Carlos Kleiber

  • Ach, es gab da so einen gewissen Herrn Furtwängler, weiß nicht ob Sie den Namen schon mal gehört haben. Dessen "Tristan"-Interpretation soll auch nicht so ganz schlecht gewesen sein.

  • Ach, es gab da so einen gewissen Herrn Furtwängler, weiß nicht ob Sie den Namen schon mal gehört haben. Dessen "Tristan"-Interpretation soll auch nicht so ganz schlecht gewesen sein.

    Furtwängler ist mir ein Begriff, ich bin vom Dirigentenfach und ja, seine Aufnahme ist majestätisch, wobei ich Kleiber fast noch etwas besser finde.

  • Wagner hat "Tristan" nie selbst dirigiert und somit auch nicht vertont, er hat ihn nur komponiert, das versteht man im Dirigentenhandwerk nicht unter Vertonung.

    Vielleicht sollten Sie sich mal über die Semantik des Verbs "vertonen" etwas schlau machen...

  • Vielleicht sollten Sie sich mal über die Semantik des Verbs "vertonen" etwas schlau machen...

    Übrigens eine interessante Frage (nicht die nach der Semantik, die ist ja klar): Seit wann gibt es dieses Wort? Es scheint ja am besten zu seiner Verwendung in der Filmbranche zu passen. Wurde es schon vorher benutzt, oder ist es von dort auf die Musik übertragen worden? Hat da jemand sichere Kenntnisse?

  • Ihr merkt einfach nicht, wer von Euch immer als erster persönlich wird, was? Innerhalb von 24 Stunden nun dieser Schweizer, Minnie und auch noch Sie. Was soll das?

  • Lass ihn. Er will nur spielen. Begreifen wird er es sowieso nicht.

  • Schauen Sie mal, Minnie: Jetzt hab ich es an drei konkreten Beispielen gezeigt. Und Sie können sich nur melden und rufen: Nein, wir waren es gar nicht, oder vielleicht auch, aber eigentlich immer ihr! Ihr wart es! Das ist schon lustig.

  • ich bin vom Dirigentenfach und

    Das prädestiniert Sie doch, uns, die wir das nicht sind, etwas präziser zu beschreiben, worin die Größe Pretres und Kleibers genau gelegen hat! Ob bei Wagner oder im Neujahrskonzert. Etwas spezifischer als "majestätisch" dürfen Sie hier werden, es sind einige Leute dabei, die des Notenlesens mächtig sind. Mich würde interessieren, ob z. B. Karl Böhms einstiges Ansehen zu Recht gesunken ist, vielleicht können Sie dazu etwas beitragen. Aber sich beschweren (im kurzzeitig sichtbaren, jetzt wieder gesperrten Thread WARNUNG VOR DIESEM FORUM) über einen Tonfall, der einem "Meister Richard Wagner" gewidmeten Forum nicht würdig sei, ist nicht der rechte Weg. Denn wer sich Richard Wagners Werk würdig erweisen will, sollte aufhören, ihn als Meister zu titulieren.

  • Wagner war ein Meister, wie auch Beethoven und Mozart und Böhm und Kleiber!


    Jeder, der Böhm, Prêtre und Kleiber kannte und die Aufnahmen vergleicht wird mit etwas Geschick schnell heraushören, wo die Vorzüge liegen. Kleiber war besonders akribisch und interpretierte die Straußdynastie so fantastisch, dass seine Walzer klangen, als wären sie vorher eingespielt worden. Von ihm stammt, nicht zu unrecht, der Satz: "Ein Walzer muss geschoben, nicht gezogen werden!" Gleichzeitig wird schnell deutlich, mit welch hohem Musikverständnis er "Tristan und Isolde" interpretierte und dirigierte. Seine Partituranweisungen sind so genau, präzise und stimmen mit dem überein, was sein sollte.
    Prêtre schaffte es, bei beiden NJKn eine Leichtigkeit und Beschwingtheit der Musik zutage zu fördern, die nur Kleiber übertraf, da seine Interpretationen am besten stimmten.
    Prêtre weist also hohe Fähigkeiten zum Dirigat auf, wenn man sich seine Polka schnell "Auf zur Jagd" anhört, merkt man, dass er nicht die Linzer Fassung nahm, sondern die Salzburger, die tatsächlich Veränderungen beinhaltet, die man hören musste.


    Böhm ist für mich ein ewiger Wagnerschüler. Er hat besonders in der Götterdämmerung in der Leitmotivschule ewig gebraucht, um sich das Hauptthema der Nornen korrekt draufzuschaffen, er verstand es nicht, Wagners Meinung zum Thema "Die Meistersinger von Nürnberg" in der Musik so auszudrücken, wie Wagner es wollte, dafür gelang ihm die Walküre umso besser.


    Noch Wünsche?

  • Wagner hat die Berliner Erstaufführung des Tristan dirigiert und sich anschließend bei der Staatskapelle dafür bedankt...

    Die Erstaufführung dirigierte, wie auch von Wagner gewünscht, Hans von Bülow. Ein Verwandter des späteren Reichskanzlers Bernhard von Bülow, übrigens.
    Das ist nachzulesen in Wagners "Mein Leben", sowie in der guten Biographie Ulrich Drüners.