Passionstheater Oberammergau - Der fliegende Holländer

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    • Passionstheater Oberammergau - Der fliegende Holländer

      CHRISTIAN STÜCKL INZENIERT WAGNER"DER FLIEGENDE HOLLÄNDER" IN OBERAMMERGAU
      Quelle: br-klassik.de/aktuell/news-kri…der-oberammergau-100.html

      Wagner im bayerischen Sommer - das ist keine ausschließliche Domäne der Bayreuther Festspiele oder der Opernfestspiele München: 2017 präsentiert das Passionstheater Oberammergau eine Inszenierung des "Fliegenden Holländers"; Regie führt Christian Stückl.
      Nachdem 2016 bereits Verdis "Nabucco" im Passionstheater Oberammergau auf dem Spielplan gestanden hat, will es Regisseur Christian Stückl auch im kommenden Jahr noch einmal mit der Oper versuchen - nach eigener Aussage, "um zu schauen, wie weit wir damit kommen". Ausgesucht hat er sich Richard Wagners "Der fliegende Holländer", ein frühes Werk des Komponisten - und zudem wohl die einzige Wagner-Oper mit (relativ) kurzer Spieldauer: Länger als zweieinhalb Stunden dauert der "Holländer" nicht. Die Premiere ist am 30. Juni.
      EIN HOLLÄNDER AUS UNGARN
      Stückl verlässt sich auf dasselbe Team, das bereits den "Nabucco" zum Erfolg geführt hat: die Neue Philharmonie München unter der Leitung des lettischen Dirigenten Ainars Rubikis, Chorleiter Markus Zwink und Bühnenbildner Stefan Hageneier. Die Titelrolle wird vom ungarischen Bassisten Gábor Bretz interpretiert. Stückl hatte sich ausdrücklich einen "jungen Holländer" gewünscht. Mit der Wagner-Hochburg Bayreuth kommt Stückl übrigens nicht ins Gehege: Die dortigen Festspiele beginnen erst am 25. Juli, während die letzte Vorstellung in Oberammergau am 23. Juli stattfindet. Im übrigen steht der "Holländer" 2017 in Bayreuth nicht auf dem Spielplan.

      passionstheater.de/spielplan/der-fliegende-holl%C3%A4nder

      Oper von Richard Wagner
      Romantische Oper in drei Akten
      Dirigent: Ainars Rubikis
      Regie: Christian Stückl
      Bühne und Kostüme: Stefan Hageneier
      Chorleitung: Markus Zwink
      Neue Philharmonie München
      Chor des Passionstheaters Oberammergau
    • „Der fliegende Holländer“: Über 50 Prozent der Karten bislang verkauft
      Quelle: merkur.de/lokales/garmisch-par…ang-verkauft-8391722.html
      von Ludwig Hutter
      Es ist nicht die erste Oper, die Christian Stückl auf die Bühne bringt: Diesmal wagt er sich an Richard Wagners „Der fliegende Holländer“. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
      Oberammergau – Gerne sonnen sich die Ammergauer im Rampenlicht. Irgendwie ein nachvollziehbares Verhalten, wenn alle zehn Jahre eine halbe Million Menschen aus aller Welt pure Bewunderung und Begeisterung versprühen. Nun reklamiert man im Dorf der Passions-Spieler auch noch für sich, an der Entstehung der Bayreuther Festspiele beteiligt gewesen zu sein. Angeblich soll Richard Wagner 1871, als er in Oberammergau weilte, hier dazu inspiriert worden sein. Gefallen hat es ihm wohl gut, denn in sein Tagebuch schrieb er damals, dass es an diesem Ort „über jede Beschreibung hinaus schön“ . . .
      Worte, die man natürlich gerne hört in der gut 5000-Seelen-Gemeinde, und vielleicht als kleinen Dank dafür erinnert man sich jetzt wieder des prominenten Gastes. Wagners romantische Oper „Der fliegende Holländer“ bildet nämlich am 30. Juni den Auftakt des diesjährigen Kultur- und Theatersommers: Über 200 Sänger, wovon nur rund 40 von auswärts kommen, und das 80 Mitglieder zählende Orchester der Neuen Philharmonie München setzen diese Inszenierung unter der Regie von Christian Stückl auf der 40 Meter breiten Freilichtbühne um. Wieder ein großes Werk. Wovor Stückl nicht bange ist: „Es ist ja nicht meine erste Oper.“ Zudem würden bei den Proben, die Ende Mai begonnen haben, „alle super mitziehen“. Auch die Solisten, alles Künstler von internationalem Rang, die schon an vielen großen Häusern gesungen haben. Christian Carlstedt, Casting-Direktor an der Oper in Basel, hat sie „eingekauft“. Intensiv, seit Wochen, ja Monaten, bereitet der musikalische Leiter in Oberammergau, Markus Zwink, seinen Chor auf die große Aufgabe vor. Der lettische Dirigent Ainars Rubikis, frisch gekürter Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin, baut auf Zwinks Arbeit auf, sorgt für den Feinschliff.
      Auch im Passionstheater selbst laufen die Vorbereitungen auf vollen Touren: Technischer Leiter Carsten Lück mit seinem Team schreinert die aufwändigen Kulissen nach den Vorgaben von Stefan Hageneier, zu denen auch eine Drehbühne und ein Schiff gehören. Daneben arbeiten Bühnenmaler und Schneiderei unter Hochdruck.
      Bislang sind für die sechs Aufführungen über 50 Prozent des Kartenkontingents, zirka 11 000 Tickets, verkauft worden. Christian Stückl: „Wir liegen momentan etwas schlechter als bei Nabucco, und da hatten wir am Ende 95 Prozent.“ Dass der Verkauf im Juni noch einmal anzieht, wünscht sich der Regisseur. Immerhin schlagen für den gesamten Theatersommer Ausgaben von 1,4 Millionen Euro zu Buche. Erst einmal in den vergangenen sieben Jahren musste man bei der Gemeinde um einen „finanziellen Nachschlag“ in Höhe von 55 000 Euro bitten: „Sonst isses immer guad nausganga“, sagt Stückl. Das soll auch 2017 wieder so sein – ehe es langsam auf die Passion zugeht. Da ist der Stoff dann ja wieder vorgegeben.
      Auf einen Blick
      „Der fliegende Holländer“
      Termine: 30. Juni sowie 2./14./16./21./23. Juli; jeweils 20 Uhr, Passionstheater.
      Preise: 29, 49, 59, 79, 94 Euro
      Karten: Tel. 0 88 22/945 88 88, Tourist-Info Oberammergau, oder unter passionstheater.de
    • Lebensstrotzend:

      "Christian Stückl hat die erste Wagner-Oper, die er auf der Bühne sieht, selbst gemacht, mit ungeheuer sicherem Instinkt. So kann es weitergehen in Oberammergau, und man wünscht dem Ort nur ausverkaufte Aufführungen. Ein lebensstrotzendes Pedant zu Bayreuth ist hier entstanden, zumindest in diesem Sommer, aber vielleicht auch in Zukunft. Viel Freude macht es auf jeden Fall."

      von Egbert Tholl

      sueddeutsche.de/kultur/oberamm…lebensstrotzend-1.3569722

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