Lohengrin - Deutsche Oper

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    • ira schrieb:

      Es war nicht so. M.W. ist das etwa 10 Jahre her und war die Schlußvorstellung der Opernfestspiele. Von "ausgebuht" kann keine Rede sein.
      Das war im Jahr 2007 unter Peter Schneider in der Langhoff Inszenierung. Falls jemand am 31. Juli gebuht haben soll, dann relativ diskret, denn ich habe damals nichts mitbekommen. Ich habe soeben in meinen Aufzeichnungen nachgeschaut.
    • Gundryggia schrieb:

      nein, das glaube ich nicht, denn ich war da auch dabei. Das war eine langweilige, anämische, nichtssagende Gräfin, die mit dem Text wenig anzufangen wußte.
      In welcher Vorstellung? Ich war in mehreren, u.a. am 21.06.2002. Und in dieser Aufführung bekam Nylund nach ihrer großen Schlußszene "Bravi"-Rufe ohne Ende. Merkwürdig, wahrscheinlich waren das alle doofe Touristen, die von Strauss keine Ahnung haben. Im übrigen gibt es auch einen Mitschnitt dieses Abends und auf diesem ist auch der Applaus zu hören...
      Und auch ihre "Arabella" muß man erwähnen, sie war noch jung, sehr hübsch und glaubwürdig in der Partie. Später hörte ich einmal Felicity Lott. Als die dann die Passage sang: Ich muß Abschied nehmen von meinen Mädchentagen... war das doch ganz schön albern.

      parlando schrieb:

      Simone Schneider ist auch eine Sängerin
      Leider habe ich die Sängerin noch nicht gehört, werde mal versuchen, irgendetwas bei youtube zu finden.
      Im übrigen bleibe ich dabei: Es mag Ausnahmesängerinnen geben und gegeben haben, die sowohl Elsa als auch "Fidelio"-Lenore singen können. Aber bei den meisten ist es nicht ideal und so auch nicht bei Nylund.

      ira schrieb:

      Gesang ist immer noch Geschmackssache und an so manchem Sänger/Sängerin scheiden sich die Geister.
      Richtig! Seit ihrer Elisabeth/Venus und Lisa meide ich z.B. Denoke. Ihre Lisa fand zwar im 2. Bild auch einige sehr schöne lyrische Passagen, doch in der Szene mit Hermann war bereits eine leichte Überforderung zu hören. Im Newa-Bild kam es dann auch zu stimmlichen Einbrüchen. Ihre stimmlichen Defizite waren keinesfalls nur einer Erkältung geschuldet, (nachzulesen im Merker).

      Heerrufer schrieb:

      Luanda deVol
      Sie heißt Luana deVol.
      Carpe Diem

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eduard19 ()

    • Gundryggia schrieb:

      Eduard19 schrieb:

      Kennen Sie eine Sängerin, die die "Fidelio"-Leonore und die Elsa im Repertoire hat?
      Domingo wird 2027 die Elsa in Bayreuth und 2028 die Fidelio-Leonore in Wien/München singen.
      Nachdem ich Latonia Moore als trippelnde Butterfly-Geisha überlebt habe, werde ich auch Domingo mit blonden Locken auf dem Weg ins Duett mit der dann gar nicht mehr zu hörenden W. Meier als Lohengrin (Debüt!) überleben. Bzw. werde ich die Karten, die dann wahrscheinlich zwischen 250 und 1000 EUR kosten, einfach nicht kaufen, sondern mir die Live-Übertragung auf RTL 2 anschauen.
    • 12.05.2019

      Neu

      Wenn man mit sogenannten Wagner-Tagen wirbt und damit viele auswärtige Besucher ins Haus zu locken versucht, dann sollte man vielleicht auch vorher entsprechend proben. Zumindest der erste Tannhäuser und der Lohengrin gestern standen da unter keinem guten Stern. Donald Runnicles hat die Oper schon oft am Haus dirigiert, Es waren gute und sehr gute Abende dabei, aber auch weniger packende Aufführungen. Gestern lief schon im Vorspiel einiges bei den Streichern schief. Im weiteren Verlauf hat Runnicles ungewohnt langsam dirigiert. Das hat sich im 2. Akt mit dem Auftritt des Chors plötzlich geändert. Von da an war das Dirigat flott und plötzlich packend. Die zahlreichen Trompetenpatzer laste ich ihm nicht an. Trotz der ansonsten hervorragenden gesanglichen Leistungen steht und fällt ein Lohengrin mit dem Sänger der Titelpartie. Zunächst habe ich mich gefreut, einmal einen anderen Sänger als die üblichen Verdächtigen zu hören. Ich fand Daniel Johansson nicht so schlimm wie viele andere Besucher, aber auch nicht wirklich gut. Seine stimmlichen Möglichkeiten waren von der Kraft her recht limitiert. Immer wenn er mehr wollte, ging das zu Lasten der Intonation. In der Stimme waren auch immer wieder Brüche. Die Gralserzählung gelang ihm ganz ordentlich, bis er kurz vor dem Ende wieder die genannten Probleme hatte. Dazu kam, dass er mehr Pastor als Staatsmann war. Den stärksten Eindruck des Abends hinterließ John Lundgren mit unerschöpflichen Kraftreserven als fast schon exemplarischer Telramund. Anna Smirnova stand ihm in nichts nach und wirkte ausgeruhter als bei ihrem letzten Auftritt als Ortrud. Camilla Nylund habe ich schon mehrfach als Elsa gehört. So gut wie gestern hat sie mir noch nie gefallen. Sie hat die Partie sehr innig und zurückgenommen gesungen. Ein Freund meinte zwar, sie könnte nicht mehr geben, aber ich finde, da hat alles gesessen, jeder Tonsprung, da war nichts in Gefahr. Andreas Bauer-Kanabas habe ich öfter in seiner Zeit an der Staatsoper gehört. Ehrlich gesagt habe ich seine Stimme nicht wiedererkannt. Mir hat sein König Heinrich gut gefallen. Das klang sicher etwas derb, dafür aber kraftvoll und sehr textverständlich (vielleicht ein wenig zu akzentuiert). Eine absolute Luxusbesetzung war zum wiederholten Mal Derek Welton als überragender Heerrufer, der die Partie für Dong-Hwan Lee übernommen hatte. Trotz der überwiegend sehr guten Leistungen ein Abend mit Licht und Schatten.
    • Neu

      Es gibt Abende, da ist es eigentlich völlig egal, ob die Solisten sehr gut oder "nur" gut sind. An solchen Abenden brillieren Chor, Orchester und Dirigent. So war mein Eindruck gestern beim Lohengrin. Ein knackig-zügiges Dirigat von Runnicles, kein Vertändeln und Verschleppen, sondern wunderbare Lyrismen im Gegensatz zu gewaltigen Bläserkaskaden, die, zugegeben, nicht astrein sauber waren, aber die drei kurzen Patzer bei den Trompeten nehme ich einfach mal hin. Johansson in der Titelrolle war schon als Hoffmann etwas überfordert, ich war verunsichert, ob er den Lohengrin durchstehen würde. Ein versemmelter Ton, der Rest saß irgendwie, wenn auch nicht so, dass ich mich entspannt zurücklehnen konnte. Irgend etwas ist seltsam an dieser sehr unruhigen Stimme, vor allem in den hohen Lagen. Ähnlich ging es mir mit Kanabas` Heinrich. Seiner satten, aber monochromen Mittellage steht eine zugeschnürte Höhe entgegen, die unschön klingt. Lundgrens Telramund muss nicht schön klingen, tat er auch nicht, dafür aber satt, mit der nötigen Mischung aus Angriffslust und Eingeschüchtertsein durch seine Gattin. Smirnova gab eine fulminante Ortrud, in keiner Sekunde am Rand der Möglichkeiten, sowohl die entweihten Götter, als auch das Finale gelangen scheinbar mühelos, was ihr den größten Applaus sicherte. Nylunds Elsa schließlich ohne Fehl und Tadel. Elsa liegt ihr, was mich nicht wundert. Die Inszenierung von Holten ist keine. Das erinnert mich alles an Rampentheater aus früheren Zeiten, ließ meinen Begleiter, einen relativen Novizen, allerdings erleichtert aufatmen, denn so konnte er der Geschichte gut folgen