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    • Minnie schrieb:

      Mit Verlaub, Manuel Brug wird immer unerträglicher. Ein Waschweib ist nichts dagegen.
      Tatsächlich scheint in dem Artikel vieles an den Haaren herbeigezogen. Es würde mich zum Beispiel sehr wundern, wenn Welser-Möst tatsächlich Barenboim an der Staatsoper beerben würde. Wahrscheinlicher scheint da doch jemand mit Stallgeruch wie Jordan, Weigle, Ettinger oder Young - alles Kandidaten, die auch für München infrage kommen dürften.
    • nun, Markus Thiel hat den Namen erwähnt, weil er ihn gerne in München sehen würde; ob dies als Gerücht reicht, kann jeder für sich selbst entscheiden (ich halte Pappano für völlig illusorisch, gerade auch vor dem Hintergrund der Wahl der beiden letzten GMDs Nagano und Petrenko).

      zu Brugs Artikel: Puh, harte Kost, aber es würde mich nicht wundern, wenn zumindest die Personalie Homoki für München ernsthaft in Betracht käme. Er kennt das Haus, könnte gleich einen GMD mit im Gepäck haben (wenn nicht Luisi, bsp, Jurowski). Ich denke sowieso, dass zunächst der Intendant ausgewählt wird und dann der GMD gemeinsam mit dem Intendanten (so könnte man Probleme wie zwischen Nagano und Bachler oder auch Thielemann und Dorny vermeiden).

      Für Wien sieht die Sache sicher anders aus. Meyer ist weder am Haus noch im Ministerium beliebt, der ORF hat ihm am Montag (unter Beteiligung von Brug) gleich noch einmal ein weiteres Messer in den Rücken gerammt (wunderbar ist der Karl Löbl Gedächtnis-Verriss direkt aus dem Zuschauerraum ab 1:50):

      tvthek.orf.at/profile/Kulturmo…ndirektors-Meyer/13926966

      Und dennoch wäre meine Vermutung, dass Meyer weitermacht. Besser für das Haus wäre allerdings ein neuer Intendant und natürlich auch ein Chefdirigent.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von maestro ()

    • für einen Intendantendfindungskommision wäre Homoki auf jeden Fall die offensichtlichste Wahl (sowohl für Wien als auch für München); er hat bereits Intendantenerfahrung an der Komischen Oper Berlin und Zürich, hat hat eine gute Nase für interessante Regisseure/Werkauswahl und bietet dennoch in Zürich einen sehr ausgewogenen Spielplan, ist noch im Besten Intendantenalter und pflegt gerade in Zürich auch sehr die Gastdirigenten (setzt also nicht nur auf Luisi, sondern arbeitet auch bsp. mit Currentzis). Das einzige, was auf dem Papier gegen eine Berufung sprechen könnte (sollte er überhaupt planen, Zürich zu verlassen), wäre, dass er ein inszenierender Intendant ist und kein reiner Manager und damit eigentlich zu einer aussterbenden Berufungsgruppe des Künstlerintendanten gehört.

      Ich war ja letzte Woche in Zürich und habe neben dem szenisch katastrophalen, aber musikalisch hochwertigen Carlo (eine solche Arbeitsverweigerung wie die von Bechtolf habe ich selbst in Wien oder an der Scala noch nie gesehen) vor allem eine unheimlich intelligente, konzeptionell durchdachte und gleichzeitig musikalisch sehr interessante Entführung von David Hermann gesehen. So gutes Musiktheater habe ich schon lange nicht mehr gehört und gesehen.

      PS: zur Frage nach Pappano: Pappano wäre bei einem möglichen Münchner Amtsantritt bereits über 60. Dazu ist seine Erfahrung mit den drei Münchner Hausgöttern durchaus bescheiden. Klar, er hat schon viel Wagner dirigiert, mit Ausnahme des Tristan haben mich aber weder, live, der Ring noch Parsifal wirklich überzeugt. Nach den beiden Perfektionisten Nagano und Petrenko kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht wirklich einen Dirigenten am Pult vorstellen, der ehr aus der alten Schule kommt. Daher halte ich auch Welser-Möst nicht wirklich für realisitsch. Und ja, natürlich ist Pappano im italienischen Fach einer der großartigsten Künstler unserer Zeit. Seine Aida in Rom, sein Carlo in London (mehr als der in Salzburg), seine Vespri in London, das waren schon Sternstunden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von maestro ()

    • Pappano wärmt in Barbican in Februar grd seinen Wagner auf! Ob das ganz ohne Absicht ist? Verdi und Puccini von einem absoluter Könner zu hören, sollte sich München leisten! Wenn mich nicht alles täuscht, hat Pappano sogar geäußert, dass München ihm gefallen würde............Zudem hat er die allerbesten Connections, macht atemberaubende onzerte mit seinem Orchester in Rom.
    • Ich verstehe die Begeisterung für den Intendanten (und Regisseur) Homoki überhaupt nicht. Seine Bilanz in Zürich ist nach meiner Meinung im besten Fall durchzogen (und ich gehöre durchaus nicht in das Lager der nostalgischen Pereira-Verehrer). Von den 8 Premieren pro Saison gab es jeweils ungefähr 2 Hits, der Rest war entweder ärgerlich oder uninteressant. Das ganze wird mit einer sehr gut funktionierenden Propagandamaschine aufbereitet, wie man auch jetzt wieder beim Verdi-Requiem sehen kann, das schon lange vor der Premiere zu einer Sensation hinauf stilisiert wurde.
      Ich würde also Homoki nicht viele Tränen nachweinen. Nur, was kommt nach?
    • Elsa, nehmen Sie mir es nicht böse, aber Antonio Pappano muss seinen Wagner nicht im Barbican üben, nur weil ein Herr Kaufmann (dem sie offensichtlich folgen) dort eine residence hat, er dirigiert in Covent Garden mehr oder weniger jede Saison ein Werk. Noch im März wird er eine Neuproduktion der Meistersinger in Covent Garden leiten, mit Bryn Terfel als Sachs. Die letzten Jahre habe ich in live in London mit Ring, Parsifal und Tristan gehört, den Lohengrin hat er schon in Bayreuth in der Keith-Warrner- Inszenierung dirigiert. Wagner ist für ihn Kernrepertoire.

      Als GMD wünsche ich mir für München dennoch eine etwas unverbrauchtere Persönlichkeit (wobei ich Pappano wie gesagt im richtigen Repertoire für fast unschlagbar halte).