Oper

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    • "Nicht mehr verlängert" ab wann?
      Möglich ist ja auch, daß sie ihrerseits nicht mehr verlängern wollten. Einer zumindest war, wie ich erfahren habe, nicht mehr zufrieden mit der Intendanz......
      Und dessen Kritiken ließen im übrigen generell nie etwas zu wünschen übrig. Zumindest in Salzburg.

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    • Unzufrieden mit der (nicht mehr ganz) neuen Intendanz sind so manche, nicht nur Chordirektoren...

      Herr Hämmerli geht zum Ende der Saison in Vorruhestand, mit 58....
      Da hat man wohl mit der Direktion eine "einvernehmliche" Lösung gefunden.

      Der 2. Chordirektor (der sich anscheinend selbst mal als besten Chordirektor Europas bezeichnet hat) scheint hingegen Schwierigkeiten zu haben, eine neue Stelle zu finden.
      In Basel und Berlin kam er nicht in die engere Wahl. Und Salzburg ist ja nur ein Sommerjob.
    • Orofrano, Ihre unhaltbaren Gerüchte, die bis hin zu übler Nachrede gehen, sind ja noch vom alten Forum sattsam bekannt. Hören Sie doch auf damit.

      orofrano schrieb:

      (der sich anscheinend selbst mal als besten Chordirektor Europas bezeichnet hat)
      Anscheinend. Aha. Das heißt "es hat den Anschein". Also ist es nicht gesichert, daß diese Bemerkung gemacht wurde, die natürlich völliger Unsinn wäre. Woher Sie das haben, erwähnen Sie ja nicht.
      Und wenn schon: Sie kennen den Kontext nicht, in der so etwas vielleicht leichthin im Spaß gesagt wird, möglicherweise in einem Interview. Man kennt das ja.

      orofrano schrieb:

      Der 2. Chordirektor ...... scheint hingegen Schwierigkeiten zu haben, eine neue Stelle zu finden.
      Machen Sie sich doch darüber mal keine Gedanken. Immerhin hat er beste Beziehungen zu Alexander Pereiera.

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    • orofrano schrieb:

      (der sich anscheinend selbst mal als besten Chordirektor Europas bezeichnet hat)
      So. Ernst Raffelsberger hat nach eben getätigter eigener Aussage keine Ahnung, wieso man ihm diesen Satz zueignet. Eine pure Unterstellung, er hat ihn nie gesagt.

      orofrano schrieb:

      In Basel und Berlin kam er nicht in die engere Wahl.
      Auch das ist schlichter Quatsch. Nach ebenso eben getätigter Aussage hat er keinen Grund, sich mit irgendeiner "engeren Wahl" zu beschäftigen. Er bleibt in Zürich.

      orofrano schrieb:

      offensichtlich war die Direktion nicht mehr zufrieden mit ihrer Arbeit.
      Was für eine freche Unterstellung. Das ist schon ein Ding, so etwas in einem öffentlichen Forum zu schreiben.


      orofrano schrieb:

      Und Salzburg ist ja nur ein Sommerjob.
      Da gehört schon eine Menge Ignoranz dazu, seine langjährige Tätigkeit bei den Salzburger Festspielen als "Sommerjob" zu bezeichnen.

      Marcello schrieb:

      ausser Otello. Da fehlt ein Chordirektor.
      Das ist nun auch geklärt. Das macht Herr Hämmerli.
      Der geht nach Ende der Spielzeit in Pension, deshalb sieht man sich für ihn, was nicht überrascht, nach Ersatz um.

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    • Danke, "festwiese", daß Sie Ihre Beiträge gelöscht haben. Ich habe nachgezogen.
      Wenn Sie übrigens einen Beitrag komplett eliminieren wollen und nicht nur den Inhalt entfernen, gehen Sie auf "Erweiterte Bearbeitung", dann auf "Diesen Beitrag in den Papierkorb verschieben" und dann "Absenden". Dann ist er ganz weg.
    • Man sagt, Du seist…und weiter?

      Die Entführung aus dem Serail ist für mich schon seit jeher primär eine Oper, die sich um Vertrauen und Eifersucht dreht und in dem fantastischen komponierten Quartett am Ende des 2. Aktes ihren Höhepunkt findet. Leider kommt dieser Aspekt des Stücks in orientalischen Ausstattungsschlachten etwas zu kurz und besonders schlimm wird es, wenn man das Stück als Auseinandersetzung von Christentum und Islam mißversteht.

      Nach der Salzburger Herheimproduktion ist die Neuproduktion in Zürich von David Herman die wahrscheinlich beeindruckendste Produktion dieses Stücks, die ich je gesehen habe (Bieito an der Komischen Oper habe ich leider verpasst).
      Hermann lässt seine Produktion komplett um das Quartett kreisen. Während der Ouvertüre werden wir Zeuge eines kleinen Streits von Konstanze und Belmonte, nachdem Belmonte die oben erwähnte Frage stellt. Konstanze verschwindet im Damenklo und wir landen im Kopf des eifersüchtigen Belmontes und stellen uns vor, wer der Bassa als imaginärer Nebenbuhler von Konstanze sein könnte und wie er sich an Konstanze heranmacht.

      Im Zuge der Aufführung tauchen Pedrillo als Double von Belmonte und Blonde als Doppelung von Konstanze auf und wir erleben Szenen einer Beziehung. Am beeindruckendsten ist sicher die Martern-Arie, in der Konstanze und Belmonte erst sehr intim sind und dann, nach einer kurzen Unterbrechung der Arie, Belmonte Bassa wieder glaubt zu erkennen und die ganze Bude kurz und klein schlägt. Pavol Breslik gelingt es, diesen eifersüchtigen Belmonte mit allen Facetten zu zeichnen, die es nur gibt und Olga Peretyatko gibt eine wunderbar selbstbewusste Konstanze, der man ein Fremdgehen durchaus zutrauen könnte. Da auch der Rest der Besetzung sehr stark und überzeugend ist, ein sehr eindrücklicher Mozartabend, der belegt, dass man durchaus auch heutzutage noch mit einer wirklichen Konzeptregie überzeugen kann. Ganz großer Abend.

      Ganz groß war am Abend vorher auch die musikalische Umsetzung der Don Carlo Wiederaufnahme. Aufgrund der szenischen Unzulänglichkeiten des Arrangements von Sven Eric Bechtolf kam der Abend aber nicht ganz an meine großen Carlo Erfahrungen der Vergangenheit (zuletzt unter Pappano in London und Mehta in München) heran. Das lag zum Teil nicht nur Bechtolf, in dessen Regie mit Ausnahme der ersten Begegnung von Elisabetta und Carlo (vieraktige Fassung) wirklich gar nichts spannendes passiert, sondern auch etwas an Fabio Luisi, der vor der Pause teilweise doch recht breite Tempi mit vielen Generalpausen wählte. Nach der Pause wurde es deutlich spannender und kulminierte in einem Schlussduett von Harteros und Vargas, das von einem anderen Stern war und in dem man sich nur verlieren konnte. Überhaupt überzeugten alle Sänger, weil sie gerade in Anbetracht des kleinen Hauses sehr dosiert und unglaublich riskant gesungen haben. Egal ob Harteros und Vargas, oder Pape und vor allem Peter Mattei, es war ein unglaublich kammermusikalischer Carlo. Nachdem auch Marina Prudenskaja und Rafael Siwek sich sehr homogen in das Ensemble eingefügt haben ein musikalisch sehr ernsthafter, sehr eleganter Luxus Carlo (Inszenierung wäre halt nicht schlecht).
    • maestro schrieb:


      Olga Peretyatko gibt eine wunderbar selbstbewusste Konstanze, der man ein Fremdgehen durchaus zutrauen könnte.
      Ich habe Olga Peretyatko letzte Woche an der Deutschen Oper Berlin im unsäglichen szenischen Arrangement von Rodrigo García (dazu Inszenierung zu sagen verbietet sich wirklich) als Konstanze gehört und war ziemlich enttäuscht. Zum einen war das Deutsch derart schlecht, dass ich mich die ganze Zeit gefragt habe, wie das sein kann, wenn sie diese Partie vor kurzer Zeit eine Neuproduktion gesungen hat. Zum anderen vermisste ich bei aller Koloraturgeläufigkeit eine frei strömende Mittellage. Für mich klang ihre Konstanze insgesamt eher nach einem klassischen Blondchen.
      Wenn das ganze im kleineren Zürcher Haus (Entführung ist vielleicht grundsätzlich nicht unbedingt das richtige Stück für die DOB) im Rahmen der Neuinszenierung besser funktioniert hat, bin ich ja etwas beruhigt.
    • zumindest die gewohnten Dialoge (ein bisschen gesprochen wurde schon, wenn auch wenig). Ansonsten ist Peretyatko natürlich von der Simmfärbung und Technik eher eine Blonde als eine Konstanze und hat daher ähnliche Probleme wie andere Künstlerinnen, die den Sprung zur Konstanze gemacht haben (bsp. Damrau). Die Mittellage wirkte teilweise schon etwas hart und muss etwas gedrückt werden. Dafür tut sie sich dann natürlich in der Martern-Arie wieder leichter als in den beiden langsameren Arien.
    • Heerrufer schrieb:

      maestro schrieb:


      Olga Peretyatko gibt eine wunderbar selbstbewusste Konstanze, der man ein Fremdgehen durchaus zutrauen könnte.
      Ich habe Olga Peretyatko letzte Woche an der Deutschen Oper Berlin im unsäglichen szenischen Arrangement von Rodrigo García (dazu Inszenierung zu sagen verbietet sich wirklich) als Konstanze gehört und war ziemlich enttäuscht. Zum einen war das Deutsch derart schlecht, dass ich mich die ganze Zeit gefragt habe, wie das sein kann, wenn sie diese Partie vor kurzer Zeit eine Neuproduktion gesungen hat. Zum anderen vermisste ich bei aller Koloraturgeläufigkeit eine frei strömende Mittellage. Für mich klang ihre Konstanze insgesamt eher nach einem klassischen Blondchen.
      Wenn das ganze im kleineren Zürcher Haus (Entführung ist vielleicht grundsätzlich nicht unbedingt das richtige Stück für die DOB) im Rahmen der Neuinszenierung besser funktioniert hat, bin ich ja etwas beruhigt.


      Von schlechtem Deutsch ist mir nichts aufgefallen, zumal sie nahezu perfekt deutsch spricht, was man von einer Deutschen ja wohl auch erwarten kann. Ich war eher von der stimmlichen Leistung enttäuscht, gerade nach ihrer Gilda vor einem halben Jahr. Insoweit stimme ich Ihnen zu.
    • Marcello schrieb:

      In der Zürcher Entführung war der Text komplett gestrichen. Allfällige mangelnde Deutschkenntnisse von Peretyatko also nicht zu erkennen.
      Ich meine auch nicht den Dialog-Text, der in Berlin auch sehr rudimentär und überwiegend auf Englisch war. Ich meine den gesungenen Text und da gab es reichlich verwaschene Konsonanten und verfärbte Vokale - zu verstehen war jedenfalls kaum etwas.
    • Heerrufer schrieb:

      Ich meine auch nicht den Dialog-Text, der in Berlin auch sehr rudimentär und überwiegend auf Englisch war. Ich meine den gesungenen Text und da gab es reichlich verwaschene Konsonanten und verfärbte Vokale - zu verstehen war jedenfalls kaum etwas.

      Ich bezog das in Kenntnis des Berliner Arrangements durchaus auf die Gesangstexte, und die waren nicht schlechter zu verstehen, als bei 95 % ihrer Kolleginnen.

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    • Alter Frager schrieb:


      Ich bezog das in Kenntnis des Berliner Arrangements durchaus auf die Gesangstexte, und die waren nicht schlechter zu verstehen, als bei 95 % ihrer Kolleginnen.
      Wenn sie damit das Blondchen am gleichen Abend meinen, das permanent "Schersen" statt "Scherzen" gesungen hat, haben Sie sicher Recht. Ob das ein erstrebenswerter Zustand ist, steht auf einem anderen Blatt.