Mariss Jansons

  • Über so manche Stellen in diesem Artikel habe ich mal wieder sehr geärgert. Typisch Brembeck:


    Zitat:

    "Doch der damit einhergehende affirmative Breitwandsound, den Hollywoodfilme schon früh adaptiert haben und die zugleich behauptete Genieästhetik wirken heute und anders als noch vor der Jahrtausendwende nicht mehr zeitgemäß." (in der Online Version heißt es "nicht mehr ganz zeitgemäß")

    Und dann ein Passus, der interessanterweise in der Online-Version ganz fehlt:

    "Jüngere Dirigenten zeichnen einen deutlich zerschrundeteren Mahler, in dem große Gefühle sehr viel fragwürdiger wirken als bei Mehta, der sie noch immer mit großem romantischen Pathos zu beleben weiß."


    Tolle Wortschöpfung: "zerschrundeter". Was soll das? Mahler selbst ist "zerschrundet" genug! Und Mahler IST "großes romantisches Pathos"!

    Wen wünscht sich denn Brembeck als Nachfolger? Etwa Teodor Currentzis? Der Himmel verschone uns!


    Jedenfalls war es ein großartiges, zutiefst berührendes Konzert. Mit einem phantastischen Zubin Mehta.

  • Zitat:

    "Jüngere Dirigenten zeichnen einen deutlich zerschrundeteren Mahler, in dem große Gefühle sehr viel fragwürdiger wirken als bei Mehta, der sie noch immer mit großem romantischen Pathos zu beleben weiß."

    Ja und in ein paar Jahren wird man es wieder ganz anders machen und das also richtig empfinden. Interpretationen sind zeitgebunden, richtig und falsch gibt es da nicht.

    It is only shallow people who do not judge by appearances. The true mystery of the world is the visible, not the invisible. Oscar Wilde