Garmisch-Partenkirchen

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    • Gestern gab es beim Richard Strauss Festival in idyllischer Atmosphäre bei herrlichem Wetter ein sehr schönes Konzert mit Asmik Grigorian und dem Rundfunk Symphonieorchester Prag unter der Leitung von Alexander Liebreich.

      Im Klosterhof Ettal vor der illuminierten barocken Klosterkirche wurden zunächst die Lustigen Streiche von Till Eulenspiegel gegeben. Gefolgt von einigen Strauss Liedern. Cäcilie und Zueignung gerieten für meinen Geschmack noch ein wenig zu dramatisch, spätestens jedoch beim Morgen hatte Asmik Grigorian die nötige Ruhe in der Stimme, um die Stimmfarbe und die Gesangsbögen wunderbar lyrisch in die Bergwelt fließen zu lassen. Nur für dieses Lied mit Blick in die Bergwelt und den aufkommenden Sternen hätte sich der ganze Abend gelohnt. Entgegen der Programmankündigung sang sie noch das Lied an den Mond, was besonders in den lyrischen Passagen eine Wonne war. In der Höhe hat die Stimme schon eine starke Dramatik/Vibrato, was beim Lied an den Mond aber weniger auffiel, als bei den ersten Strauss Liedern. Trotzdem ein Luxus sie Strauss singen zu hören. Im zweiten Teil wurde die 8. Symphonie von Dvorak gegeben.

      Insgesamt ein sehr schöner Abend, der auch von der Kulisse und der Atmosphäre eines kleinen Festivals inmitten der Natur lebt. Heute Abend wird Don Quixote von Strauss und ein Sommernachtstraum von Mendelssohn Bartoldy gespielt. Besonders schön ist auch eine Picknickfläche vor der Klosterkirche, wo man gemütlich liegen kann und bei mitgebrachter Verpflegung und Kerzen den Sommerabend bei schöner Musik genießt. Vielleicht lässt sich ja jemand noch heute dafür animieren. Ein wenig mehr Aufmerksamkeit hätte dieses Festival verdienst.