Christian Thielemann

  • Im Vergleich zu dem legendären "Zeit"-Interview ist er zumindest vorsichtiger geworden, sich nicht in die Karten schauen zu lassen.
    https://www.zeit.de/2012/44/Ch…lemann-Semperoper-Dresden


    Wobei ich schon finde, dass auch aus dem SZ-Interview deutlich wird, wie sich Thielemann gern sieht (bzw. gesehen werden möchte), wobei ich eben nicht davon ausgehe, dass das eine "Rolle" wäre, die ihm nicht liegen würde ...

  • Wobei ich schon finde, dass auch aus dem SZ-Interview deutlich wird, wie sich Thielemann gern sieht (bzw. gesehen werden möchte), wobei ich eben nicht davon ausgehe, dass das eine "Rolle" wäre, die ihm nicht liegen würde ...

    Klug geschlussfolgert, aber das trifft ja auch auf die hier vertretenen Foristinnen und Foristen zu!

  • Ja, klar, kein Dissenz! Ob uns das immer so glückt, steht auf einem anderen Blatt, aber natürlich versuchen wir das alle (ich weiß, jetzt werden einige ganz schnell und aufgeregt widersprechen).
    Das Gute an dem Interview ist aber, und das macht dann eben guten Journalismus aus, dass hier und da schon tiefere Einblicke möglich sind, die m.E. auch hinter die Rolle blicken lassen (oder zumindest deutlich werden lassen, dass die Rolle zur Person durchaus passt).

  • Ich denke er hat tatsächlich einen an der Waffel, kultiviert das aber auch gern.

    Da haben wir aber schon Durchgeknallteres von ihm gelesen...


    Edit: wahrscheinlich habe ich an das hier gedacht:

    Im Vergleich zu dem legendären "Zeit"-Interview ist er zumindest vorsichtiger geworden, sich nicht in die Karten schauen zu lassen.
    zeit.de/2012/44/Christian-Thielemann-Semperoper-Dresden


    (Lässt sich leider nicht mehr gebührenfrei öffnen.)

  • Das "Zeit"- Interview habe ich noch nicht gelesen, aber das im SZ-Magazin finde ich ausgesprochen witzig. Das ist definitv keine "Rolle", die er spielt. Andere Interviews sind ähnlich. Man kann sich auf Dauer nicht verstellen. Und ja, Friedrich, ich widerspreche (wenn auch nicht schnell und keineswegs aufgeregt), ich spiele hier keine "Rolle". Ich habe nämlich keine Lust, mich zu verstellen. Wäre mir viel zu anstrengend.
    In dem SZ-Interview habe ich auch gelernt, daß Schönberg bei seiner Oper "Moses und Aron", das 2. "a" bei Aaron weggelassen hat, weil er eine Phobie vor der Zahl 13 hat. Und nicht etwa, weil die Schreibweise ohne zwei "a" richtig wäre, wie hier im Forum vermutet wurde.

  • Das "Zeit"- Interview habe ich noch nicht gelesen, aber das im SZ-Magazin finde ich ausgesprochen witzig. Das ist definitv keine "Rolle", die er spielt. Andere Interviews sind ähnlich.

    Man sollte auch nicht vergessen, dass Thielemann einer der wenigen Superstars im Business ist, der nicht nur kein Management hat, sondern der auch keine PR-Agentur beschäftigt, die ihn medial glatt und gefällig bügelt. Im Gegensatz zu den Vielen, ist nach meiner Wahrnehmung bei ihm immer ein Interview sehr viel typischer, weil das stromlinienförmige Neusprech wegfällt. Noch beinahe jedes Interview im Printbereich wird heutzutage erst publiziert, wenn es freigegeben worden ist. Etwas, was bei CT jedenfalls niemals ein angestellter Wortgärtner macht.