Beiträge von Dr. Schoen

    Post von Herrn Loebe:


    [...] Ich wünschte, ich könnte Ihnen schon jetzt eindeutig sagen, wie der Rest der Spielzeit weiter verläuft.


    [...] Meine Mitarbeiter*innen stehen Ihnen für Fragen hierzu zur Verfügung:

    „Meine“ – liest sich wie das Schreiben eines Behördenleiters.


    Was den „Rest der Spielzeit“ betrifft: Bei den, wie es so schön heißt, Exitstrategien ist mir bis jetzt keine Einschätzung zu Veranstaltungen der Größenklasse tausend Personen untergekommen. Zwar schon mehrfach die Meinung „dieses Jahr sicher nicht mehr“, aber dabei ging es um Massenveranstaltungen mit zehntausenden Leuten.

    Ich finde Bachlers Bemerkung von der "Blockwartmentalität" ziemlich daneben.

    Kommt darauf an, wovon er redet. In dem Zeitungsartikel, der das Zitat brachte, schien sich das eindeutig auf bestimmte Äußerungen über Social Media zu beziehen, insbesondere über den Auftritt des Ehepaares. Und was man aus dieser Ecke derzeit so sieht, ist ja nun wirklich der sprichwörtliche grobe Keil (man kann z.B. die Leserkommentare auf Medienseiten inzwischen schlicht nicht mehr lesen – die Leute drehen mittlerweile völlig an Rad).


    Und wenn das stimmt, was im Merkur steht

    ... ist die Frage nach dem Personalrat natürlich die richtige. Einschlägig ist da zunächst einmal das „Knie an Knie sitzende“ Sicherheitspersonal – oder gehören die etwa zu einer Fremdfirma??


    Bei dem, was im Bild zu sehen war, vermag ich nach wie vor die Empörung nicht zu erkennen (bei Ehepaaren erübrigen sich Vorsichtsmaßnahmen von vornherein, es sei denn, sie geben ihr Zusammenleben für die Dauer der Lage auf). Sollte natürlich die Aussage von Bachler, die Auftritte wären der eigene Wunsch der Künstler, nicht den Tatsachen entsprechen, wäre das schon sehr interessant. Denn dann könnte man auch mal ganz grundsätzlich fragen, was von dem, das die Bayerische Staatsoper so rausschickt, überhaupt ehrlich und aufrichtig ist. Die Frage bleibt dann auch stehen, wenn Dorny übernommen hat.


    Nebenbei, weil es „nur“ einen Auftragnehmer betrifft: Mich würde ja auch mal interessieren, wie die Firma Evisco das eigentlich abwickelt. Übertragungswagen sind nicht gerade als geräumige Tanzsäle bekannt.

    Ein herrlicher bairisch-deftiger Kommentar von Bachler. Genau die richtige Entgegnung zu dieser Blockwartdebatte.


    Das war eine wirklich sehr schöne, eindrucksvolle Sache. Die Idee, so mit dem Publikum in Verbindung zu bleiben, geht ganz wunderbar auf. Es schien für Hanna-Elisabeth Müller nicht ganz einfach zu sein, bei „Morgen!“ die Contenance zu wahren. Wer es nicht live gesehen hat, sollte sich unbedingt die Aufzeichnung anschauen.

    Vor sechs Tagen:


    Wirkt schon heute rückblickend ein wenig fragwürdig. Wirkt in einer Woche möglicherweise wie ein Mehrheitsbeschluss aus dem Irrenhaus.

    Weitere sechs Tage später kann man wohl konstatieren: Die Prognose hat sich bestätigt.

    Nächster Versuch:


    Homeoffice in Zeiten von Corona (man muß genau hinschauen......)

    Gibt es auch in einer Variante mit drei auf dem Rücken liegenden Kindern. Wurde mir dieser Tage per Microsoft Teams auf den Schirm gespült (ironischerweise im Out of the House Office) und war dann auf einmal weg, weil eine Spaßbremse in Aktion trat, die sich das mit dem Teamchat anders vorgestellt hatte. Der Witz dabei: Das kam aus einer Wohnung, in der tatsächlich im Hintergrund drei Kinder herumwuselten.


    Zu dem Thema selbst kam mir gerade das hier unter – manche Schulen scheinen zu denken, die Erziehungsberechtigten hätten alle nichts zu tun.

    https://www.voanews.com/scienc…duties-working-mom-2-kids

    Wollte diese Woche eigentlich zwecks rund um Ostern zur Schinkelwache pilgern. Naja: War ja abzusehen.


    Bleibt die Frage, ob man in Dresden vielleicht auch in Erwägung zieht, so etwas zu machen wie heute in Berlin.

    Und es war schon gespenstisch: Die leeren Sitze, die völlige Stille im Saal, Bogengeklopfe der Musiker als Auftrittsapplaus für Barenboim, am Ende die Applausordnung reduziert auf Aufstellung in einer Reihe, Vorhang auf und Vorhang runter, Ende der Sendung. In der Pause als Radiointerview nebenbei von weitem im schlechten Licht mit der Kamera eingefangen der Intendant, der davon sprach, wie die Proben jetzt zur Gratwanderung werden.


    Aber natürlich trotzdem eine nette Aktion. Es soll in den kommenden Wochen noch mehr davon geben.

    Ich finde es durchaus angenehm, dass sich auch im Berufsleben in vielen Bereichen geduzt wird, was vor Jahren nicht denkbar war. Ich bin aber gegen angeordnetes duzen.

    Gibt es solche Anordnungen? Ich kenne „nur“ Bestrebungen von Leuten aus der Ecke Unternehmenskultur, die das auf implizite Weise regelrecht mit dem Holzhammer reinprügeln wollen. Was ich sogar nachvollziehen kann: Es ist ein ziemliches Gewürge, wenn man es als unangemessen empfindet, einer jungen Kollegin das Du anzubieten und ihr subtiles Vorgetaste deshalb mit ebenso subtilen Winken beantwortet.


    In der Stadt Bern ist die Chance grösser, dass man Sie direkt beim Betreten im Kaffee mit einem Du anspricht als mit einem Sie.

    Das hätte ich, offen gestanden, jetzt nicht vermutet. Man hat ja so seine Klischees :rolleyes:

    Das Züricher Ballett muß in Quarantäne... https://www.opernhaus.ch/service/coronavirus/

    Die Vorstellung soll erst abgesagt worden sein, als das Publikum schon eingetroffen war. Klingt schon etwas dramatisch. Vielleicht hat ja jemand noch ein paar Details dazu.


    In der CH wird zur Zeit gerade sehr streng geschaut und gehandelt - viele meiner Berufskolleg_innen haben bereits Ausfälle in der Höhe von mehreren Tausend Franken, bei mir sind es "erst" ein paar Hundert...

    Heute in einem Konzern in Deutschland gleich zweimal im Postfach gelandet: Nur noch absolut betriebsnotwendige Dienstreisen, persönliche Treffen nur noch höchstens zu dritt oder zu viert (die Auslegung der Formulierung durch Volljuristen steht noch aus), möglichst von zu Hause arbeiten (der ganz große Heuler, wenn es ein Scheff weiterleitet, der Houhmoffiß sonst als neumodisches Teufelswerk und Laptop+Dienstsmartphone als unnötige Kostenfaktoren ansieht).


    Aber Fußball mitsamt gewaltigem Anreiseverkehr findet natürlich weiter statt, das ist ja staatstragendes Brot+Spiele. Deshalb werden auch nur Messen abgesagt, bei Kulturveranstaltungen sähe das sonst wohl zu blöd aus.


    Zürich (und bis vor kurzem vor allem das Opernhaus) mussten kaum Konzerte und Veranstaltungen absagen, welche unter dem Maximum von 1'000 Personen waren.

    Diese willkürliche Grenze und raffinierte Auslegung des Opernhauses Zürich allerdings würde ich in ihrer Sinnlosigkeit nicht einmal deutschen Beamten zutrauen.

    Publikumsgespräche sind auch in Dresden inzwischen fast schon Standard. Kann mich noch erinnern, wie bei einem der ersten dieser Nachgespräche vor Jahren eine Bemerkung über das überraschend große Interesse fiel, und: „Das machen wir jetzt immer.“


    Da man es vielleicht übersehen könnte: „Den Termin“ kann man sich auch nachträglich anschauen. So manche interessante Bemerkung hat wohl keiner von denen aufgeschrieben, die sich dann entweder wieder nur für Balla-Balla interessierten oder sich mit der Frage nach dem Salzburg-Spielplan blamierten. Besonders sehenswert der Auftritt von Thielemann, der auch etwas zu den ab übermorgen laufenden Gurrelieder-Konzerten sagte („Schönberg ohne schiefe Töne“ :D).


    https://www.facebook.com/semperoper/videos/132464918139047/


    (Geht auch ohne „bei Facebook zu sein“.)

    Was Halle betrifft, scheint es mir auch eine ganz einfache Erklärung dafür zu geben, warum man von dortigen Aufführungen hier nie etwas liest: Hier scheint sich halt niemand für Barockopern zu interessieren. (Bei mir ist es seit einiger Zeit schlichter Zeitmangel: Mir sind da schon mehrmals Vorstellungen aufgefallen und dann wurde es doch nichts mit einem Besuch, auch nicht bei den sehr praktischen Terminen am Sonntagnachmittag, die sie in Halle oft ansetzen.)


    Was die GMD betrifft, die nun darauf beharrt, es hätte überhaupt keinen Zank gegeben: Es sieht so aus, als findet sie diese Methode, gerade erst eingegangene Engagements sogleich wieder zu beenden, völlig normal. Nun gut.