Britten: Death in Venice - DOB

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    • Britten: Death in Venice - DOB

      Da ich Ian Bostridge bisher noch nie in der Oper gehört hatte, wollte ich unbedingt hin. Ich hatte mich gefragt, wie er sein doch sehr extrovertiertes Singen, auch körperlich, wohl in einen szenischen Zusammenhang einbringen will. Zumindest bei "Death in Venice" funktioniert das sehr gut (ich kannte die Oper vorher nicht), denn sie ist quasi ein einziger Monolog von Gustav von Aschenbach. Alle anderen Sänger sind quasi nur Einwürfe, die immer mal wieder einen neuen kleinen Impuls geben. Bostridge steht so letzlich 2,5 Stunden auf der Bühne und singt - eine wirkliche Leistung. Ich mag seine Art sehr, daher war ich auch hier sehr überzeugt von seiner Darstellung eines sehr unter innerem Druck stehenden Menschen, der den Boden unter den Füßen verliert und das auch nicht überlebt. Seth Cario als "Sidekick" singt verschiedenste Rollen, eigentlich ganz schön, es könnte aber ein bisschen abwechslungsreicher sein. Es sit aber auch schwer, neben Bostridges Expressivität zu bestehen.
      Sehr gut hat mir das Orchester und Markus Stenz gefallen, es ist ja hier eher klein besetzt und wird sehr rhythmisch mit viel Schlagwerk eingesetzt. Zwischendurch gibt es aber auch ein paar wenige instrumentale Zwischenspiele, die sehr klangschön gespielt wurden. Ich fand das hervorragend gespielt und sehr überzeugend.
      Im übrigen war die Vorstellung wesentlich besser verkauft, als ich gedacht hatte. In jedem Fall kann ich einen Besuch (eine Aufführung gibt es noch) sehr empfehlen.
    • Friedrich schrieb:

      Da ich Ian Bostridge bisher noch nie in der Oper gehört hatte, wollte ich unbedingt hin. Ich hatte mich gefragt, wie er sein doch sehr extrovertiertes Singen, auch körperlich, wohl in einen szenischen Zusammenhang einbringen will. Zumindest bei "Death in Venice" funktioniert das sehr gut (ich kannte die Oper vorher nicht), denn sie ist quasi ein einziger Monolog von Gustav von Aschenbach. Alle anderen Sänger sind quasi nur Einwürfe, die immer mal wieder einen neuen kleinen Impuls geben. Bostridge steht so letzlich 2,5 Stunden auf der Bühne und singt - eine wirkliche Leistung. Ich mag seine Art sehr, daher war ich auch hier sehr überzeugt von seiner Darstellung eines sehr unter innerem Druck stehenden Menschen, der den Boden unter den Füßen verliert und das auch nicht überlebt. Seth Cario als "Sidekick" singt verschiedenste Rollen, eigentlich ganz schön, es könnte aber ein bisschen abwechslungsreicher sein. Es sit aber auch schwer, neben Bostridges Expressivität zu bestehen.
      Sehr gut hat mir das Orchester und Markus Stenz gefallen, es ist ja hier eher klein besetzt und wird sehr rhythmisch mit viel Schlagwerk eingesetzt. Zwischendurch gibt es aber auch ein paar wenige instrumentale Zwischenspiele, die sehr klangschön gespielt wurden. Ich fand das hervorragend gespielt und sehr überzeugend.
      Im übrigen war die Vorstellung wesentlich besser verkauft, als ich gedacht hatte. In jedem Fall kann ich einen Besuch (eine Aufführung gibt es noch) sehr empfehlen.
      Ich war zwar damals in der Premierenstaffel, aber erinnere mich noch sehr gut daran, dass mir Carico den Abend gerettet hat, denn gerade er zeigt vielfältiges Spiel (und in einer Szene auch seinen attraktiven Körper, meine Damen und Herren ;-), stimmlich schöpft er nicht aus dem Vollen, das stimmt schon, aber für mich ist er ein sehr erfreuliches Gesamtpaket, was ihn auch als Arzt im Wozzeck ausgezeichnet hat. Es scheint aber, dass ich wegen Bostridge noch einmal hätte hingehen sollen, aber vielen Dank für die Schilderung, so kann ich ihn auf die Liste der Empfehlungen setzen.
    • Goldschmied schrieb:

      Friedrich schrieb:

      Sehr gut hat mir das Orchester und Markus Stenz gefallen
      Haben andere im Forum Markus Stenz auch schon mal erlebt - mit Oper - und was ist so die Meinung ? Würde mich interessieren. Danke.....
      Da Stenz viele Jahre GMD des Gürzenich-Orchesters, das sowohl in der Kölner Oper als auch in der Philharmonie musiziert, war, habe ich ihn oft sowohl in Konzerten als auch in der Oper erlebt.
      2004 hat er mit Fidelio begonnen. Der Orchestergraben war sehr hoch gefahren trotzdem klapperte es noch ein wenig. Das hat sich dann aber sehr schnell geändert.
      Den Carsen-Ring hatte ich zweimal mit dem Dirigat von Jeffrey Tate gehört und war begeistert, dann übernahm Stenz und sein erster Ring war für mich im Vergleich zu Tate enttäuschend. Der letzte hingegen, und Lohengrin, Tannhäuser und Meistersinger waren sehr gut. Auch als Konzertdirigent war er sehr gut, auch wenn mir sein Vorgänger, James Conlon, etwas besser gefallen hatte, der aber zu meiner Zeit leider nicht mehr im Orchestergraben der Kölner Oper anzutreffen war.
      Letzte Bemerkung: Ich liebe natürlich das Orchester, von dem hier die Rede ist. :)
    • Zwischenrufer2 schrieb:

      Goldschmied schrieb:

      Vielen Dank @Zwischenrufer2 !

      Aber jetzt bin ich natürlich neugierig warum Sie „natürlich das Gürzenichorchester lieben“. :rolleyes:
      Zunächst, weil es das verdient hat. Zweitens, weil mir Köln am Herzen liegt. Das hat familiäre Gründe. Drittens, weil ich dort studiert habe. :)
      ach deshalb...Sie kamen mir irgendwie bekannt vor ^^ - sind Sie etwa meine Schwester?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Goldschmied ()

    • Goldschmied schrieb:

      Zwischenrufer2 schrieb:

      Goldschmied schrieb:

      Vielen Dank @Zwischenrufer2 !

      Aber jetzt bin ich natürlich neugierig warum Sie „natürlich das Gürzenichorchester lieben“. :rolleyes:
      Zunächst, weil es das verdient hat. Zweitens, weil mir Köln am Herzen liegt. Das hat familiäre Gründe. Drittens, weil ich dort studiert habe. :)
      ach deshalb...Sie kamen mir irgendwie bekannt vor ^^ - sind Sie etwa meine Schwester?
      Köln hat auch bei mir ein Stein im Brett.
      hier ein Gruss us Kölle für Sie


      Liebe Kollegen, ich selber komme vom Rhein und liebe Köln (und nicht Düsseldorf). Nun aber uns die Bläck Fööss um die Ohren zu hauen, geht dann doch zu weit <X
    • entschuldigung @Waedliman

      ich werde es löschen

      allerdings wollte ich mich über @Zwischenrufer2 etwas lustig machen.....aber das war wohl verfehlt.

      denn mir ist aufgefallen, dass er eine Ausdrucksweise * benutzt, die mich sehr an was erinnert, dass er selber in der Diskussion um Hemmerichs Artikle, den @DerTaumler eingestellt hatte (siehe Zeitungen:Artikel und Links Beitrag Nummer 1669), ziemlich blockiert hatte. Nämlich die ganze Sache mit den faltigen Fanboys und girls, die sich auf eklige Weise........"

      * dieses :love: und "er liebt das Orchester". Ich finde es ungewöhnlich sich so auszudrücken. Ausser man hat eben dahingehende Absichten. Aber vielleicht hat @Zwischenrufer2 ja auch Familie oder engere Beziehungen zu den gemeinten Leuten.

      Ausserdem hat er sich über einen meiner Beiträge lustig gemacht "Ich soll in den Spiegel schauen, dann wüsste ich, was mit mir los sei". Ich fand das schon lustig, und nun kann ich dasselbe zu ihm sagen.

      Ich fand es natürlich nett, dass er mir auf die Anfrage wegen Markus Stenz geantwortet hat. Ich habe als Kind 10 Jahre Köln gelebt. Hatte jahrelang ein Opern und Konzert Abo. Habe also so zielmich alles gehört, was es da so gab. Lange vor Markus Stenz.

    • Asteria schrieb:

      JLSorel schrieb:

      Goldschmied schrieb:

      Ich habe als Kind 10 Jahre Köln gelebt. Hatte jahrelang ein Opern und Konzert Abo.
      Sie hatten als Kind ein Opern- und Konzertabo?
      Kommt auf die Definition von 'Kind' an, würde ich sagen...
      In die Oper ist die ganze Familie gegangen. Es gab damals in Köln Sonntagsnachmittags normale Vortsellungen, also ich meine nicht nur Hänsel und Gretel sondern alles, was sonst auch auf dem Spielplan stand.
      Konzerte waren noch im Gürzenichsaal.....man stand an der Seite und hat sich dann vorne "illegal" auf leere Plätze gesetzt. Ich hab alles und jeden miterlebt, der da so angereist ist.

      ich war 9 als es losging.....
    • Goldschmied schrieb:

      * dieses und "er liebt das Orchester". Ich finde es ungewöhnlich sich so auszudrücken.
      Sie haben eine sehr begrenzte Einstellung zum Gebrauch des Verbs "lieben".

      Goldschmied schrieb:

      Ausserdem hat er sich über einen meiner Beiträge lustig gemacht "Ich soll in den Spiegel schauen, dann wüsste ich, was mit mir los sei". Ich fand das schon lustig, und nun kann ich dasselbe zu ihm sagen.
      Also von "in den Spiegel schauen" haben Sie nichts geschrieben.

      Waedliman schrieb:

      Liebe Kollegen, ich selber komme vom Rhein und liebe Köln (und nicht Düsseldorf). Nun aber uns die Bläck Fööss um die Ohren zu hauen, geht dann doch zu weit
      Mich hat eher die Werbung für Reissdorf Kölsch gestört, da ich Paulaner Weißbier bevorzuge.

      Goldschmied schrieb:

      sind Sie etwa meine Schwester?
      Wenn Ihre Schwester männlich sein sollte, dann könnte ich der Frage mal nachgehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zwischenrufer2 ()