Vollzug der Theaterflutungsordnung

  • Es wird Zeit für eine Debatte, warum hierzulande Großprojekte wie der Berliner Flughafen, die Hamburger Elbphilharmonie, der Bahnhof Stuttgart 21 u.a.m. nicht fertig gestellt werden können oder erst mit unzumutbarem Verzug, warum Wartungsarbeiten wie Sprinkleranlagen zu Überflutungen von Theater-/ Opernhäuser wie Berlin, Dresden und jetzt Duisburg führen, warum von technischen Prüfern der Unbedenklichkeit von Staudämmen attestiert wurde, die dann doch dem Wasserdruck nicht standhalten können, warum falsche Prüfergebnisse von Autoabgasen veröffentlicht werden und so weiter und so fort. Dafür dürfte in allen betroffenen Bereichen ein Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO xyz implementiert sein. Entweder sind die Verantwortlichen und Ausführenden heillos überfordert, oder es liegt allgemeine Sorglosigkeit vor, oder sonstige Absichten. Hier muss doch wirklich mal über Konsequenzen nachgedacht werden. Das ist in der Häufung der Vorfälle nun wirklich nich mehr normal, und es geht in vielen Fällen um unsere Steuergelder.

  • Langsam wird es wirklich lächerlich:

    Zitat

    Die Feuerwehr pumpte bis zum Nachmittag einen Großteil des Wassers ab. [...] Bautrockner kamen zum Einsatz. [...] Aus Sicherheitsgründen wurde die Haustechnik vom Stromnetz getrennt. Weil dazu auch die Brandmeldeanlage gehört, ließ die Feuerwehr Brandwachen aufstellen.

    https://www.nmz.de/kiz/nachric…haus-vorerst-unbespielbar


    Und https://www.operamrhein.de/de_DE/kalender sieht nach wie vor so aus, als wäre nichts gewesen ...

  • Es wird Zeit für eine Debatte, warum hierzulande Großprojekte wie der Berliner Flughafen, die Hamburger Elbphilharmonie, der Bahnhof Stuttgart 21 u.a.m. nicht fertig gestellt werden können oder erst mit unzumutbarem Verzug, warum Wartungsarbeiten wie Sprinkleranlagen zu Überflutungen von Theater-/ Opernhäuser wie Berlin, Dresden und jetzt Duisburg führen, warum von technischen Prüfern der Unbedenklichkeit von Staudämmen attestiert wurde, die dann doch dem Wasserdruck nicht standhalten können, warum falsche Prüfergebnisse von Autoabgasen veröffentlicht werden und so weiter und so fort. Dafür dürfte in allen betroffenen Bereichen ein Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO xyz implementiert sein. Entweder sind die Verantwortlichen und Ausführenden heillos überfordert, oder es liegt allgemeine Sorglosigkeit vor, oder sonstige Absichten. Hier muss doch wirklich mal über Konsequenzen nachgedacht werden. Das ist in der Häufung der Vorfälle nun wirklich nich mehr normal, und es geht in vielen Fällen um unsere Steuergelder.

    Wahrscheinlich liegt es an der Überregulierungswut der Verantwortlichen, die dabei die Machbarkeit von Projekten völlig vergessen. Jeder Wichtigtuer darf noch eine weitere Norm hinzupacken, dass am Ende 500 Vorschriften vorhanden sind, wie man z. B. unter Berücksichtigung von Gesundheitsschutz, Gleichberechtigung, Gendersprache und Überkopfverordnungsvorschrift Ü 452 eine Glühbirne auswechselt.

  • Wahrscheinlich liegt es an der Überregulierungswut der Verantwortlichen, die dabei die Machbarkeit von Projekten völlig vergessen. Jeder Wichtigtuer darf noch eine weitere Norm hinzupacken, dass am Ende 500 Vorschriften vorhanden sind, wie man z. B. unter Berücksichtigung von Gesundheitsschutz, Gleichberechtigung, Gendersprache und Überkopfverordnungsvorschrift Ü 452 eine Glühbirne auswechselt.

    Nicht zu vergessen die Wutbürger, die gegen alles klagen, was vor der Haustür stattfindet.

  • Dass für eine Sanierung und Anpassung an technische Erfordernisse zwangsläufig ein Flächenmehrbedarf von 10000 Quadratmeter resultieren soll, erscheint mir nicht logisch. Ich würde eher von einer Erweiterung der Bühne ausgehen, was mit einer Sanierung ja eigentlich nichts mehr zu tun hat. Oder will der dort Zuständige baulich oder technisch über etwas verfügen, was andere auch haben, zum Beispiel eine Kreuzbühne. Persönlich fände ich eine Sanierung vorrangig vor einer Erweiterung. Man sollte sich mit seinen Wünschen auch mal beschränken können. Deswegen müssen die Vorstellungen ja nicht schlechter werden. Vor allem wenn ich an die Probleme der Kölner Oper denke, wäre ich als Verantwortlicher vorsichtiger mit meinen Erwartungen.

  • Genau der Gedanke kam auch mir, als ich davon las: Diese Selbstverständlichkeit, mit der die Umsetzung von Bauprojekten mit Kosten im wohl auch hier wieder höheren dreistelligen Millionenbereich erwartet wird, könnte eines Tages die Akzeptanz der sogenannten Hochkultur insgesamt gefährden. Niemand kann sagen, wie die Großwetterlage gegen Mitte oder Ende des Jahrzehnts sein wird. Ob es wirklich klug ist, sich auf anhaltenden Sonnenschein zu verlassen?

  • Genau der Gedanke kam auch mir, als ich davon las: Diese Selbstverständlichkeit, mit der die Umsetzung von Bauprojekten mit Kosten im wohl auch hier wieder höheren dreistelligen Millionenbereich erwartet wird, könnte eines Tages die Akzeptanz der sogenannten Hochkultur insgesamt gefährden. Niemand kann sagen, wie die Großwetterlage gegen Mitte oder Ende des Jahrzehnts sein wird. Ob es wirklich klug ist, sich auf anhaltenden Sonnenschein zu verlassen?

    Es ist überhaupt nicht vermittelbar, dass die Renovierung eines Hauses teurer ist als möglicherweise ein Neubau, der zudem noch die Möglichkeit bietet, innovative Architektur an einen zentralen Ort zu setzen. Düsseldorf hat meiner Meinung nach schon seit über 30 Jahren ein - vorsichtig ausgedrückt - interessantes Publikum und ich bin nicht sicher, ob ein Neubau dort goutiert würde. Aber für mich ist das alternativlos, da ich den momentanen Saal ohnehin nicht für ein Meisterwerk der Architektur oder Akustik halte. Also, Mut zum Abriss und Neubau, so mein Vorschlag. Herumdoktern an bestehenden Problemen bringt nix.