie haben ihren Chef gliebt.


    Was ist dieser "Kubelik - Klang"?

    Ich verbinde mit Rafael Kubelik einen romantischen Klang. Ob Sir Simon das meint, weiß ich nicht.

    Er war Spezialist für Slawisches, da gibt es sehr gute Aufnahmen mit ihm.

    Wird man das "schenken" hier wörtlich verstehen dürfen?

    Wahrscheinlich ist das eher im übertragenen Sinn zu verstehen. ;)

  • Danke sehr für Ihre kenntnisreichen Einschätzungen!

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Kennen Sie eigentlich das Requiem von R. Kubelik? Ich habe es leider nie gehört und kenne auch keine Aufnahmen.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Dirigent Simon Rattle leitet künftig die BR-Symphoniker und nennt sie das weltweit "humanste" Orchester.

    In einem kurzen Beitrag in der BR Mediathek ( https://www.br.de/mediathek/vi…:5ffcbd02534c7b00138256bb ) benutzt Rattle sogar das deutsche Wort "Menschlichkeit", um die BR-Symphoniker zu charakterisieren, und betont dann den Unterschied zu den Berliner Philharmonikern, der ihn erst hat lernen lassen, wieviele "verschiedene Deutschlands" es gibt. Im Fußball nennt man so etwas wohl "Nachtreten" - so wird man es möglicherweise jedenfalls in Berlin empfinden.;)

  • Rattle sprach auch von "Wärme und Herzlichkeit".

    Und genau so habe ich diese Orchestermusiker in der oben erwähnten Sendung auch empfunden.

    Und Empathie war spürbar. Einer Musikerin kamen die Tränen, als es um Mariss Jansons Krankheit ging.

    Ich glaube, wenn sie sich mal für einen Dirigenten entschieden haben, gehen sie mit ihm durch dick und dünn.

  • In einem kurzen Beitrag in der BR Mediathek ( https://www.br.de/mediathek/vi…:5ffcbd02534c7b00138256bb ) benutzt Rattle sogar das deutsche Wort "Menschlichkeit", um die BR-Symphoniker zu charakterisieren, und betont dann den Unterschied zu den Berliner Philharmonikern, der ihn erst hat lernen lassen, wieviele "verschiedene Deutschlands" es gibt. Im Fußball nennt man so etwas wohl "Nachtreten" - so wird man es möglicherweise jedenfalls in Berlin empfinden.;)

    Aus meiner Sicht ist das kein kluges Statement vor Übernahme einer neuen Spitzenposition. Soll daraus der Schluss gezogen werden, die "Berliner" seien unmenschlich? Und Polarisierung ist ja nun wirklich kein gutes Kommunikationsprinzip für eine Führungsposition.

  • Um das nochmal in Erinnerung zu rufen: Wenn ich Artikel hier einstelle, heißt das keineswegs, daß ich dem Inhalt zustimme. Diesem hier ganz bestimmt nicht...Im Gegenteil, ich finde ihn schlicht unverschämt.


    Direkt so übernommen aus dem Neuen Merker:


    Am Beispiel Sir Simon Rattle: "Die Alten an die Front"

    Der einzige kritische Kommentar weltweit zu Simon Rattles Berufung

    http://o-ton.online/kommentare…n-rundfunk-zerban-210112/

  • Wenn ich Artikel hier einstelle, heißt das keineswegs, daß ich dem Inhalt zustimme.

    Das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Aber offenbar muss man ab und zu mal darauf hinweisen, um Missverständnissen vorzubeugen.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Diesem hier ganz bestimmt nicht...Im Gegenteil, ich finde ihn schlicht unverschämt.

    Da kann und möchte Ihnen vehement beipflichten. Wobei ich noch hinzufügen möchte: ich finde den Artikel nicht nur unverschämt, sondern auch ausgesprochen dumm.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)