Beiträge von thomathi

    Die Staatskapelle eröffnet die Aufklang-Zwischensaison

    Am 27 Juni 2020 begann die Sächsische Staatskapelle Dresden ihre Aufklang-Zwischensaison mit einem „Außerordentlichem Aufführungsabend“ im Semperbau. Durch die Corona bedingten Umstände fand das Konzert vor nur etwa 380 Hörern im Rahmen der orchestereigenen Kammermusik statt. Geboten wurden Kompositionen von Henry Purcell, Hugo Wolf; Felix Mendelssohn Bartholdy und Joseph Haydn. Die Musikalische Leitung des Abends hatte der seit 1999 Erste Konzertmeister der Staatskapelle Matthias Wollong übernommen.


    Von 1972 bis 1996 arrangierte der legendäre Kanadische Trompeter William Frederick Mills (1935-2009) für das Blechbläserensemble „Canadian Brass“ neben weit über hundert anderer Werke auch Henry Purcells (1659-1695) „Sonate für Trompete, Streicher und Basso continuo D-Dur“ ( Zimmermann-Verzeichnis Nr. 850).


    Als Purcell die Vorlage komponierte, lebte er am Hofe der englischen Königin Mary II. In offenbar entspannter Atmosphäre schmachtete der Komponist die 32-jährige Königin „mit betonter Liebe gearbeiteter“ Geburtstagskantate und zahlreichen Songs an. In diesem Umfeld dürfte auch die Sonate mit ihrer beeindruckenden Leichtigkeit entstanden sein.


    Entsprechend locker entledigten sich der Solotrompeter der Staatskapelle Mathias Schmutzler und die Stipendiatin Giuseppe -Sinopoli-Akademie Henrike Genieser der Aufgabe, die einfallsreiche Musik mit der Unterstützung von Horn, Posaune und Tuba zu Gehör zu bringen. Nur etwa fünf Minuten benötigten sie, das Auditorium mit zunächst ruhigen und dann mit zunehmendem Tempo in das Konzert einzustimmen.


    Die Forschung vermutet, dass die Sonate eine Umarbeitung des Komponisten seiner verschollenen Ode „Light oft he World“ ist.


    Als Musikkritiker hatte sich Hugo Wolf (1860-1903) mit der harten Ablehnung der Musik Johannes Brahms nicht nur Freunde gemacht. So musste er erleben, dass1886 Hans Richter und die Wiener Philharmoniker seine sinfonische Ouvertüre „Pentheselia“ auslachten und mit der Bemerkung, dass, wer solche Musik schaffe, nicht das Recht habe „Meister Brahms zu attackieren, ablehnten.


    Wolf beendete deshalb seine Kritikertätigkeit und wagte den Neuanfang als Instrumentalkomponist. Innerhalb kurzer Zeit schuf er Anfang 1887 mit seinem Molto-vivo-Streichquartett einen „leichtfüßigen und delikaten Serenaden-Satz“, die italienische Serenade.


    1892 entstand daraus die im Konzert gespielte Bearbeitung für Streichorchester. Eigentlich wollte Wolf diese Fassung mit weiteren Sätzen ergänzen. Aber es existieren nur die Entwürfe zu einem langsamen Satz und einer Tarantella.


    Streicher der Staatskapelle spielten das kurze charmante Werk wunderbar spritzig. Technisches Können gepaart mit unbeschwerter Leichtigkeit, aber auch mit raffinierten Untertönen, begeisterte. Besonders beeindruckte das Cello-Soloständchen.


    Die Kunst seines Geigenlehrers Eduard Ritz (1802-1832) und die Musik Johann Sebastian Bachs regten den 13-jährigen Felix Mendelssohn (1809-1842) an, ein d-Moll-Konzert für Violine und Streichorchester zu komponieren. Die Komposition war vermutlich zum 20. Geburtstag des älteren Freundes Ritz für ein Hauskonzert der Mendelssohns geschrieben. Die Tiefe und Romantik, die scharfen Kontraste und die Beherrschung des musikalischen Handwerkszeugs haben dem Geniestreich nach der erst 1951 erfolgten Wiederbelebung der Komposition durch Sir Yehudi Menuhin die Position MWV O3 im neuen Mendelssohn-Werkverzeichnis verschafft.


    Trotz der weitgehenden Eingrenzung auf die klassischen Formen der Vorbilder hat sich die Komposition dank der jugendlichen Frische für das Podium von Streich- und Kammerorchestern erhalten. Im Konzert wurde die unter dem Ritz-Einfluss mit dem 3. Satz ergänzte Fassung geboten.


    Mit seiner Guarneri-Violine aus dem Jahre 1676 Übernahm Matthias Wollong auch den Solopart des d-Moll-Konzerts. Andreas Guarneri (um 1626-1698) steht wegen seines Anfangs als Gehilfe von Nicola Amati und seiner Lehre bei Antonio Stradivari zu Unrecht im Schatten dieser Cremonenser Meister, zählen doch seine Bratschen inzwischen zu den begehrtesten Instrumenten.


    Mit geigerischer Brillanz gelang Matthias Wollong die Gratwanderung zwischen der zuweilen naiv anmutenden Schlichtheit der Komposition und der tiefergehenden Empathie des musikalischen Ausdrucks.


    Dem Solisten zur Seite standen hervorragende Streicher der Staatskapelle. Der Kopfsatz mit Bachschen Rhythmen lebt von der mehrfachen Wiederholung der Themen. Trotzdem gelang es der Solovioline, das Klangbild zusammen zuhalten. Im lyrischen Andante konnten sich die Agierenden vollkommen auf den Mendelssohnschen Klangzauber einlassen und im Schluss-Satz mit ihrer Begeisterung der „glühenden, jugendfrischen Heiterkeit“ des Komponisten Ausdruck verleihen.


    Bereitet man sich auf ein Konzert mit Joseph Haydns (1732-1809) vermutlich 1773 komponierten Symphonie Nr. 64 A-Dur Hobokenverzeichnis I:64 vor, so stolpert man zwangsläufig über deren Beinamen „Tempora mutantur= die Zeiten ändern sich“. Die Beschriftung des Umschlags mit einem Epigramm des englischen Schriftstellers John Owen (um 1564-1622), in den eine Partitur Abschrift der 64. Haydn-Symphonie offenbar zufällig geraten war, hatte zu dieser Benennung geführt. Aber selbst mit dem Schluss-Satz der Sinfonie lässt sich kein rechter Zusammenhang mit dem ihr aufgedrückten Namen herstellen.


    Haydn, angestellter Kapellmeister beim Fürsten Nikolaus I. Esterházy, musste noch die Aufmerksamkeit seines Publikums mit einem harschen Beginn seiner Sinfonien mit einem „Allegro spirito“ wecken. Mit seinem ausgehungerten Publikum musste aber Matthias Wollong nicht grob umgehen.


    Er konnt die kontrastreiche Partitur mit ihrer emotionalen Lebendigkeit, den heutigen Höhrgewohnheiten weitgehend angepasst, bieten. Die lockere Natürlichkeit im Musizieren und die Detail- und Ausdrucksbesessenheit schlossen sich bei der Interpretation nicht aus. Die Besonderheiten der Partitur blieben deutlich, ohne dass der Charme des Werkes dafür geopfert war.


    Das ausgedünnte Auditorium bedankte sich bei den Musikern mit stürmischem Beifall, als habe es soeben ein großes Konzert erlebt.

    Aufklang: Semperoper eröffnet Zwischensaison mit Anna Netrebko und Elena Maximova-Don Carlo -kammermusikalisch

    Endlich wieder ein Besuch in der Semperoper. Kein elektronisches Notfallprogramm mit dem heimischen TV und der HiFi-Anlage, sondern ein Live-Konzert mit den Höhepunkten aus Guiseppe Verdis „Don Carlo“; und das mit einer hochrangigen Besetzung.

    Natürlich waren die äußeren Umstände des Abends etwas verstörend. Die Garderobe konnte nicht abgegeben werden, das Flanieren im Haus und Catering fehlten und es bestand Maskenpflicht bis zur Einweisung zum Sitzplatz durch das Hauspersonal.


    Wegen des Aerosolschutzes blieben die ersten fünf Parkettreihen frei. Auch jede zweite Reihe blieb gesperrt. Innerhalb der Reihen waren mit dem Zwischenraum zweier Plätze jeweils zwei Sitze nutzbar. Damit konnten etwas über 300 Besucher das Konzert hören.

    Das Engagement Anna Netrebkos und Yusif Eyvazovs verdankten wir dem Umstand, dass die Star-Sängerin eigentlich am 23. Mai 2020 ihr Rollendebüt als Elisabetta di Valois (in der Übernahme der Don-Carlo-Inszenierung von Vera Nemirova von den Osterfestspielen) geben wollte und gemeinsam mit Yusif Eyvazov die Partien einstudiert hatte. Trotz der Premierenverschiebung kam die Operndiva mit ihrem Ehemann nun doch in dieser Spielzeit zu einer, allerdings Corona-bedingten kammermusikalischen Fassung der Verdi-Oper, nach Dresden. Mit ihnen belebten die mit Gastauftritten als Carmen im Haus bereits bekannte Elena Maximova und Ensemblemitglieder die Bühne der Semperoper. Dies wurde prächtig durch drei stimmstarke Damen und vier kraftvoll singende Herren des Sächsischen Staatsopernchores, von Jan Hoffman glänzend vorbereitet, unterstützt.

    Der dem Hause verbundene Komponist und Dirigent Johannes Wulff-Woesten schuf eine kammermusikalische Fassung der Verdi-Oper und begleitete als Musikalischer Leiter des Abends vom KLavier die Musiker der Staatskapelle. Bei den Bestzungen der Instrumentalisten kamen, wegen der Abstandsregelungen, jeweils nur ein Flötist (Andreas Kißling), ein Oboist (Sebastian Römisch), ein Englischhorn (Volker Hanemann), eine Violine (Robert Lis), ein Violoncello (Simon Kalbhenn) sowie ein Kontrabass (Andreas Wylezol) zum Einsatz. Das Klavier und vor allem das Harmonium, von Jobst Schneiderat meisterhaft eingesetzt, ließen weitere Blasinstrumente und die Orgel nicht vermissen. Das klang für diese karge Instrumentierung aber dank dem längeren Nachhall und der guten Raumakustik erstaunlich voll.

    Für mich störend, wurde der von Wulff-Wuesten schwer erarbeitete Handlungsfluss häufig durch Zwischen-Beifall unterbrochen. Aber im Konzertverlauf verzichtete der Musikalische Leiter dann zunehmend auf straffe Übergänge und gab Raum für stürmische Zwischen-Ovationen.

    Anna Netrebko beeindruckte mit ihrer vor Kraft strotzenden, leicht eingedunkelten Stimme. Bereits mit dem Duett „Io vengoo domandar“ und der Szene „Non pianger, mia compagna“ forderte sie fast schwerelos ein, wer dem Abend den Glanz verleihen werde.

    Mit Elena Maximova war ein weiterer Weltstar und häufige Partnerin der Anna Netrebko nach Dresden gekommen. Mit ihrem wunderbaren Mezzosopran bot sie mit aufregendem Gesang die Prinzessin Eboli.

    Die Titelrolle verkörperte der aserbaidschanische Tenor und Ehemann der Primadonna Yusif Eyvazov mit seiner kräftigen Stimme. Mir hat sein Gesang in makellosem Italienisch recht gut gefallen. War es der Erfolg seiner Arbeit mit einem persönlichen Stimm-Coach, oder der Umstand, dass er nicht nur Anna Netrebko und Elena Maximova ansingen musste, sondern auch die zu Unrecht unterschätzten Ensemble-Mitglieder des Hauses zu Partnern hatte.

    Der im Magdeburg geborene Bassist Tilmann Rönnebeck ist seit 2010 eine feste Größe im Repertoire-Betrieb der Semperoper. Mit seiner Interpretation des Königs Philippe verzichtete er auf expressive Gegengewichte und bot seine Aufgaben vorwiegend mit einem ausgeglichenen samtigen Timbre. Insbesondere den Monolog „Ella giammal m´amò“, unterstützt von Simon Kalbhenn, gestaltete er betont lyrisch.

    Der Dresdner Sänger Sebastian Wartig, seit 2013 Ensemblemitglied, ergänzte mit der stimmlich-darstellerischen Autorität seines warmen Baritons als Marquis de Posa, so wie ihn das heimische Publikum kennt, die Sängerriege. Auch im Freundschaftsduett „È lui!...desso!“ ließ er sich nicht von Kraftmeierei des Tenors aus der Reserve locken.

    Aus Athen ist 2018 Alexandros Stavrakakis zum Hausensemble gekommen. Mit respektforderndem Organ gab er der Autorität des Mönchs seine prachtvolle Stimme.

    Besonders gefreut hatte mich der Tebaldo von der aus Japan stammenden Sopranistin des jungen Ensembles Mariya Taniguchi. Mich hatte sie in der abgebrochenen Saison in Eötvös „Goldener Drache“ als tragischer Chinese mit ihrer Darstellung und ihrem Schlussgesang begeistert. Im „Nei giardin del bello“ mit der Eboli war sie, von drei stimmstarken Choristinnen unterstützt, eine präsente Partnerin der Frau Maximova.

    In der Schluss-Szene verkörperte Holger Steinert den Großinquisitor.


    Gemessen an der geringen Zahl der Zuschauer erklang ein lauter, dankbarer und freudiger Schlussbeifall. Am Ende stand das gesamte Publikum und wollte eigentlich das Haus nicht verlassen

    Inzwischen hat das Haus, etwas verhalten informiert, dass Peter Theiler am Projekt der „Don Carlo-Inszenierung“ von Vera Nemirova, allerdings mit der Musikalischen Leitung von Paolo Arrivabeni festhält. Als Solisten der Kernrollen werden neben Elena Maximova als Eboli, René Pape als Philippo, Hibla Gerzmava als Elisabetta und Tomislav Mužek als Don Carlo benannt.

    Dresdner Philharmonie und das Ébène-Quartett eröffnen eine Zwischensaison


    Die in Sachsen verbindlichen Regelungen und ein kluges Hygienekonzept ermöglichte der „Dresdner Philharmonie“ jeweils 498 Besucher für öffentliche Veranstaltungen in den Konzertsaal des Kulturpalastes einzuladen. Einhaltung der Abstandsregeln, ein rigides Einlass-System, Tragen von Mund- und Nasenbedeckung bis zum Erreichen des zugewiesenen Sitzplatzes, dazu eine intensive Raumbelüftung und Desinfektionsmaßnahmen erlauben fast dreißig Prozent der 1700 Plätze für ein einstündiges Konzert ohne Pause zu besetzen.


    Da für die Besetzung der 210 m² Bühnenfläche natürlich auch die Grundsätze der Abstandshaltung einzuhalten waren, wählte Marek Janowski für den ersten Teil des Konzertes ein Orchesterstück mit nach heutigen Üblichkeiten kleinerer Besetzung, Joseph Haydns Sinfonie Nr. 99 in Es-Dur aus dem Jahre 1793, aus. Zwölf Bläser, einunddreißig Streicher und ein Pauker hatten auf dem Podium in gebührendem Abstand Platz genommen. Hatte Haydn die Uraufführung 1794 in London noch vom Cembalo geleitet, so sorgte trotz der gewöhnungsbedürftigen Sitzordnung der Musiker Chefdirigent Marek Janowski mit seinem engagierten Dirigat für ein ausgewogenes Klangbild, auch wenn sich das Blech gelegentlich etwas vorwagte. Ansonsten, bei aller Betonung der wirbelnden Figuren und der charakteristischen Leichtigkeit der Symphonie, betonte Janowski deren Nähe zum Streichquartett. Die Streicher waren die maßgeblichen Träger des Geschehens und gaben mit ihrem ständigen Einsatz den Ton an, während die übrigen Instrumente für die Fülle und Vollständigkeit des Klangbildes sorgten.


    Die Betonung von Kontrasten, der Blick auf Details und das deutliche Modellieren waren Kennzeichen der Interpretation Janowskis. Die schnellen Sätze waren überzeugend, vor allem das finale Presto gelang brillant. Dazu kam die Spielfreude der Musiker, die insbesondere im Finale ihre Erleichterung, dass „es endlich wieder losgeht“, spüren lassen.

    Der Klangunterschied im nur knapp zu einem Drittel besetzten Saal war natürlich zu hören, so dass zumindest für mich der vom Akustikbüro Peutz ausgewiesene geringe Unterschied des mittleren Nachhalls von leerem und vollbesetztem Konzertsaal nicht zum Tragen kam. Das war insbesondere bei den Ovationen spürbar.


    Dem Spätwerk Joseph Haydns (1732-1809) folgte mit dem Streichquartett Nr. 2 G-Dur op. 18 /2 von 1799 ein Frühwerk Ludwig van Beethovens (1770-1827).

    Als Gastensemble war das für sein breites Repertoire bekannte „Quatuor Ébène“, zu Deutsch „Ebenholzquartett“, aus Frankreich eingeladen worden. Die Violinisten Pierre Colombet und Gabriel Le Magadure, die Bratschistin Marie Chilemme sowie der Cellist Raphaël Merlin sind mit ihrem Repertoire aus klassischer und zeitgenössischer Musik bis zum Jazz bekannt geworden. Damit sorgten sie in der Musikszene zu nachhaltiger Aufregung. Mit ihrem unvoreingenommenem Blick auf die Werke, mit ihrer Lust zwischen den Stilen zu wechseln, ohne dabei Demut und Respekt zu vergessen, begeistern sie ihr Publikum.

    Das als zweites aus Beethovens Streichkonzert-Zyklus Opus 18, bekannte Werk, steht noch ganz in der Tradition seiner Vorbilder Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) und vor allem Joseph Haydn. Das G-Dur-Quartett, wegen seines Hauptthemas auch „Komplementier-Quartett „ genannt, bietet mit seinem Finalsatz Bezüge zu Haydns G-Dur-Streichquartett op. 77,1 aus dem gleichen Entstehungsjahr. Es ist damit durchaus als Verbeugung des jungen Komponisten vor dem Altmeister zu verstehen.

    Die Musiker des „Quatuor Ébène“ spielten das viersätzige Werk taufrisch mit Brisanz und Unbedingtheit, als wäre es gerade erst entstanden. Die Details waren gestochen scharf und ließen feinste Schattierungen zur Geltung bringen. Dabei gelang es, das Geschehen energiegeladen, expressiv, spannend zu halten und wirkungsvolle Überraschungen zu gestalten.

    Das Allegro kam noch ziemlich verspielt und durchsichtigt, während die Darbietung des langsamen Satzes sich vor allem durch seine Prägnanz und der Partien der Einzelstimmen auszeichnete. Mit dem Scherzo boten die vier Musiker Überraschungsmomente mit zum Teil grenzwertigen Wirkungen. Auch die Darbietung des Schluss-Satzes „Allegro molto quasi Presto“ war von Reibungen und einer guten Portion Übermut gekennzeichnet.

    Für die schwache Besetzung des Konzertraumes war der Beifall frenetisch.

    Mir hat die Mut machende Veranstaltung mit dem einfallsreichen Konzept und der straffen Organisation als Vorbild für leistungsfähige Häuser recht gut gefallen.

    Wieviele Karten/Plätze werden zur Verfügung stehen?

    Die ab 15. Juni geltenden sächsischen Regelungen lassen hoffen, dass das Kartenkontiengent nicht zu gering ausfällt.

    Die Philharmonie kann für ihr Auftaktkonzert am Donnerstag 498 von 1700 Plätzen besetzen, also fast dreißig Prozent.

    . Mit gewohnt künstlerisch hochkarätigem Aufgebot begrüßt die Semperoper Dresden ihr Publikum am Freitag, den 19. Juni 2020, zurück in ihrem Haus. An vier aufeinanderfolgenden Abenden ist Weltopernstar Anna Netrebko gemeinsam mit Yusif Eyvazov sowie den ebenso international gefeierten wie in Dresden verehrten Operngrößen Elena Maximova, Mariya Taniguchi, Alexandros Stavrakakis, Sebastian Wartig und Tilmann Rönnebeck in der konzertanten Reduktion von Giuseppe Verdis Oper »Don Carlo« zu erleben. Die auf ausgewählte Arien und -ensembles konzentrierte Aufführung wird in einer kammermusikalischen Fassung von Musikern der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der Musikalischen Leitung von Johannes Wulff-Woesten gespielt.

    Diese erste Vorstellung der Reihe »Aufklang!« in der Semperoper reminisziert die aktuell auf die Spielzeit 2020/21 verschobene Dresdner »Don Carlo«-Premiere, zu der bereits im vergangenen Mai Anna Netrebko in ihrem Rollendebüt als Elisabetta erwartet wurde. Trotz der Premierenverschiebung kehrt die russisch-österreichische Operndiva nach ihrem Hausdebüt im Jahr 2016 nun doch noch in dieser Spielzeit nach Dresden zurück. Anna Netrebko wird dem musikalischen Ereignis, mit dem die Sächsische Staatsoper nach Corona-bedingt dreimonatiger Schließung ihre Spielstätte für das Publikum wiedereröffnet, besonderen Glanz verleihen.

    Die mit Spannung erwarteten Darbietungen markieren den Auftakt einer Programm-Reihe von ca. eineinhalbstündigen Veranstaltungen unterschiedlicher Formate, mit denen unter dem Motto »Aufklang!« der öffentliche Dresdner Opernspielbetrieb unter Einhaltung der aktuellen Hygienebestimmungen und mit eingeschränkter Platzkapazität wieder aufgenommen werden kann. Der Titel der Reihe spielt auf die traditionelle »Auftakt!«-Veranstaltung an, mit der die Semperoper Dresden alljährlich ihre Gäste nach der Sommerpause mit einer musikalischen Auswahl aus dem kommenden Programm willkommen heißt.

    Das gesamte »Aufklang!«-Programm sieht neben zwei konzertanten Lieder- und Arienabenden mit Mitgliedern des Solistenensembles unter den Titeln »Leidenschaft« und »Lieblingslieder« am Wochenende des 4. und 5. Juli auch einen außerordentlichen Aufführungsabend am 27. und 28. Juni 2020 sowie ein Beethoven-Sonderkonzert der Sächsischen Staatskapelle unter der Musikalischen Leitung ihres Chefdirigenten, Christian Thielemann, am 11. Juli 2020 vor.

    Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter staatskapelle-dresden.de.

    Aufklang! Don Carlo«

    Konzertante Höhepunkte aus Giuseppe Verdis Oper

    Freitag, 19. Juni 2020, um 20 Uhr in der Semperoper

    Weitere Vorstellungen am 20., 21., 22. Juni 2020 jeweils um 19 Uhr

    Mit Anna Nebtrebko, Elena Maximova, Mariya Taniguchi, Yusif Eyvazov, Tilmann Rönnebeck, Alexandros Stavrakakis, Sebastian Wartig sowie Damen und Herren des Sächsischen Staatsopernchores Dresden

    Es spielen die Musiker der Sächsischen Staatskapelle Dresden: Robert Lis (Violine), Simon Kalbhenn (Violoncello), Andreas Wylezol (Kontrabass), Andreas Kißling (Flöte), Sebastian Römisch (Oboe), Volker Hanemann (Englischhorn), Jobst Schneiderat (Harmonium) unter der Musikalischen Leitung von Johannes Wulff-Woesten (Klavier).


    »Aufklang! Außerordentlicher Aufführungsabendֿ«

    William Brade: English Consort Music Arr. Ken Bell, Hugo Wolf: Italienische Serenade, Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine und Streichorchester d-moll und

    Joseph Haydn: Symphonie Nr. 64 A-Dur Hob I:64

    Samstag, 27. Juni und Sonntag 28. Juni 2020, um 19 Uhr in der Semperoper

    Mit Mitgliedern der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der Musikalischen Leitung von Matthias Wollong (Violine)


    »Aufklang! Leidenschaft«

    Lieder und Arien mit Mitgliedern des Solistenensembles

    Samstag, 4. Juli 2020, um 19 Uhr in der Semperoper

    Mit Katerina von Bennigsen, Michal Doron, Ute Selbig, Jürgen Müller, Aaron Pegram und Tilmann Rönnebeck

    Musikalische Leitung und Klavier: Alexander Bülow und Hans Sotin


    »Aufklang! Lieblingsstücke«

    Lieder und Arien mit Mitgliedern des Solistenensembles

    Sonntag, 5. Juli 2020, um 19 Uhr in der Semperoper

    Mit Hrachuhi Bassénz, Roxana Incontrera, Christa Mayer, Joseph Dennis, Markus Marquardt und Alexandros Stavrakakis

    Musikalische Leitung und Klavier: Clemens Posselt und Sebastian Ludwig


    »Aufklang! Sonderkonzert Beethoven«

    Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21 und Symphonie Nr. 2 D-Dur op.36

    Samstag, 11. Juli 2020, um 20 Uhr in der Semperoper

    Mit Mitgliedern der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der Musikalischen Leitung von Christian Thielemann

    Für das erste Live-Konzert von Musikern der Staatskapelle nach den robusten Corona-Einschränkungen vor Publikum, hatten Blechbläser zu einem "Kapelle für Kids" eingeladen.

    Für über 300 Besucher hatten die Veranstalter auf dem Konzertplatz „Weißer Hirsch“ am Rande der Dresdner Heide mit zusammengenagelten weißlackierten Paletten und dem Mobiliar der Gastronomie Sitzplätze in Corona-adäquaten Anordnungen geschaffen. Als aber die Sitzgelegenheiten von jungen befreundeten Familien recht oft noch nach ihren Erfordernissen umgruppiert wurden, gestalteten sich einige Abstandsrelationen im Publikum doch grenzwertig, ohne dass Ordnungskräfte zu sehen waren.Trotzdem konnte am „Internationalen Kindertag 2020“ das offenbar erste Konzert von Musikern der Staatskapelle Dresden vor Publikum vor gut besetztem Auditorium mit „Kapelle für Kids“ ausgeführt werden.

    Fünf Blechbläser der Kapelle, der Solotrompeter Helmut Fuchs, der Trompeter Sven Barnkoth, der Soloposaunist Uwe Voigt, der Solo –Tubist Jens-Peter Erbe und der Hornist Julis Rönnebeck boten gemeinsam mit dem Puppenspieler Rodrigo Umseher dem zum Teil recht jungen Publikum ein abwechslungsreiches musikalisches Erlebnis.

    Da wurde eigentlich alles Erdenkliche zumindest angespielt: von Johann Sebastian Bach, Richard Wagner und Gustav Mahler bis zur Europa-Hymne, Pipi Langstrumpf, der Ohlsenbande, Harry Potter, Heidi sowie dem Sandmännchen in ziemlich ungeordneter Reihenfolge für die jungen Zuhörer Bekanntes und noch Unbekanntes.

    Jeder der Solisten erläuterte mit einem launigen Beitrag sein Instrument. Dazwischen moderierte der uns noch von seinem Magdeburger Engagement bekannte Puppenspieler Rodrigo Umseher mit seiner Kunstfigur Emil, einer lebendgroßen Halbpuppe, Sichtweisen junger Zuhörer. Im weiteren Konzertverlauf wurden die gespielten Passagen zunehmend etwas länger.

    Insbesondere in den ersten Reihen folgten die Kids dem Geschehen recht konzentriert und begeistert.


    Für ein Livemusik-hungriges, diszipliniertes Publikum, dass den eingeschränkten Sitzkomfort und die begrenzte Klangentfaltung auch akzeptiert, könnte ich mir allerdings durchaus vorstellen, dass Staatskapelle, Dresdner Philharmonie und Semperoper zumindest über die Sommerzeit 2020 einen Spielbetrieb organisieren könnten, der auch dem Sicherheitsbedürfnis der Musiker und Sänger Rechnung trägt.

    Was Herr Braunmüller da über vom Akustiker geplante "Echokammern" erzählt oder vielmehr andeutet, klingt für mich hochgradig spannend. Ich weiß, daß derlei in Tonstudios ganz üblich ist und zur Erzeugung von Nachhall in Aufnahmen dient, die in einem (nahezu) schalltoten Raum erzeugt wurden - elektronische Manipulation einer elektronisch hergestellten Aufnahme, nicht weiter schlimm. Was aber macht man in einem Konzerthaus, wo es doch (eigentlich?) nur um "natürlichen" Schall geht? Wird da auch elektronisch "verbessert"? Oder wird der Schall nur umgeleitet, um nach einiger Zeit (=Sekunden bzw. -bruchteile) als Hall wieder in den Saal zurückzukehren? Kennt sich da jemand im Forum aus? Und wäre bereit, hier kurz darüber zu berichten? Schon jetzt vielen Dank!

    Da besuchen Sie mal den Kuppelsaal in Hannover, sobald das wieder möglich ist.

    Was in Deutschlands größtem Konzertraum (über 3500 Plätze) für elektronische Handstände gemacht werden, ist verblüffend, aber auch erschreckend.

    Was Herr Braunmüller da über vom Akustiker geplante "Echokammern" erzählt oder vielmehr andeutet, klingt für mich hochgradig spannend. Ich weiß, daß derlei in Tonstudios ganz üblich ist und zur Erzeugung von Nachhall in Aufnahmen dient, die in einem (nahezu) schalltoten Raum erzeugt wurden - elektronische Manipulation einer elektronisch hergestellten Aufnahme, nicht weiter schlimm. Was aber macht man in einem Konzerthaus, wo es doch (eigentlich?) nur um "natürlichen" Schall geht? Wird da auch elektronisch "verbessert"? Oder wird der Schall nur umgeleitet, um nach einiger Zeit (=Sekunden bzw. -bruchteile) als Hall wieder in den Saal zurückzukehren? Kennt sich da jemand im Forum aus? Und wäre bereit, hier kurz darüber zu berichten? Schon jetzt vielen Dank!

    Da besuchen Sie mal den Kuppelsaal in Hannover, sobald das wieder möglich ist.

    Was in Deutschlands größtem Konzertraum (über 3500 Plätze) für elektronische Handstände gemacht werden, ist verblüffend, aber auch erschreckend.

    Es bedurfte erst der Einschränkungen des Konzertlebens durch die Corona-Pandemie, dass die Anregungen der Performance-Künstlerin Marina Abramovic zum Trainieren des Hörens einem größeren Kreis von Konzertfreunden bekannt wurden.


    Wegen der Befürchtung, dass die ständige Reizüberflutung der Zeitgenossen verhindert, dass diese Konzertveranstaltungen konzentriert wahrnehmen, hat die kreative Serbin ein System von Übungen zur Besinnung und Bewusstseinsschärfung, die „Abramovic-Methode Ausdauer und Aushalten“, entwickelt.


    Anlässlich eines Symposiums zur „Zukunft des Hörens“ der Dresdner Philharmonie im Februar 2020 hatte ich die erste Berührung mit den Gedanken der Performance-Künstlerin. Aber da ich seit 1957 ziemlich intensiv Konzerte und Opernaufführungen besuche, hatte ich mich von den Anregungen zunächst kaum angesprochen gefühlt.


    Im Frühjahr 2019 praktizierte Abramovic in Frankfurt mit einer größeren Gruppe über sieben Stunden mit zum Teil drastischen Übungen, gekappten üblichen Handy-Kommunikationskanälen und ohne Uhren ihr System: Langsames Gehen, mit verbundenen Augen auf kleinen Podesten stehen, Reiskörner zählen, fremden Menschen gegenübersitzend in die Augen schauen.


    Tage später gab es dann ein fünfstündiges Konzert in der Alten Oper. Der Saal zur Hälfte bestuhlt und ansonsten mit Kissen ausgelegt. Nach einer gemeinsamen Übung boten Musiker nach ihren Intensionen einen Klangteppich ohne Unterbrechungen und ohne Beifall. Ein musikalisches Konzept war nicht erkennbar. Die Teilnehmer konnten zwar den Saal verlassen, wurden aber auf den Gängen und den Toiletten von Lautsprecherübertragungen eingeholt.


    Mit ihrem Prinzip der zeitlichen Überdehnung setzte Abramovic die Regeln desklassischen Konzertbetriebs regelrecht außer Kraft.


    Für das Kammermusik-Festival „Sommerkonzerte Volkenroda 2019“ im Thüringer Kloster Volkenroda entwickelte dessen künstlerische Leiterin Stephanie Winker mit ihrem Team, angeregt von Abramovics Performance „The Artist Is Present“, als diese im New Yorker Museum of Modern Art den Besuchern 90 Tage lang in die Augen schaute, das Format „ 1:1 Concerts“. Musiker und Besucher sitzen sich gegenüber, schauen sich eine Minute in die Augen. Dieser Blickkontakt sollte die beiden Menschen füreinander öffnen. Aus diesem Moment heraus, entscheidet der Musiker, welches Stück er spielt und lässt durch die Nähe eine besondere Atmosphäre entstehen. Der Hörer hat seine Anonymität als Teil eines Publikums verlassen, wird zum konzentrierten Hören regelrecht verurteilt und auf das Geschehen fokussiert.


    Auch für den Musiker dürfte das Heraustreten aus dem Orchester und der Konzentration auf einen Zuhörer eine interessante Erfahrung sein.


    Solche Konzerte können überall stattfinden. Und da sie unproblematisch die Einhaltung der Regelungen der Corona-Einschränkungen erfüllen können, ist das Konzept inzwischen mehrfach aufgegriffen worden. So haben auch Musiker der Staatskapelle Dresden an fünf unterschiedlichen Orten der Stadt Veranstaltungen im Viertelstunden-Takt angeboten.


    Die Konzerte sind kostenfrei. Es wird allerdings um eine Spende für den Nothilfefonds der Deutschen Orchester-Stiftung gebeten.


    Nach Monaten ausschließlich digital vermittelter Musik waren meine Frau und ich regelrecht hungrig, wieder einmal Klänge in ihrer Entstehung erleben zu können, so dass wir uns für vier der Veranstaltungen bewarben.


    In der Pillnitzer Weinberg-Kirche empfing mich die junge amerikanische Geigerin Paige Kearl aus der Gruppe der zweiten Violinen der Staatskapelle. Nach der nahezu wortlosen Begrüßung gelang zumindest mir der Aufbau einer gewissen Blickkontakt-Nähe zu der Musikerin. Zunächst überraschte mich die Virtuosin mit dem zweiten Satz „Malinconia“ aus der zweiten Sonate des belgischen Komponisten Eugène Ysaÿ (1858-1931). Obwohl mir bisher unbekannt, fesselte mich doch die stilistische Nähe zu Johann Sebastian Bach. Danach spielte meine Partnerin den dritten Satz aus Bachs a-Moll-Partita.


    Mich hatte das Spiel der jungen Amerikanerin emotional stark berührt. Nicht zuletzt auch dank der guten Akustik der Weinbergkirche kam der Wunsch nach einem Konzert mit großem Orchester nicht einmal auf.


    Meine Frau traf in der Kunststube Pillnitz den Cellisten Bernward Gruner. Der erste Eindruck des Raumes mit den Bildern des auch malenden Künstlers und die sympathische Gastgeberin lenkten zunächst vom zu Erwartenden ab. Beim Blickkontakt wanderten ihre Gedanken, welche Empfindungen der erfahrene Musiker von der Begegnung mit ihr haben werde? Das Spiel von Prelude, Allemande und Courante aus Johann Sebastian Bachs Cello-Suite Nummer 2 d-Moll hüllte sie dann regelrecht ein, und die Musik hätte nach den wenigen Minuten nicht enden sollen.


    Unsere zweite Doppelbuchung führte uns in die Bühlauer Friedenskirche, wo uns, im 15-Minuten Abstand, der stellvertretende 1. Konzertmeister der Staatskapelle Tibor Gyenge erwartete. Für uns beide spielte er jeweils zunächst aus Bachs d-Moll-Partita die „Allemande“ und anschließend Fritz Kreislers Ohrwurm „Liebesleid“. Bei der anschließenden familiären „Manöverkritik“ war aufgefallen, dass bei den Blickkontakten, möglicherweise wegen unseres erheblichen Altersunterschieds, eine gewisse Unsicherheit bei dem Violinisten zu spüren war. Die Bach-Darbietungen erhielten mit der nahezu idealen Klangentfaltung in dem schlichten Kirchenraum ihren besonderen Glanz. Beim Liebesleid war dann eher der Wunsch nach einer körperlichen Bewegung spürbar.


    Obwohl die Werbung für die Veranstaltungen nicht besonders intensiv war, sind die Konzerte des vergangenen Wochenendes gut ausgebucht gewesen. Die Veranstaltungsreihe soll an den kommenden Wochenenden weiter geführt werden.

    1:1 Concerts der Staatskapelle Dresden:


    Musiker der sächsischen Staatskapelle Dresden werden ab dem 15. Mai 2020 an verschiedenen Orten der Stadt Freunden der klassischen Musik zehnminütige musikalische eins-zu-eins-Begegnungen mit Mitgliedern des Orchesters ermöglichen, um ihnen trotz der Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen ein unmittelbares musikalisches Live-Erlebnis zu bieten.

    Bei der wortlosen zehnminütigen eins-zu-eins Begegnung zwischen Musiker und Hörer sollte ein intensiver Blickkontakt eine Nähe trotz Distanz ermöglichen und so beiden Partnern eine ungewöhnliche Erfahrung ermöglichen.


    Als Veranstaltungsorte sind der Kunstraum Pillnitz, die Weinbergkirche Pillnitz, die Friedenskirche in Bühlau, das Café Ostwaldz in der Neustadt und die Galerie Ines Schulz vorgesehen.


    Die Konzerte sind kostenfrei. Die Konzertbesucher sind aber zu Spenden für die „Deutsche Orchesterstiftung“ aufgerufen, um existenziell bedrohte Musiker zu unterstützen.


    Weitere Informationen und Terminbuchungen über: http://www.staatskapelle-dresden.de.

    Dresden ist dicht bis Ende der Spielzeit:


    https://www.semperoper.de/aktu…sslich-19-april-2020.html

    [Blockierte Grafik: https://www.semperoper.de/fileadmin/_processed_/c/b/csm_News_Vorstellungsabsagen_c_Jochen_Quast_3881203bd8.jpg]

    Die Beendigung der Spielzeit 2019/20 ist seit längerem bekannt. Aber neu ist der beiläufige Schlusssatz:


    Sobald es uns möglich ist, melden wir uns mit unseren an die neue Situation angepassten Plänen für die kommende Saison!

    Das Bemerkenswerte im Beitrag habe ich nicht entdecken können. Vielleicht habe ich auch einfach Seite 2 nicht finden können (gab es die?)...

    Die Folgeseite ist tatsächlich nicht mehr zu finden.

    „Es findet ein Umdenken statt, das weit über die Corona-Krise hinausgeht. Deshalb versuche ich, meine Sensoren darauf einzustellen.“ Er sehe die Krise auch als Chance, um ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Lösungen für Probleme zu finden. Corona habe gezeigt, wie verletzlich die Welt ist: „Die Natur fordert Respekt von uns, wir haben das durch den technischen Fortschritt nur vergessen.“

    Alle schwadronieren von der Wiederherstellung der Hochkultur nach der Corona-Krise

    Vogler erläutert seine Auffassung, dass sich das Opern-und Konzertwesen aber, wenn wir gelernt haben mit Corona zu leben, völlig neu erfinden muss.

    Das ist vergleichbar, mit dem Neuaufbau der Hochkultur nach dem 2. Weltkrieg. Nur das wir das Glück haben, dass die Konzert- und Opernhäuser zur Verfügung stehen.

    V

    Ausgerechnet Zahnärzte hätte ich jetzt nicht unbedingt zu dem Personenkreis gezählt, der eine Unterstützung bitter nötig hat....

    Haben Sie mal richtige Zahnschmerzen gehabt?

    Da vergessen Sie die beste Bayreuther Aufführung!

    Das Gewandhaus verfügt über 1900 Plätze. Wie wirkt sich das denn akustisch vor fast leerem Haus auf, dort zu spielen?

    Um eine ordentliche Klangentfaltung zu erreichen, müssten die frei gehaltenen Plätze mit einem Sandsack belastet werden.

    Bei der Einmessung der Akustik des Hauses mussten sich 1500 NVA-Soldaten stundenlang rosarotes Rauschen anhören, weil das leere Haus andere Messergebnisse erbrachte.

    https://www.br-klassik.de/aktu…bernhard-neuhoff-100.html


    "Gestern gab der bayerische Ministerpräsident Markus Söder erste Schritte zur Lockerung der Corona-Maßnahmen bekannt. Über alles wurde gesprochen: Schule, Kinderbetreuung, Geschäfte, Fußball, ja sogar Fußpflege – nur nicht über die Kultur. Das ist enttäuschend."

    Das Land Sachsen wird zumindest über die Öffnung der Staatlichen Kunstsammlungen sowie weiterer Museen und Ausstellungen befinden.

    Im Gewandhaus zu Leipzig hat es eine virtuelle Sitzprobe unter Beachtung aller Abstandsregelungen gegeben. Mit 203 Besuchern wäre das Haus ausverkauft.