Andris Nelsons

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    • Andris Nelsons

      Heute online aus der FAZ von gestern: Ein Interview mit Andris Nelsons im Schwerpunkt über Schostakowitsch, seine musikalische Schulung und eine Kindheit in den letzten Jahren der sowjetischen Unterdrückung des Baltikums.Lesenswert!

      "Die großen Wohnungen aus der vorkommunistischen Zeit waren auf mehrere Parteien aufgeteilt. Zu viert lebten wir in einem Zimmer ohne heißes Wasser, mit Toilette im Treppenhaus. Es gab sieben weitere Zimmer für sieben weitere Familien. Wir hätten es schlimmer treffen können. Aber dank solchen Erinnerungen begreift man, was im Leben wirklich wichtig ist. Damals musste man sogar beim Brotkaufen Schlange stehen. Heute möchte man das nicht mehr glauben. Aber es gibt immer noch sehr viele Länder, in denen die Menschen so leben müssen."


      1. Anmerkung: Garantiert bayreuthfrei - kein Klatsch, kein Tratsch


      faz.net/aktuell/feuilleton/bue…stakowitsch-14435594.html


      2.Anmerkung. Ich habe 2007 eine Studienreise nach Lettland und Litauen unternommen. In Riga gibt es das Museum der Okkupation, in Vilnius im ehemaligen Sitz und der Folterstätte des KGB und der Gestapo das Museum des Genozids. Was ich zunächst als Pflichtaufgabe verstanden habe, wurde zum Beeindruckenden der ganzen Reise, dazu den Ausdruck der Menschen in den Straßen, die den größeren Teil ihres Lebens unter dieser Unterdrückung leben mußten: kein Lächeln. Zum Glück gibt es die junge Generation, die anders aufwachsen konnte.

      okupacijasmuzejs.lv/en/news/ne…n-former-kgb-headquarters


      genocid.lt/muziejus/en/
    • Und wie war der Besuch im Museum der Kollaboration mit dem Nazi-Regime?

      Schambes schrieb:


      dazu den Ausdruck der Menschen in den Straßen, die den größeren Teil ihres Lebens unter dieser Unterdrückung leben mußten: kein Lächeln.
      Seltsam. Wie mag das kommen? Zur Zeit, da man unter dieser Unterdrückung leben musste, wurde sehr wohl gelächelt und auch sehr viel gelacht. Vielleicht nicht mehr, aber mit Sicherheit nicht weniger als anderswo.
    • oaiaaia schrieb:

      Zur Zeit, da man unter dieser Unterdrückung leben musste, wurde sehr wohl gelächelt und auch sehr viel gelacht.
      Selbstverständlich wurde auch im real existierenden Sozialismus oft und herzlich gelacht, und warum auch nicht? Die Herren hatten ja allen Grund dazu!






      oaiaaia schrieb:

      Und wie war der Besuch im Museum der Kollaboration mit dem Nazi-Regime?
      Apropos Kollaboration: im SPIEGEL dieser Woche war ein interessanter Artikel über Honecker und wie er so wundersam die Inhaftierung während der Nazi-Zeit überlebte:

      spiegel.de/spiegel/erich-honec…gen-hitler-a-1111780.html
      It is only shallow people who do not judge by appearances. The true mystery of the world is the visible, not the invisible. Oscar Wilde

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von JLSorel ()

    • Reingold schrieb:

      (daher muss das Foto rechts unten eine plumpe Fälschung sein)
      Natürlich. "Lüschenpresse".
      Nein, das hat schon alles seine Richtigkeit. Nehmen wir mal genau das Photo von dem Herrn unten rechts, St. Alin.
      Er lacht sich einen Ast und deutet auf einen Gulag, in den er gerade Millionen von Menschen hat verschwinden lassen. Die dort elendiglich krepieren. Oder er deutet auf die anderen, die in Unfreiheit, Angst und unter Willkür leben.
    • Die SZ (Reinhard J. Brembeck) ist begeistert vom Einstand von Andris Nelsons in Leipzig.
      Sie titelt in der Print-Ausgabe:

      Wahre Musik ist politisch
      Eine Symphonie als Tanzstück: Andris Nelons' großartiger Auftakt als Chefdirigent in Leipzig

      sueddeutsche.de/kultur/klassik…e-violinkonzert-1.3880291

      Und Brembeck schrieb auch das Profil im "Kasten" auf der S. 4:

      sueddeutsche.de/politik/profil-andris-nelsons-1.3880728
    • ira schrieb:

      Die SZ (Reinhard J. Brembeck) ist begeistert vom Einstand von Andris Nelsons in Leipzig.
      Sie titelt in der Print-Ausgabe:

      Wahre Musik ist politisch
      Eine Symphonie als Tanzstück: Andris Nelons' großartiger Auftakt als Chefdirigent in Leipzig

      sueddeutsche.de/kultur/klassik…e-violinkonzert-1.3880291
      Na ja, denen fällt auch nichts mehr, unsäglich, diese Überschrift. Überhaupt 'Hypezig' mit seinem Protokoll und Anspruch!
    • Chronistenpflicht im Sinne der Weitergabe einer Information ohne Wertung (weil es uns auch nichts angeht; das unterscheidet uns von Christian Thielemann und seinem unsäglichen BR-Interview 2016 aus Bayreuth); extra für Sie, schambes, anbei noch einmal die Originalquellen (ist jetzt nicht gerade so, als ob diese Information geheim gehalten werden würde):

      kristineopolais.com/2018/03/27/personal-statement/
      andrisnelsons.com/2018/03/27/personal-statement/
    • Thielemann hatte 2016 anlässlich der überstürzten Abreise von Nelsons aus Bayreuth ein längeres Interview auf BR Online gegeben. In diesem Interview hatte er zwischen den Zeilen, aber doch sehr deutlich, anklingen lassen/spekuliert, dass die Abreise von Nelsons auf Eheprobleme zurückzuführen sein könnte (für mich immer noch das unsäglichste Interview aller unsäglichen Thielemann-Interviews).

      Zurück aber zum Thema. Ich freue mich sehr auf den Nelson/Alden/Lohengrin in London.