Beste Meistersinger 2019: Bayreuth, Salzburg, München, Berlin?

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    • Ich war in Bayreuth, Berlin und München vor drei Jahren.
      Inszenatorisch hatte für mich Bayreuth die Nase vorn, auch was den Sachs angeht. In München hat mir das Dirigat am meisten zugesagt.
      Bin kein ausgesprochener Fan von Kaufmann, also würde ich beim Stolzing Bayreuth den Vorzug geben.
      It is only shallow people who do not judge by appearances. The true mystery of the world is the visible, not the invisible. Oscar Wilde
    • Bayreuth kenne ich nur vom Kino, Berlin gar nicht, München vor 3 Jahren wie JLSorel. Mit Kaufmann. Einmal und nicht wieder. Koch als Sachs hat mir nicht besonders gefallen.
      In Salzburg war ich heuer genau wie der Rezensent am 22. April. Hat für mich ganz klar vor Bayreuth die Nase vorn. Und zwar deutlicher als es bei dem Kritiker der Fall ist. Das Thielemann-Dirigat war tatsächlich phantastisch. Besser als das von Petrenko.
    • ira schrieb:

      Bayreuth kenne ich nur vom Kino, Berlin gar nicht, München vor 3 Jahren wie JLSorel. Mit Kaufmann. Einmal und nicht wieder. Koch als Sachs hat mir nicht besonders gefallen.
      In Salzburg war ich heuer genau wie der Rezensent am 22. April. Hat für mich ganz klar vor Bayreuth die Nase vorn. Und zwar deutlicher als es bei dem Kritiker der Fall ist. Das Thielemann-Dirigat war tatsächlich phantastisch. Besser als das von Petrenko.
      Ich muss auch sagen, Thielemann war für mich wahrhaftig überwältigend. Was der mit der Partitur macht ist heute einzigartig, ein einmaliges Gefühl für diese Musik. Obwohl ich Petrenko auch spannend fand, den Thielemann schlägt nichts. Er steht dem Stück einfach näher.

      Vogt als Stolzing und Zeppenfeld als Sachs waren eine Wucht. In Salzburg war ich dieses Jahr auch, in Bayreuth letztes Jahr (2018). Die Herzog Inszenierung war auch absolut fine, obwohl hier Kosky mit dem Orchester einen Gänsehautmoment hat.

      Kochs Sachs habe ich nur auf Aufnahme gehört, er war mir auch nicht so eingängig. Wenn ich mit Kaufmann aber nicht viel verpasst habe, gräme ich mich nicht groß um die Absage. :thumbsup:
    • IronWagner schrieb:

      Wenn ich mit Kaufmann aber nicht viel verpasst habe, gräme ich mich nicht groß um die Absage.
      Doch, da haben Sie etwas verpasst. Kaufmann war ein hervorragender Stolzing in den sechs Vorstellungen, die ich mit ihm gehört habe.

      Die Salzburger Inszenierung fand ich nicht so richtig schlüssig. Zeppenfeld war sehr gut, ganz anders sls Koch in München, ich sehe die beiden tzotzdem gleichauf, auch mit Volle, der in München als hervorragender Einspringer für Koch zu hören war. Auch er wiederum ein ganz anderer Sachs.
      Schön, dass wir sie alle haben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von susakit ()

    • susakit schrieb:

      Kaufmann war ein hervorragender Stolzing in den sechs Vorstellungen, die ich mit ihm gehört habe.
      Ich habe die Premiere am Radio gehört und da war er alles andere als hervorragend (selbst, wenn ich die massiven Texthänger mal außen vor lasse). Und beim Stolzing habe ich jede Menge Vergleiche.
      In der Live-Aufführung war er dann besser.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ira ()

    • seien wir froh, dass wir derzeit vier (Finley nehme ich noch dazu) so großartige Sachs haben (gab es nicht immer). Bei Volle und Koch kommt es schon immer auf die Inszenierung an. Koch finde ich deutlich menschlicher und in seiner ganzen Darstellung musikalischer und sensibler als Volle. Volle ist ein kantiges, leicht reizbares, polterndes Alphatier mit einer sanften Seite, wenn man diese lockt. Es kommt daher immer auf die Inszenierung an wie diese Sachs darstellt. In Bayreuth könnte ich mir Koch überhaupt nicht vorstellten, genausowenig wäre Volle aber wirklich richtig am Platz in der Berliner oder Münchner Inszenierung (wobei er sich in München als Einspringer wacker geschlagen hat). Letztendlich liegt mir musikalisch und menschlich Koch näher, das ist aber Geschmackssachen.

      Kaufmann war ein toller Stolzing (auch schon live in der Premiere).
    • Jaja, es findet sich immer eine negative Zeile...
      Ich war in der Premiere (und einer weiteren Vorstellung), da brauchts keine sogenannte Kritiker, da hat man/frau die eigenen Augen und Ohren dabei.

      Falls Kritiken "nötig" sind:
      jkaufmann.info/kritik_deutsch/2016_meistersinger02.htm
      jkaufmann.info/kritik_deutsch/2016_meistersinger03.htm
      jkaufmann.info/kritik_deutsch/2016_meistersinger44.htm

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von elsa ()

    • Wenn Sie meinen, daß ich das alles lese, muß ich Sie enttäuschen. So viel Zeit gibt es nicht. Das Vergnügen, das zu lesen, liegt ganz bei Ihnen.
      Nein, meine Erinnerung schlägt nicht in Abwertung um. Ich schätze JK durchaus sehr. Aber ich bin nicht so vernagelt, nicht zu erkennen, wenn er eben mal keinen guten Tag hat. Das konnte und kann man bei ihm nicht allzu selten beobachten.
    • ira schrieb:

      ...Texthänger (was sich natürlich auch musikalisch auswirkte)


      ...die gepresste Singweise (ich will nicht "knödelig" sagen)
      Texthänger ist meines Erachtens, wenn jemand den Text komplett vergisst und nicht weiter weiß. Ich erinnere mich an einen Textdreher bei Kaufmann, was mir auch nur aufgefallen ist, weil Kaufmann absolut textverständlich sang und ich den text mitgelesen habe. Inwiefern das musikalisch Auswirkungen gehabt haben soll verstehe ich nicht. Vielleicht trügt da ausnahmsweise mal Sie ihre Erinnerung?

      Ich habe den Mitschnitt der damaligen Meistersinger und habe mir gerade noch einmal das Preislied angehört... sorry, aber von "gepresster Singweise" ist da keine Spur.

      Sie selbst haben in einem anderen Thread ausführlich und nachdrücklich darauf verwiesen wie (wissenschaftlich nachgewiesen) einen die Erinnerung trügen kann... Vielleicht sollte man sich die Dinge nach Jahren noch einmal anhören bevor man solche absoluten Aussagen macht und anderen implizit vorwirft, sie hätten Erinnerungslücken (Zitat: Es tut mir leid, maestro, aber wenn Sie ....schon wieder vergessen haben).
      Sie erwecken schon immer wieder den Anschein, als wären Sie die Einzige, die nie vergisst und deren Erinnerung immer untrüglich ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Cabaletta ()

    • Cabaletta, mit Verlaub: ich habe diese Premiere insofern noch gut in Erinnerung, weil ich noch weiß, daß ich enttäuscht war. Ob man nun Texthänger als Textdreher oder umgekehrt bezeichnet, ist Sophismus.
      Und natürlich entstehen dann musikalische Stolperer, die bestenfalls der Dirigent auffängt. Das Gaumige, das er hatte, war natürlich nicht durchgängig. Aber mir ist es aufgefallen, weil er das eigentlich schon abgelegt hatte.
      Ich akzepziere Ihre Meinung, aber bitte seien Sie so freundlich, auch meine zu akzeptieren, ohne mir gleich Erinnerungslücken zu attestieren. 3 Jahre sind noch nicht so lange her, daß ich nicht mehr wüßte, was mich damals gestört hat.
      Und: ich habe die Premiere nicht alleine angehört. Mein Mann, der immerhin Chorsänger ist - und Kaufmann schätzt - hat das seltsamerweise genauso gehört.
      Unjd wie ich sagte, bei meiner Live-Aufführung war er ja deutlich besser.
      Damit werde ich es von meiner Seite her aber bewenden lassen.