Oper Halle

  • https://www.mdr.de/kultur/bueh…lle-florian-lutz-100.html formuliert das als „spätestens 2021“, so als ob eine vorzeitige Entlassung („sollen dienstrechtliche Verfehlungen künftig konsequent arbeitsrechtlich geahndet werden“) bereits als wahrscheinlich gilt.


    Erhebliche Diskussionen im Stammpublikum gab es jedenfalls. Was mir davon erzählt wurde, bezog sich ganz konkret auf Details bestimmter Inszenierungen, die mit regelrechter Verstörung aufgenommen wurden. (Kann es nicht mehr konkret zitieren, es würde ohnehin nur wieder eine Diskussion über „aussagekräftige Farbfotos“ werden.) Sieht so aus, als hätten die Neuankömmlinge keinen richtigen Draht zum bestehenden Publikum gefunden. Es ist wahrscheinlich eine nicht ganz unwichtige Frage, warum das so ist.


    Ansonsten ist die Nichtverlängerung letztlich nur konsequent, nachdem schon dem GMD der Stuhl vor die Tür gestellt wurde, unter wohl einigermaßen unwürdigen Umständen: https://www.mz-web.de/halle-sa…ublikum-lebewohl-30650968


    Dann also weiterhin viel Erfolg unter Führung der Dilettanten, Intriganten und Frustrierten ...

  • Darüber wollte ich nun (noch) nicht herziehen, weil auf http://www.halle.de/de/Verwaltung/Presseportal/ kein solcher Text vom Freitag zu finden ist. Vielleicht fällt einem, falls er morgen in seiner ganzen Pracht zu bestaunen sein sollte, noch ganz anderes dazu ein ...


    Beim Stichwort Immersion ist mir jedenfalls noch etwas aus Hölle/Saale eingefallen: Es gab da auch mal eine Produktion, die in diese Richtung ging, was beim eintretenden Publikum teilweise zu Verunsicherung führte. Da soll das Abendpersonal völlig unsensibel und geradezu herrisch aufgetreten sein. So kann das natürlich nichts werden ...

  • Liest sich nach einer schon recht außergewöhnlichen Begebenheit, geschildert von einem Autor, der durchaus nicht als Verteidiger des Wahren, Guten und Schönen aufzufallen pflegt:

    Zitat

    Die einen kommen mit aufklärerischem Anlauf und rennen, wenn es ein muss, auch schon mal durch weit offen stehende oder zumindest nicht verschlossene Türen. Die anderen verteidigen die Oper, wenn auch mit schlechtem Gewissen und recht defensiv. Wenn der Vasco-Sänger plötzlich aus seiner Rolle tritt und in einer überzogenen (gleichwohl nicht falschen) Tirade das europäische Kulturerbstück Oper und sein zu Abstraktion fähiges Publikum verteidigt, krönt er das mit dem Ausruf: wir befinden uns hier in der Oper, also im Musiktheater. Und nicht „im durch Videokunst geschwängerten Sprechtheater mit musischer Untermalung!“ Da applaudieren das Publikum und selbst die Musiker im Graben spontan.

    https://www.nmz.de/online/jens…caine-in-die-dritte-runde

  • Und es wird immer besser:


    Zitat

    Es sind zu viele miteinander verwandt, verschwägert oder sonst irgendwie emotional voneinander abhängig. Wichtige Positionen werden blockiert durch Leute, die nicht wegen ihrer beruflichen Qualifikationen angestellt wurden und nach so langer Zeit inzwischen leider unkündbar sind – dadurch wird Leistung vermindert und verhindert. [...] Am Freitag leitete mir dann Stefan Rosinski einen Screenshot des Oben-ohne-Fotos weiter, das unter den Mitarbeiter*innen kursiere. [...] Irgendwer, der weiß, was eine wayback-machine ist, muss es sichtbar gemacht und verbreitet haben – um mir zu schaden oder mich in dem schwelenden Konflikt zu instrumentalisieren. Vermutlich beides. [...] Ich habe mit Stefan Rosinski einen Auflösungsvertrag gemacht – nachdem mir noch nachträglich aus meinem Arbeitsbereich mitgeteilt worden war, dass ich grundsätzlich nicht ins Team passen würde. Mit dem Argument wurde ihrerzeit übrigens auch die umstrittene Kündigung der Musiktheater-Pädagogin Barbara Frazier begründet. Mobbing gedeiht in Vetternwirtschaft, und es tut sich hier ganz klar ein Muster auf.

    https://www.nachtkritik.de/ind…aters&catid=101&Itemid=84


    Zitat

    Der Showdown an der Saale hat begonnen. Wenn der Aufsichtsrat dem Tohuwabohu morgen kein Ende setzt, braucht das Opernhaus Halle den Spielplan für die nächste Saison eigentlich garnicht erst zu drucken.

    https://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/b/video-291798.html


    Zitat

    Stefan Rosinski, der Geschäftsführer der Theater, Opern und Orchester Halle GmbH (TOOH), bleibt vorerst im Amt. [...] In einer Stellungnahme auf die Entscheidung schreibt Brenner, er nehme das Ergebnis der Aufsichtsratssitzung "schockiert zur Kenntnis" und breche die Vertragsverhandlung ab.

    https://www.mdr.de/kultur/aufs…ehnen-halle-tooh-100.html

  • Lohnt es sich eigentlich, über den neuen Opernintendanten zu reden?

    Bei der Generalmusikdirektorin ist die Drehtür erst garnicht zum Stillstand gekommen ...


    https://www.mdr.de/kultur/them…-tooh-aufgeloest-100.html

    Auf diesem Haus scheint kein gutes Karma zu liegen. Vielleicht sollte von Vorstellungen vor Ort etwas häufiger berichtet werden. In der Peripherie werden so großartige Vorstellungen geboten, die gar nicht besprochen werden. Es entsteht dann der Eindruck, dass Oper in hinnehmbarer Qualität ausschließlich in München oder vielleicht noch in Berlin, und wenn es nicht verhindert werden kann, noch in Dresden angeboten wird. Dabei sollte doch unser aller Ziel sein, die hohe Quailität der Kultur überall zu verbreiten. Das hohe Engagement der einzelnen Darstellenden oder sonst musikalisch Beteiligten kann doch nicht vernachlässigt werden. Das ist doch unser aller Kultur, egal wo!

  • Was Halle betrifft, scheint es mir auch eine ganz einfache Erklärung dafür zu geben, warum man von dortigen Aufführungen hier nie etwas liest: Hier scheint sich halt niemand für Barockopern zu interessieren. (Bei mir ist es seit einiger Zeit schlichter Zeitmangel: Mir sind da schon mehrmals Vorstellungen aufgefallen und dann wurde es doch nichts mit einem Besuch, auch nicht bei den sehr praktischen Terminen am Sonntagnachmittag, die sie in Halle oft ansetzen.)


    Was die GMD betrifft, die nun darauf beharrt, es hätte überhaupt keinen Zank gegeben: Es sieht so aus, als findet sie diese Methode, gerade erst eingegangene Engagements sogleich wieder zu beenden, völlig normal. Nun gut.

  • Vielleicht ist interessant zu wissen, dass Ariane Matiakh die einzige Frau ist, die in der 2019/2020 Saison in Covent Garden dirigiert (Boheme). Dies wird zwar von der Direktion bedauert, aber es ist ein interessantes Detail, wenn man bedenkt, dass es inzwischen durchaus mehrere Kandidatinnen gibt, die sich in Deutschland einen Namen machen . Aber man hat eben AM eingeladen.

    Vielleicht möchte sie sich nun aus strategischen Gründen den Terminkalender freihalten und nicht an eine GMD-Stelle gebunden sein.