Edita Gruberova zum 70.

  • (Einen Thread für Edita Gruberova habe ich nicht gesehen, falls es doch einen geben sollte, werde ich diesen hier wieder löschen)

    Edita Gruberova feiert heute ihren 70. Geburtstag. Zu diesem Ereignis möchten auch wir gratulieren, herzlichen Glückwunsch!


    Die Print-Ausgabe der SZ titelt dazu im heutige Feuilleton, S. 13:


    Naturkunstwunder
    Edita Gruberova, Königin der Koloratur, wird 70


    von Helmut Mauró


    "Sicher, die ursprüngliche Belcanto-Technik ist im 20. Jahrhundert gründlich ausgestorben, aber wenn man die Gruberova, bereits jenseits der 60, mit der Casta-diva-Arie aus Vincenzo Bellinis "Norma" mit ihrer ganz eigenen Art des Canto fiorito, der kunstvolle Ausschmückung des Gesangs, hört - ohne die hochdramatische Geste, mit der die Callas diese Partie zu einem Gewaltakt stilisiert -, wie sie in alter Manier die rasenden Läufe federleicht auf den Atem legt, dann vergisst man den Traditionsbruch schnell."


    http://www.sueddeutsche.de/kul…-unbefangenheit-1.3306551

  • DAS Beispiel mag o.k. sein, aber aus Beispiele JÜNGERER Zeit ersparen wir uns lieber.

    Ich habe den Bezug auf mein Beispiel (miß) verstanden. Ja, genau, das "aber" hat mir gefehlt.
    Ansonsten: Jawohl, mit den Beispielen aus jüngerer Zeit haben Sie recht. Das lassen wir lieber, hatte ich auch nicht vor.


    bevor Sie hier gleich loswettern.

    Mach' ich doch NIE :D Der Beitrag Nr. 4 war ja auch wohl kein "Loswettern". Das sind Sie sehr oft schon deutlich besser.

  • Meine Erstbegegnung mit Edita Gruberova geht auf das Jahr 1969 zurück. Der Betrieb. In dem ich als Cheftechnologe tätig war, exportierte Gußteile für LKW-Bremsen der Tatrawerke an einen Zweigbetrieb nach Bánovze nad Bebravou. Mit der Bearbeitung des für den Betrieb neuen Werkstoffs „Gusseisen mit Kugelgraphit“ hatte man Probleme und so wurde ich abgeordnet.
    Bei den Abendtreffen mit den Kundenpartnern hatte ich mal einfließen lassen, dass wir in Leipzig häufig Opernaufführungen besuchen. Dabei meinte einer der Partner, dass man seit einiger Zeit im Opernhaus Banská Bystrica eine junge Sängerin habe, die alles an die Wand singt.
    Die gastfreundlichen slowakischen Partner organisierten umgehend eine Fahrt und einen Opernbesuch in Banska Bystrica.
    So habe ich die 22-jährige Anfängerin nach meiner Erinnerung als Mimi in La Boheme an einem prachtvollen und beeindruckenden Opernabend erleben dürfen.
    Bei Google wird zwar immer La Traviata als ihre Glanzrolle in Banská Bystrica berichtet. Aber sollten meine Erinnerungen so verschoben sein?
    Auf jeden Fall war ich kaum verwundert, als die „Gruberova“ bereits kurze Zeit später in Wien auftauchte und dann die uns bekannte Karriere absolvierte.

  • Für alle Fans der Belcanto-Königin eine Info bzw. für alle die, die es noch nicht wissen: Die Wiener Staatsoper hat des neuesten Live-Mitschnitt aus ihrem Archiv auf CD präsentiert: "Lucia di Lammermoor" März 1978. In der TP natürlich Edita Gruberova, desweiteren Enrico: Matteo Manuguerra, Edgardo: Peter Dvorsky, Raimondo: Siegfried Vogel, Arturo: Thomas Moser u.a.

  • Man weiß gar nicht was tragischer ist, dass da vom Tagesspiegel ein Jüngelchen hingeschickt wird, das noch nicht mal begoren war, als Grubsi mit Zerbinetta, Königin der Nacht oder Konstanze wirklich Weltklasse war oder dass selbiges denkt, das was er da gehört hat wäre Belcanto oder richtig intoniert

  • Pereira ließ noch etwas mehr verlauten:

    For Mrs Gruberová was important to keep her voice in shape thanks to regular artistic performances. The situation created by the virus made it impossible to maintain a singing routine, as all the events were canceled. Since August, Mrs. Gruberová has therefore resumed the preparation of the ambitious program scheduled for the evening of 3 October 2020. Despite her extraordinary commitment, Edita Gruberová informed us today of her desire to end her career.