• "des unerträglich und emblematisch deutschesten aller deutschen Komponisten "


    Oh bitte, was ist das für ein Quark! Wenn der Rest auch auf dem Niveau ist, dann "Gut' Nacht, Marie!"

    "Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel."

  • Ich habe mir das Kapitel über die Krokodile angeschaut und fand es sehr erhellend.
    Danke für den Link, opernwahn.

  • Zitat BR:
    "Und auch Albert Dohmen als Rheingold raubender und der Liebe entsagender Nibelung Alberich beeindruckte durch stimmliche Varianz und Vielfalt...."



    .....und durch seine üblichen Vokalverfärbungen. Aber beim Alberich paßt's.

  • Die sog. musikalischen "Lobeshymnen" in der SZ sind leider nicht online:


    Klettern in Bayreuth
    In der "Walküre" überzeugen die Darsteller nicht nur klanglich


    http://www.sueddeutsche.de/kul…th-1.3612028?reduced=true


    "Musikalisch aber ist die Aufführung grandios. Das beginnt damit, daß der Dirigent Marek Janowski mit dem Festspielorchester eine gute Balance zwischen kleinräumigen Dynamik- und Agogikeffekten einerseits und homogenem, süffigem Gesamtklang andererseits findet.
    Lediglich die Holzbläser und insbesondere die Klarinetten tönen manchmal unrund im Vordergrund. Wenn's weiter nichts ist."


    (Von den Sängern hat besonders John Lundgren als Wotan dem Rezensenten gefallen)

  • Ich saß gestern im dritten Aufzug Siegfried und war ganz angetan. Hervorheben möchte ich Frau Foster. Eine wirklich großartige Sängerin, da war jedes einzelne Wort zu verstehen und bombensichere Spitzentöne konnte man da hören...leider klang für mich das allerdings sehr unemotional. An den Stellen "Heil dir, Sonne! Heil dir, Licht!" und "Ewig war ich, ewig bin ich" wurde es derart kühl im Festspielhaus, dass man denken konnte, Foster wisse nicht was sie da singt.
    Für mich eine wirklich tolle Sängerin die extrem langweilig ist.

  • Ich saß gestern im dritten Aufzug Siegfried und war ganz angetan. Hervorheben möchte ich Frau Foster. Eine wirklich großartige Sängerin, da war jedes einzelne Wort zu verstehen und bombensichere Spitzentöne konnte man da hören...leider klang für mich das allerdings sehr unemotional. An den Stellen "Heil dir, Sonne! Heil dir, Licht!" und "Ewig war ich, ewig bin ich" wurde es derart kühl im Festspielhaus, dass man denken konnte, Foster wisse nicht was sie da singt.
    Für mich eine wirklich tolle Sängerin die extrem langweilig ist.

    Ich weiß nicht, ob das nicht auch zu einem guten Teil Castorf geschuldet ist. Das Finden des "hohen Paars" ist - ich nehme an, es gab hier keine signifikante Änderung zu 2013 - eben auch extrem kühl und abweisend inszeniert. Den dritten Akt Siegfried fand ich eigentlich das größte - wenn nicht gar einzige echte - Ärgernis im Castorf Ring. Zumal 2013 in Ring III das zweite Krokodil (ja, damals waren es nur 2!) bereits im Streit nach Berlin abgereist war...

  • Mir hat Foster insgesamt sehr gut gefallen. Die Inszenierung lässt einen emotional nicht gerade mitfiebern, insofern würde ich es nicht ihr ankreiden wollen, wenn der Eindruck ein anderer als sonst ist. Ich denke sie weiß sehr gut was sie da singt, ist allerdings sehr dem Regiekonzept vepflichtet, welches mir nach zwei Jahren Ringpause in Bayreuth erstaunlich gut zusagt. Zumindest finde ich besseren Zugang als die ersten Jahre.


    Sehr interessant war für mich die kurze Abfolge von drei Wotaninterpreten. Für mich hatte hier Lundgren die Nase vorn. Etwas kerniger als Mayer, aber dafür auch mehr Göttervaterkraft und Ausdruck. Paterson fiel zu den Beiden deutlich ab. Der Tiefpunkt bisher eindeutig der Loge von Saccà und die Walküren. Auch mit Janowskis Interpretation und Handwerk kann ich mich nicht anfreunden. Zu oft stimmt die Abstimmung zwischen Sänger und Orchester nicht und ich empfinde diesen Einheitswohlklang im Orchester als überaus fad.

  • Das Finden des "hohen Paars" ist - ich nehme an, es gab hier keine signifikante Änderung zu 2013 - eben auch extrem kühl und abweisend inszeniert.

    Zum größten Teil war der (die) Partner(in) irgendwo im hinteren Teil der Bühne beschäftigt. Da war ein "Finden" kaum möglich.

    Den dritten Akt Siegfried fand ich eigentlich das größte - wenn nicht gar einzige echte - Ärgernis im Castorf Ring.

    Volle Zustimmung!

  • Der Preisverfall der Ringkarten bei den Auktionshäusern nimmt augenscheinlich an Fahrt auf.


    Die AGB der B.F. verbieten bekanntlich einen Weiterverkauf der Karten, u.a. mit
    der Maßgabe Gewinn zu erzielen, da die B.F. staatlich gefördert werden.


    Wenn nun so eine staatlich geförderte Karte verschleudert wird,
    ist das Verschwendung von Steuergeldern.


    Wer hat Schuld: Castorf, Verkäufer, Käufer , Reingold , Th.E. ?