Franco Zeffirelli

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    • Franco Zeffirelli

      Film- und Opernregisseur Franco Zeffirelli ist heute gestorben.

      Als Opernregisseur war er wegen seiner theatralisch nicht weiter erwähnenswerten aber bombastisch ausgestatteten Inszenierungen vor allem bei den wahren Opernfreunden und -kennern beliebt, denen es auf der Bühne nicht staubig genug zugehen kann.

      Über den Filmregisseur ist genug gesagt, wenn man daran erinnert, dass der Shakespeares »Hamlet« mit Mel Gibson (also mit Mad Max!) in der Titelrolle verfilmt hat.

      Er war ein sehr berühmter Mann.
      Was geschehen ist, so lange die Welt steht, braucht deshalb nicht zu geschehen, so lange sie noch stehen wird.
      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Kolderup schrieb:

      Film- und Opernregisseur Franco Zeffirelli ist heute gestorben.

      Als Opernregisseur war er wegen seiner theatralisch nicht weiter erwähnenswerten aber bombastisch ausgestatteten Inszenierungen vor allem bei den wahren Opernfreunden und -kennern beliebt, denen es auf der Bühne nicht staubig genug zugehen kann.

      Über den Filmregisseur ist genug gesagt, wenn man daran erinnert, dass der Shakespeares »Hamlet« mit Mel Gibson (also mit Mad Max!) in der Titelrolle verfilmt hat.

      Er war ein sehr berühmter Mann.
      Das ist sicher der erbärmlichste Beitrag, den ich in diesem Forum bisher gelesen habe.
      It is only shallow people who do not judge by appearances. The true mystery of the world is the visible, not the invisible. Oscar Wilde
    • JLSorel schrieb:

      Kolderup schrieb:

      Film- und Opernregisseur Franco Zeffirelli ist heute gestorben.

      Als Opernregisseur war er wegen seiner theatralisch nicht weiter erwähnenswerten aber bombastisch ausgestatteten Inszenierungen vor allem bei den wahren Opernfreunden und -kennern beliebt, denen es auf der Bühne nicht staubig genug zugehen kann.

      Über den Filmregisseur ist genug gesagt, wenn man daran erinnert, dass der Shakespeares »Hamlet« mit Mel Gibson (also mit Mad Max!) in der Titelrolle verfilmt hat.

      Er war ein sehr berühmter Mann.
      Das ist sicher der erbärmlichste Beitrag, den ich in diesem Forum bisher gelesen habe.
      Danke JLSorel. Sie sprechen mir aus tiefster Seele. Als ich das gelesen habe, dachte ich mir, wie tief kann man eigentlich noch sinken. Man kann über Zeffirelli unterschiedliche Meinungen haben, aber so etwas tut man nicht. Auch

      Kolderup schrieb:

      ein Wort aus der guten alten Zeit
      Und Sie wagen es von
      zu sprechen???!!
    • m.joho schrieb:

      Er hat das auf die Bühne gebracht, was wir, sie Sie es höhnisch bezeichnen, als Liebhaber des "Schönen, Guten und Wahren" schätzten. Dies im Gegensatz zu Ihrem Leibregisseur Konwitschny! Er wird fehlen!
      Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass man den Satz auch umkehren kann? Es gibt auch Leute (nicht wenige), die schätzen, was Konwitschny auf die Bühne gebracht hat. Übrigens verhöhne ich nicht die Bewahrer des Wahren, Guten und Schlnen nicht, sondern den Anspruch dieser Leute, die ihren persönlichen Geschmack zur allgemeingültigen Richtschnur erheben wollen und dich damit zu dem Bewahrern der wirklich bedeutenden Werte stilisieren.

      Nebenbei: Was ist das für ein Vokabular? Ich bin kein Teenie und habe also keinen Lieblingsregisseur. Ich kenne solche infantile Anhänglichkeit an einen Künstler nicht, egal ob Regisseur, Komponist, Maler, Dichter oder was sonst. Wenn ich einen vor allen anderen schätze (was übrigens schwankt), dann nicht, weil er mein »Liebling« wäre, sondern weil seine Werke mir im Moment aus Gründen, die ich der Regel genau angeben kann, besonders viel bedeuten.
      Was geschehen ist, so lange die Welt steht, braucht deshalb nicht zu geschehen, so lange sie noch stehen wird.
      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Gaius Iulius (Hans Juergen) Caesar schrieb:

      Zeffirelli war eben ein Pizzabäcker. Was er servierte, war simpel und hat geschmeckt. Natürlich haben diejenigen, die zu Tisch immer den extragroßen Haufen dampfende Fäkalien bestellen (um dann in die eigenen Kotzbrocken die schmerzhaftesten neuen Aromen hineinzudeuten) anlässlich seines Todes nur Hohn für ihn übrig.
      Stuß. Man muß keine Fäkalien bestellen um zu konstatieren, daß Zeffirelli die Stücke im Bombast zu ersäufen pflegte. Ponnelle war im Gegensatz zu ihm fähig, die Gewürze präzise und gekonnt zu dosieren und statt Pizza Margarita Tagliatelle con Tartufo Nero aufzutischen... Aber ich hoffe, daß jemand außerhalb der Forumsstreitereien besser imstande sein wird, Zeffirellis Bedeutung für das Theater vor allem der sechziger und siebziger Jahre fair einzuschätzen.
      "Ich frage mich ernsthaft, was für ein Rattenloch eine Partei oder Franktion eigentlich sein kann" (A. Poggenburg, AfD, übr seine eigene Partei)
    • Kolderup schrieb:

      m.joho schrieb:

      Er hat das auf die Bühne gebracht, was wir, sie Sie es höhnisch bezeichnen, als Liebhaber des "Schönen, Guten und Wahren" schätzten. Dies im Gegensatz zu Ihrem Leibregisseur Konwitschny! Er wird fehlen!
      Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass man den Satz auch umkehren kann? Es gibt auch Leute (nicht wenige), die schätzen, was Konwitschny auf die Bühne gebracht hat. Übrigens verhöhne ich nicht die Bewahrer des Wahren, Guten und Schlnen nicht, sondern den Anspruch dieser Leute, die ihren persönlichen Geschmack zur allgemeingültigen Richtschnur erheben wollen und dich damit zu dem Bewahrern der wirklich bedeutenden Werte stilisieren.
      Nebenbei: Was ist das für ein Vokabular? Ich bin kein Teenie und habe also keinen Lieblingsregisseur. Ich kenne solche infantile Anhänglichkeit an einen Künstler nicht, egal ob Regisseur, Komponist, Maler, Dichter oder was sonst. Wenn ich einen vor allen anderen schätze (was übrigens schwankt), dann nicht, weil er mein »Liebling« wäre, sondern weil seine Werke mir im Moment aus Gründen, die ich der Regel genau angeben kann, besonders viel bedeuten.
      Komisch : jetzt habe ich verstanden, was ökonomische Zensur ist!
    • Kolderup schrieb:

      Über den Filmregisseur ist genug gesagt, wenn man daran erinnert, dass der Shakespeares »Hamlet« mit Mel Gibson (also mit Mad Max!) in der Titelrolle verfilmt hat.
      Was soll das? Mad Max und Mad Max 2 gehören zu meinen erfreulicheren Kinoerinnerungen und denen vieler anderer Kinogänger (einschließlich diverser Filmkritiker). Wenn schon Dystopien, dann solche wie diese. Und Mel Gibson hat einen nicht ganz unerheblichen Beitrag zu diesen Filmen geleistet und sich mitnichten damit für andere Aufgaben disqualifiziert. Wenn bei der Besetzung der Hauptrolle von "Hamlet" kein Typecasting betrieben wurde, disqualifiziert das per se nicht den Film oder den Regisseur. Mel Gibson wurde für seine Darstellung in den Kritiken nicht in die Tonne getreten. Bei einem Budget von ca. 16 Millionen US-$ dürfte es im Übrigen für die Produzenten und den Regisseur auch ökonomische Zwänge gegeben haben. Die Produktionsbedingungen von Film- und Theaterregisseuren dürften sich unterscheiden. Und nicht jeder Produktion ist es bestimmt in den Filmpantheon aufgenommen zu werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Buchpruefer ()

    • Danke!

      Was mich bei seiner "Otello"-Verfilmung gestört hat: daß er das wunderschöne Septett und das "Lied von der Weide" gestrichen hat, vermutlich weil es da zu wenig "action" gibt. Die u.a. schönsten Stellen der Oper zu streichen, geht m.E. gar nicht. Das sind Szenen, in denen die Handlung ruht, und das sollte ein Regisseur einfach zulassen.
    • ORF-Programm in memoriam Franco Zeffirelli =
      Wien (OTS) – Anlässlich des Ablebens von Franco Zeffirelli zeigt die „Matinee am Sonntag“ am 23. Juni um 9.05 Uhr in ORF 2 „Franco Zeffirelli – Regisseur aus Leidenschaft“. Die Dokumentation von Chris Hunt porträtiert den Ausnahmeregisseur und veranschaulicht anhand von Interviews mit Arbeitskollegen und Weggefährten sowie vieler Opern- und Filmausschnitte, wie Zeffirellis eigenes Leben seine Produktionen geprägt hat.

      ORF III Kultur und Information präsentiert am Sonntag, dem 30. Juni, um 22.20 Uhr Zeffirellis legendäre Opernverfilmung von Giuseppe Verdis „La traviata“ (22.20 Uhr) aus dem Jahr 1982 mit Teresa Stratas und Plácido Domingo in den Hauptrollen. Bereits morgen (17. Juni) würdigen der „Kulturmontag“ um 22.30 Uhr in ORF 2 und „Kultur heute“ um 19.45 Uhr in ORF III den gestern 96-jährig verstorbenen italienischen Starregisseur.
    • ira schrieb:

      Danke!

      Was mich bei seiner "Otello"-Verfilmung gestört hat: daß er das wunderschöne Septett und das "Lied von der Weide" gestrichen hat, vermutlich weil es da zu wenig "action" gibt. Die u.a. schönsten Stellen der Oper zu streichen, geht m.E. gar nicht. Das sind Szenen, in denen die Handlung ruht, und das sollte ein Regisseur einfach zulassen.
      Dafür mußte das Ballett rein, weil er da eine Hundertschaft Statisten und Tänzer auffahren konnte. Und das soll ein Regisseur mit gutem Geschmack sein?
      "Ich frage mich ernsthaft, was für ein Rattenloch eine Partei oder Franktion eigentlich sein kann" (A. Poggenburg, AfD, übr seine eigene Partei)