Staats- und Domchor Berlin

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    • Die Folgen für die Thomaner wären unabsehbar:
      faz.net/aktuell/feuilleton/bue…hme-16379719.html?premium

      Kann man das beschreiben oder sogar messen, inwieweit sich die Mädchen- von der Knabenstimme unterscheidet?
      Ja, ich habe dazu in einer Arbeitsgruppe einen Test mit durchgeführt. Wir haben vor allem einen Unterschied im vierten Formanten gefunden.
      Also durch Spektralanalyse.
      Genau. Formanten sind Bereiche im Obertonspektrum von Schwingungen, die besonders verstärkt werden und zu charakteristischen Klangfarben beim Singen führen. Wo sie jeweils liegen, hat anatomische und stimmtechnische Ursachen. Wir haben festgestellt, dass die höheren Formanten, vor allem der vierte Formant bei Knabenstimmen signifikant tiefer lag als bei Mädchenstimmen, auch bei denen, die gleich ausgebildet wurden. Bei Knaben, die von Hörern besonders eindeutig als Knabenstimmen erkannt wurden, liegt er sogar noch etwas tiefer. Es gibt auch bei gleich ausgebildeten Stimmen zwischen Jungen und Mädchen einen Unterschied, der allerdings durch Singtechnik überlagert, abgeschwächt oder verstärkt werden kann.
      It is only shallow people who do not judge by appearances. The true mystery of the world is the visible, not the invisible. Oscar Wilde
    • Wieso schauen eigentlich nicht Berlin, Leipzig und wer sonst noch betroffen sein könnte einfach mal nach Westen und folgen dem Kölner Beispiel?
      Kaum zu glauben, aber im eher konservativen Erzbistum Köln gibt es bereits seit 30 Jahren eine Lösung für die Weiterführung des Domchores als Kanbenchor und gleichzeitig gleichwertige chormusikalische Förderung von Mädchen. Zu den Chören der "Kölner Dommusik" gehört neben dem "kölner Domchor" (Knabenchor) der "Mädchenchor am Kölner Dom", Der feiert gerade sein 30-jähriges Bestehen und hat sich im Laufe der Jahre zu einem Spitzenensemble der Chormusik entwickelt.Genau wie der Knabenchor tritt auch der Mädchenchor regelmäßig in Gottesdiensten und Konzertem im Dom, in der Philharmonie, der Oper etc. auf und unternimmt Konzertreisen.

      Für den den es interessiert:
      koelner-dommusik.de/index.php/…rt-eine-erfolgsgeschichte
      Ein Auszug zur Motivation des damaligen Domkapellmeisters Metternich:
      Zitat: „Ich wollte den Mädchen ebenfalls ermöglichen, in die Liturgie hineinwachsen und im Dom auftreten zu können. Außerdem galt es, einen kostbaren Schatz zu heben und dieses wertvolle Potenzial nicht brach liegen zu lassen.“ Diese Rechnung ist aufgegangen. „Heute haben wir eine konstruktive Koexistenz beider Chöre, die beispielhaft ist und unsere Dommusik ungemein bereichert“, betont Metternich. Trotzdem habe jeder der Chöre am Dom seine eigene klangliche Identität, die ihn unverwechselbar mache."



      Wenn es der Mutter wirklich (wie es ja ursprünglich hieß) um eine gleichwertige chormusikalische Förderung der Tochter geht, wieso schickt die Mutter ihre Tochter dann nicht einfach nach Köln. Dort muss sie nicht einmal prozessieren um für ihre Tochter eine hervoragende und dem Knabercor gleichwertige Chorausbildung zu bekommen.
      Oder geht es darum gar nicht ;)

    • Cabaletta schrieb:

      Wenn es der Mutter wirklich (wie es ja ursprünglich hieß) um eine gleichwertige chormusikalische Förderung der Tochter geht, wieso schickt die Mutter ihre Tochter dann nicht einfach nach Köln.
      Die Frau kommt doch aus Berlin, dort wird es sicher genug gemischte Kinderchöre oder Mädchenchöre geben, bei denen das Kind gut aufgehoben wäre.
      Aber der Mutter geht es natürlich nicht um das Kind, sondern vermeintliche Diskriminierungen bzw. Privilegien zu 'knacken'. Und dafür ist das Kind Mittel zum Zweck.
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    • JLSorel schrieb:

      Die Frau kommt doch aus Berlin, dort wird es sicher genug gemischte Kinderchöre oder Mädchenchöre geben,
      Davon wäre ich auch ausgegangen.
      Wenn ich mich recht entsinne, dann stand allerdings in einem der Artikel, dass das Mägchen bereits in einem Chor sei, die Ausbidlung dort aber nicht auf dem gewünschten Niveau des Staats- und Domchores.
      Ein vorgeschobenes Argument ?

      JLSorel schrieb:

      Aber der Mutter geht es natürlich nicht um das Kind, sondern vermeintliche Diskriminierungen bzw. Privilegien zu 'knacken'. Und dafür ist das Kind Mittel zum Zweck.
      Genau das befürchte ich leider auch :(

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cabaletta ()