I even forgot ...

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    • Woher kommt mir nur diese idiotische Art, Unterstellungen in Fragen zu kleiden, so bekannt vor? Derjenige, den ich meine, würde jetzt sagen, das ist zum reihern.

      Reingold schrieb:

      Ich bin mir nicht sicher, ob Sie damit sagen wollen, dass z.B. die Lyrik von W.v.d.Vogelweide keine Literatur ist?
      Ich jedenfalls bin mir sicher, daß thomathi das nicht sagen will. Denn ich habe ihn noch nicht als jemanden erlebt, der ein Faible für Vergleiche hat, die auf beiden Beinen hinken.
    • Reingold schrieb:

      thomathi schrieb:

      Für einen Wertkonservativen ist diese Nobelpreisverleihung für Literatur schon etwas grenzwertig.
      Ich bin mir nicht sicher, ob Sie damit sagen wollen, dass z.B. die Lyrik von W.v.d.Vogelweide keine Literatur ist?
      Doch!
      Aber doch kaum im Bereich des Literatur-Nobelpreises.
      Möglicherweise haben Sie recht. Gerade dieser Preis ist oft aus politischen Gründen zuerkannt worden.
    • thomathi schrieb:

      Doch!
      Aber doch kaum im Bereich des Literatur-Nobelpreises.
      Möglicherweise haben Sie recht. Gerade dieser Preis ist oft aus politischen Gründen zuerkannt worden.
      Ich verstehe Sie schon wieder nicht: Doch, das Werk W.v.d.V. zählt zur Literatur, aber nicht zu einem Bereich, der Literatur-Nobelpreis-würdig wäre?
      Ich habe mich in meiner Antwort aber wohl auch nicht klar ausgedrückt: Ich hatte Ihr fett und kursiv gedrucktes "Literatur" so verstanden, dass es Sie stört, dass die Texte Bob Dylans auch gesungen werden.
      Mit Ihrem letzten Satz haben Sie natürlich recht, allerdings sehe ich den Zusammenhang mit Bob Dylan wiederum nicht.
    • Nobelpreiswürdig ist, wer „das Vorzüglichste in idealistischer Richtung geschaffen hat“. Nun ja. Bei der Durchsicht der Liste bisheriger Nobelpreisträger hat sich mir nicht erschlossen, warum die Preisverleihung an Dylan grenzwertiger ist als bei anderen (abgesehen davon, dass ich viele - wenn überhaupt - nur vom Namen kannte und nur von den wenigsten etwas gelesen habe: darunter war auch Pearl S. Buck).
    • thomathi schrieb:

      Reingold schrieb:

      thomathi schrieb:

      Für einen Wertkonservativen ist diese Nobelpreisverleihung für Literatur schon etwas grenzwertig.
      Ich bin mir nicht sicher, ob Sie damit sagen wollen, dass z.B. die Lyrik von W.v.d.Vogelweide keine Literatur ist?
      Doch!Aber doch kaum im Bereich des Literatur-Nobelpreises.
      Möglicherweise haben Sie recht. Gerade dieser Preis ist oft aus politischen Gründen zuerkannt worden.
      Das könnte damit zusammenhängen, dass gehobene Literatur häufig politische Implikationen besitzt.
      Was "gute" Literatur ausmacht, daran scheiden sich seit jeher die Geister. Man kann - wie es die Akademie tut - die politische Aussage hinter der Literatur mit in die Bewertung einfließen lassen. Man kann auch einfach nur Stabreime, Symbole und sonstige Stilfiguren zählen und das Werk mit der höchsten Synekdochen-Quote auszeichnen. Auch nicht wirklich befriedigender.

      Zur Entscheidung nur so viel: Dylan ist eine nachvollziehbare Wahl; ich hätte aber, wenn schon ein Songwriter, "the Boss" oder Tom Waits eher nachvollziehen können. Dass Philip Roth den Nobelpreis immer noch nicht bekommen hat, empfinde ich schon seit Jahren als die eigentliche Enttäuschung.
    • RagnarDanneskjoeld schrieb:

      Dylan ist eine nachvollziehbare Wahl
      Obwohl ich Bob Dylan durchaus mag, ist das für mich keine nachvollziehbare Wahl.
      Ich mag auch Barack Obama, trotzdem waren die Vorschußlorbeeren 2009 mit dem Friedensnobelpreis für mich auch keine nachvollziehbare Wahl. Und die Hoffnungen, die man in diese Verleihung gesetzt hat, haben sich bis heute nicht erfüllt.
    • RagnarDanneskjoeld schrieb:

      Das könnte damit zusammenhängen, dass gehobene Literatur häufig politische Implikationen besitzt.
      Da denke ich an den nicht so leicht nachvollziehbaren Satz von Heinrich über seinen Bruder Thomas Mann, dass letzterer der politischere von ihnen beiden gewesen sei.
      Natürich kann man je nach Lesevorlieben auch andere Namen als Bob Dylan auflisten, mir fallen spontan Atwood, Murakami, Seth, Roth ... ein, aber über ersteren freue ich mich schon sehr.
    • Ich denke, niemand kann bestreiten, dass Bob Dylan eine überaus einflussreiche Gestalt ist, dass er mit seinen Liedern (und damit selbstverständlich auch mit seinen Texten) unsere Kultur in den letzten Jahrzehnten ganz entscheidend geprägt hat. Das kann man (zum Glück!) von Bestsellerfabrikanten wie Murakami oder Roth beim besten Willen nicht sagen. Und wenn auch diese zur Wahl gestanden haben, finde ich die Entscheidung für die erheblich bedeutendere Figur sehr nachvollziehbar.
    • Leider ist es dem Autor nicht gelungen, seinen Text so zu schreiben, dass man unterscheiden kann, was er ernst meint und was nicht. Was bei einem Autor, der imstande ist, einen dieser blöden und sehr, sehr abgelutschten Kalauer à la »Keine Lyrik, nirgends.« in seinen Text zu bauen, sicher nicht weiter verwundern kann. Wenn er da aber tatsächlich ernst meint (Die Sache ist kategorisiert, und dabei bleibt’s) ist das erstaunlich dümmlich. Wobei man zugestehen muss, dass solche Positionen, die sich auf ewige Wahrheiten berufen, gerade mal wieder Hochkonjunktur haben. Es gibt da einige im Moment sehr wichtig genommenen Büchelchen von Boghossian, Gabriel, Ferraris u.v.a., die uns endlich de Rückkehr zu den alten Gewissheiten und das Ende des zersetzenden Relativismus verheißen. Insofern könnte es sein, dass das Nobelpreis-Komitee noch etwas hinterher und dieser Professor ganz am Puls des Zeitgeistes ist.