Zukunftsperspektiven für die Bayreuther Festspiele

  • Hauptsache , man fühlt sich für die BF verantwortlich und gibt das auch zu erkennen.

    Naja, sich verantwortlich fühlen alleine ist nicht auch schon per se positiv. Die Frage ist, was man darunter versteht und was genau man warum anders haben will als vorher. Da wäre einiges mehr an Transparenz wünschenswert.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Da habe ich auch schon drauf gewartet. Aber was heißt hier Plaudertasche? Haben Sie das hier schon vergessen:

    Seine Analysen von Opernaufführungen sind meist auf den Punkt und flott geschrieben. Einer der artikuliertesten und best vernetzten Musikjournalisten unserer Tage.

    ?

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Na ja, nur noch einmal zur Sicherheit: mein "Keilriemen" - Zitat war natürlich ironisch gemeint.

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    Umfasste das griechische Kunstwerk den Geist einer schönen Nation, so soll das Kunstwerk der Zukunft den Geist der freien Menschheit
    über alle Schranken der Nationalitäten hinaus umfassen; das nationale Wesen in ihm darf nur ein Schmuck, ein Reiz individueller Mannigfaltigkeit,
    nicht eine hemmende Schranke sein. (R. Wagner, Kunst und Revolution, 1849)



  • Die Reaktion von Frau Wagner auf die Aussagen der Ministerin ließ nicht lange auf sich warten: https://www.pnp.de/nachrichten…von-Akteuren-3877670.html

    In dem Artikel wird auch Georg von Waldenfels zitiert:

    Georg von Waldenfels, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Bayreuther Festspiel GmbH, erklärt wiederum gegenüber der PNP, dass die Aussagen der Staatsministerin mit den weiteren Gesellschaftern "nicht abgestimmt waren", so Waldenfels im Gespräch.


    Die von Frau Prof. Grütters angestrebten Satzungsänderungen kann ein Minderheitsgesellschafter (Bund) nur in Abstimmung mit anderen Gesellschaftern erreichen. Insofern dürften die medialen Äußerungen von Frau Prof. Grütters bei den anderen Gesellschaftern eher zu hoch gezogenen Augenbrauen geführt haben [so interpretiere ich mal die Einlassung von Herrn von Waldenfels]. Das jetzige Kabinett, dem Frau Prof. Grütters angehört, hat eine überschaubare Restlaufzeit. Ob das Vorgehen von Frau Prof. Grütters geeignet ist, strukturelle Änderungen, die auch in der Satzung verankert sein müssten, herbeizuführen, erscheint mir zweifelhaft.


    Nach der nächsten Bundestagswahl dürfte die Karten hinsichtlich der Kabinettszugehörigkeit neu gemischt werden. Wobei Ihre jetzige Chefin, Frau Dr. Merkel, ein regelmäßiger Besucher der BF ist und Einblick haben müsste, was die künstlerischen Leistungen auf dem Grünen Hügel angeht. Vielleicht hat Frau Prof. Wagner sogar die Telefonnummer von Frau Dr. Merkel.


    PS: Herr Karl-Theodor zu Guttenberg, Frau Schavan und Frau Giffey haben mit ihren Promotionen einen Fehler gemacht. Sie hätten sich für eine Honorarprofessur entscheiden sollen (wie Frau Prof. Grütters und Frau Prof. Wagner). Kein Arger mit Vroniplag und Konsorten. Und der Zeitaufwand dürfte auch nicht höher sein. Eine Promotion scheint nicht notwendige Voraussetzung für eine Honorarprofessur zu sein. Anders als bei Frau Dr. Merkel („Untersuchung des Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten auf der Grundlage quantenchemischer und statistischer Methoden“) habe ich bei Frau Prof. Grütters und Frau Prof. Wagner in der Deutschen Nationalbibliothek auf die Schnelle keinen Hinweis auf eine Doktorarbeit gefunden.

  • Gleichzeitig betont Grütters:

    Es ist mir wichtig, dass wir die Situation gemeinsam und in konstruktivem Dialog mit Katharina Wagner überprüfen, denn ich schätze ihre Arbeit sehr und arbeite gut mit ihr zusammen. Es geht mir nicht darum, die traditionelle Bedeutung der Familie Wagner für die Bayreuther Festspiele in Frage zu stellen. Ich gehe mal davon aus, dass diese Aussage von Frau Prof. Wagner auch als Drohung verstanden werden kann.


    Frau Prof. Grütters verstehe ich so, dass dem Grundsatz „Wer zahlt bestimmt“ bei der Stiftung mehr Geltung verschafft werden soll und sich die Freunde und die Familie zukünftig am Katzentisch wiederfinden sollen.


    [Das war die erste journalistische Arbeit von Herrn Brüggemann, die ich zur Kenntnis genommen habe. Und die braucht sich nicht hinter anderen Arbeiten in den Onlinemedien zu verstecken.]

  • „Jetzt, da Bund und Land sich als Mehrheit-Teilhaber der GmbH prinzipiell bereit erklärt haben, die 187 Mio. teure Renovierung des Festspielhaues zu übernehmen, will Monika Grütters die Struktur zuvor auf den Prüfstand stellen. Dabei geht es vor allen Dingen um die Frage, ob Bund und Land trotz erheblicher finanzieller Sanierungsleistungen mit Steuergeldern zulassen können und wollen, dass die Stiftung weiterhin alleinige Eigentümerin des Festspielhauses bleibt und das Haus so als „Faustpfand“ der eigenen Mitbestimmung nutzen kann.“


    Es wird ein Konnex hergestellt zwischen

    • den erheblichen finanziellen Sanierungsleistungen, die von Bund und Land (und nicht von den Freunden und nicht von der Familie) gestemmt werden und
    • dem Umstand, dass die Stiftung alleinige Eigentümerin des Festspielhauses ist, aber wohl nicht bleiben soll.

    Die Mitbestimmungsrechte über das Festspielhaus – so verstehe ich Frau Prof. Grütters – sollen entsprechend der Beteiligung an der Finanzierung des Festspielhauses begründet werden. Und finanziert wird die Renovierung ganz überwiegend von Bund und Land. Da bleibt wenig Raum für die Mitbestimmungsrechte Dritter.