Hermann Prey

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    • Hermann Prey

      Hermann Prey wäre vorgestern - am 11.7. - 90 Jahre geworden.
      Leider war der Bayerische Staatsoper dieses Datum ihres einstigen Kammersänger und langjährigen Ensemblemitgliedes keinerlei Notiz wert.
      Vielleicht war man zu sehr mit dem runden Geburtstag eines anderen Kammersängers beschäftigt :)
      Immerhin gab es auf BR-Klassik in Allegro einen recht kurzen Beitrag:
      br.de/mediathek/podcast/klassi…g-eine-wuerdigung/1658815
      und einen Beitrag mit dem Titel "Seine schönsten Rollen": br-klassik.de/themen/oper/herm…burtstag-listcle-100.html

      Andernorts war Sendeanstalten dieses Datum Anlass zu intensiverer Erinnerung.
      Beim RBB gabs beispielsweise eine fast einstündige Sendung:
      rbb-online.de/rbbkultur/radio/…archiv/20190708_2004.html

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    • ira schrieb:

      Seine Stimme ist unverkennbar.
      Ira, da sind Sie sich ja einig mit dem Herrn Kammersänger, der Tags zuvor einen runden feierte :)
      www1.wdr.de/mediathek/audio/wd…den-hermann-prey-100.html (ab ca. 00:01:30)
      Die WDR-Redaktion macht im Teaser zur Sendung aus dem Bariton Prey zwar schnell mal einen Tenor, aber sei's drum... zumindest war der 90. ihnen einen Beitrag wert, der 1 1/2 mal so lang war wie der im BR.
      Ich hatte das Vergnügen eine Woche zuvor - zeitgleich zur Vorstellung im Nationaltheater - die Ponelle-Verfilmung der Nozze di Figaro aus den Siebzigern auf Großleinwand mit guter Soundanlage zu sehen. Ein Genuß! :)

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    • Cabaletta schrieb:

      Leider war der Bayerische Staatsoper dieses Datum ihres einstigen Kammersänger und langjährigen Ensemblemitgliedes keinerlei Notiz wert.
      Das ist eine ganz schwache Kür!! Aber solche Ignoranzen gibt es auch in Berlin, wo hochbetagte Sänger wir Franz Mazura, die niemals an der Staatsoper gesungen haben, gefeiert werden. Und langjährigen Ensemblemitgliedern wird nicht einmal zu runden Geburtstagen gratuliert.
      Prey ist für mich auch der großen Vertreter seines Fachs. Wie Ira schon schrieb, die Stimme ist unverkennbar. Erwähnen möchte ich auch noch seine Lortzing-Partien - wunderbar in Gestaltung und Gesang.
      Wirklich sehr traurig, daß man sich seiner an seinem Stammhaus nicht erinnert.
      Carpe Diem
    • @ira: Danke für den Link :)
      Dann kennen Sie sicher auch die Aufzeichnung des Barbier von Sevillia von 1959 - damals noch aus dem Cuvillierstheater - mit Wunderlich, Prey, Köth, Proebstl, Hotter, u.w. unter Joseph Keilberth (damals wurde noch deutsch gesungen)?!
      Für alle die es nicht kennen oder noch nicht entdeckt haben:

      Leider ist das Video nicht durchgängig in einem Stück, doch die Tonqualität ist erstaunlich gut !
    • Eduard19 schrieb:

      Wirklich sehr traurig, daß man sich seiner an seinem Stammhaus nicht erinnert.
      Lieber Eduard19, was das betrifft, ist man an der BSO leider beklagenswert unsensibel. Das hatten wir schon öfter, Jubiläen hochverdienter Sänger oder Sängerinnen (ich erinnere mich da an Mirella Freni) oder hohe Geburtstage werden mit beachtenswerter Nonchalence übergangen.
      Oder man bedenke nur den Umgang mit Kent Nagano bei seinem "Abschied".
    • Dazu paßt noch eine Bemerkung zu dem wunderbaren "Figaro", den Cabaletta dankenswerterweise ins Spiel gebracht hat.
      Regie führt Jean Pierre Ponnelle, ein absoluter Könner seines Fachs. Da gibt es eine Szene, die bemerkenswert ist, und zwar ziemlich am Schluß. Ab ca. 2 h 55'.
      Die Gräfin bittet auf Knien ihren Gatten um Verzeihung, ebenso alle anderen, einschließlich Figaro. Dann kommt die Enthüllungsszene usw. Nun bittet der Graf die Gräfin auf Knien um Verzeihung, mit dem wunderbaren "Contessa perdono". Gleichzeitig stehen alle anderen auf, auch Figaro. Das passiert alles in Zeitlupentempo.
      Ein feiner Hinweis darauf, daß die Machtverhältnisse beginnen, sich umzudrehen. Das ist quasi die Aussage, daß der "Figaro" der geistige Beginn der Französischen Revolution war. Und das versteht man auch, wenn man kein Italienisch kann.
      Das ist es, was ich mir unter gut durchdachter Personenregie vorstelle. Einen Holzhammer braucht Ponnelle dazu nicht.

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