Der XXL-Ostfriese ist tot

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    • Reingold schrieb:

      Geht mir auch so. Ist das eine Bildungslücke?
      Lücke vielleicht, aber nicht in der Bildung.
      Eine Lücke fand der leider Verstorbene in den Medien mit Hife der üblichen medialen Akteure. Er war Chiropraktiker und fand ins Fernsehen, weil er - angeblich - sämtliche orthopädischen Malaisen eines Pferdes 1. mit einem Blick diagnostizierte und 2. mit einem groben Ruck heilte, wobei auffiel, daß alle (im Fernsehen) vorgeführten Pferde an gleichen, mindestens sehr ähnlichen Beeinträchtigungen leiden sollten. Sensation. Da es in meiner Familie Pferdebesitzer - reiter und - verrückte gibt (ich gehöre nicht dazu, Pferde sind nette Tiere aber für meinen Geschmack ein bißchen groß), kam das Thema "Ein-Blick-ein-Griff-Heiler" auch bei mir an. Tatsache ist, daß es zunächst bei vielen Pferden (vor der Kamera) zu "Heilungen" kam, die aber danach nicht anhielten. Die Pferdeszene war schon über den Umgang mit den Tieren entsetzt, erst recht die Ärzte und Physiotherapeuten.

      Wer weiß, welchen groben Zugriffen Grane durch sein frühes Ableben - wenn auch unter sehr unschönen Umständen - entgangen ist.
    • Schambes schrieb:

      Da es in meiner Familie Pferdebesitzer - reiter und - verrückte gibt

      Herr Hoppenstedt: Erich, deine Frau ist doch vormittags auch berufstätig . . .
      Herr Pröhl: Ja . . . Roswitha reitet dreimal die Woche . . .
      Frau Hoppenstedt: Toll!
      Herr Hoppenstedt: Sehr gut! Als Frau braucht man eine sinnvolle Aufgabe . . .
      Frau Pröhl: Zu Hause komme ich mir völlig überflüssig vor . . .
      Frau Hoppenstedt: . . . und Reiter werden ja immer gebraucht . . .
      It is only shallow people who do not judge by appearances. The true mystery of the world is the visible, not the invisible. Oscar Wilde
    • JLSorel schrieb:

      Ist denn überliefert, wie alte Grane zum Zeitpunkt seines Ablebens war?
      Nein, aber man kann ja leicht errechnen, wie alt er mindestens sein muss. Was Lebensalter betrifft, das er möglicherweise hätte erreichen können: Es gibt im »Ring« nur sehr wenige ewig existierende Wesen. Götter, Menschen, Riesen, Zwerge, Drachen und andere Tiere, also auch Pferde, gehören nicht dazu.
    • JLSorel schrieb:

      Arminius schrieb:

      Und wird die Schlafzeit auf dem Felsen mitgerechnet oder ist die Zeit dort stehengeblieben?
      Man wird von letzterm ausgehen können. Brünnhilde ist ja bei der Ankunft ihres Neffen auch noch frisch wie das blühende Leben.
      Denke ich auch, weder wird sie 20 Jahre älter dargestellt als zu Ende der Walküre noch ist sie, was ja eigentlich passiert sein müßte, im Laufe der Zeit verhungert...
      "Ich frage mich ernsthaft, was für ein Rattenloch eine Partei oder Franktion eigentlich sein kann" (A. Poggenburg, AfD, übr seine eigene Partei)
    • Also, wenn Sie das Thema noch ein bißchen ausweiten möchten, müßten Sie sich doch erst klar darüber werden, wann Grane das erste Mal auftaucht. Gehen Sie davon aus, daß Brünnhilde dieses erstmals in der Walküre reitet? Oder hat der liebende Vater der süßen kleinen Tochter das Tier schon im Rheingold gestellt? Stand es noch früher schon im Stall? Woher kommt Grane in der Götterdämmerung? Frisch erworben? Fragen über Fragen. Hat Wagner sich dazu geäußert? Kann die Lebenswelt eines real möglichen Pferdes überhaupt der Gegenstand der Debatte sein? Oder ist es nicht überhaupt ein fiktionales Pferd? Sogar Thorstein (Sie erinnern sich?) schweigt.

      Nur am Rande: Es ist schwierig, die wahrscheinliche Lebenszeit eines Pferdes zu schätzen, das hängt von vielen Faktoren ab. Ein gut gepflegtes und nur mit Maßen belastetes Tier kann 40 Jahre alt werden, wahrscheinlich sind so um die 30. Womit wir wieder bei dem XXL-Ostfriesen wären.