Ein Theatermann inszeniert "Tristan und Isolde"

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    • Löse von der Welt mich los….
      ….oder das Wunder im Orchestergraben – Premiere “Tristan und Isolde’ Oper Leipzig

      artvisionandmidou.wordpress.co…se-von-der-welt-mich-los/

      "Konzertgänger auf Reisen"
      Premiere TRISTAN UND ISOLDE an der Oper Leipzig
      "Nach Posen geht man nicht, von Posen kommt man, soll der Berliner Internist Georg Klemperer einmal zu einem Kollegen gesagt haben. Für den Berliner Opernreisenden gilt: Aus Leipzig reist man nicht ab, in Leipzig bleibt man. Denn der letzte Zug in die Hauptstadt (Verkehrswende in Deutschland, ein Jammerspiel) fährt bereits um kurz nach 22 Uhr. Und so kurz können keine Pausen sein, so flott kann kein Kapellmeister dirigieren, dass man das nach Richard Wagners Tristan und Isolde hinbekäme. Aber Leipzig ist ja immer eine Übernachtung wert, trotz der grauenerregenden Autobahnen rund um die Oper Leipzig; und der neue Tristan lohnt den Besuch"
      "Die Holztrompete, mit der am Ende Isoldes Schiff angekündigt wird, wird von Gábor Richter gespielt, die Marke-Bassklarinette von Ingold Barchmann. Das lange Englischhorn-Solo zu Beginn des dritten Aufzugs bläst Gundel Jannemann-Fischer wunderschön, und zwar auf der Bühne – wie bei Tcherniakovs Berliner Staatsopern-Inszenierung, wo der Instrumentalist allerdings szenisch raffinierter einbezogen wird."

      hundert11.net/leipzig-tristan/
    • Na ja - ganz salopp der liebe Lübbe: Kritiker interssieren ihn nicht, liest er nicht. Tja, man lebt ja gut von den großen Meisterwerken. Künstler sowie Kritiker, aber etwas mehr gegenseitiges Verständnis wäre schön. Publikum möchte ein Feedback. Letztendlich ist auch der Regisseur ein Profiteur. Diener der Kunst - wohl aktuell nicht mehr. Hauptsache Gage und PR sind gut. Nach einer internationalen Opernproduktion kennt er was kommt ;-)!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von April ()

    • Kurz nochmal ne Rückmeldung in diesem Thread mit dem überaus putzigen Namen. Ich war heute nochmal im dritten Akt, Mathias Hausmann als Kurwenal. Der kann dieser Rolle im Gegensatz zu seiner Premierenvertretung auch Töne geben, und gleichzeitig die Schwachstellen dieser Produktion aufzeigen. Hausmann ist eigentlich ein begnadeter Akteur, und er hat ja nun wochenlang szenisch geprobt, bei ihm sieht man, dass nur Holzschnitte auf der Bühne stehen, nichts Beseeltes. Arm hoch, Arm runter, arm dran. Und diese Isolden-Doubles. die mir beim ersten Mal nur nicht gefielen, fand ich heute schon als Belästigung. Ganz zu schweigen von dieser dümmlichen Messerstecherei am Ende, so was kann man in "Winnetou" auf der Felsenbühne machen, aber nicht kurz vorm Liebestod. Trotz allem lassen diese Banalitäten auf der wunderbar düsteren Bühne das Stück nicht sterben, der kurze Abstecher hat sich noch einmal gelohnt. Allerdings würde ich die grundsätzliche Frage, ob im dritten Art ein Tenor, der vor Kraft kaum laufen kann (und das Dahinsiechen nicht Verkörpern kann) - einem Tenor, der die Erschöpfung nicht einmal spielen muss, vorzuziehen sei, doch klar mit Ja beantworten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von opernwahn ()

    • Doch letztendlich wäre ein Tenor ideal, der total in der Rolle aufgehen und während 3 Akten eine entsprechend stimmliche sowie darstellerische berührende Leistung bringen könnte. Eigentlich war da nichts 'knisterndes' zwischen beiden Hauptdarstellern in den beiden ersten Akten. Schade! Na ja im Laufe der Zeit wird es zu Umbesetzungen kommen, wenngleich Meagan Miller überzeugen konnte. Was der MDR-Journalist bezüglich eines überzeugenden Paares schreibt, kann ich unterstreichen. Schager würde sicherlich gut passen. Ja, und die Isolde-Doubles sind peinlich. Orchestral durchaus sensationell, werde ich noch einmal besuchen wenn anderer Tristan.