Direktion ab 2020

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    • Aus dem Online-Merker:

      Der „Online-Merker“ hat keineswegs die Bestellung von Bogdan Roscic kritisiert! Im Gegenteil, ich hatte einmal mit ihm anlässlich seiner Oe3-Tätigkeit fernab der Oper zu tun – und mein persönlicher Eindruck war positiv. Lieber als ein Bewerber, der als erklärter Liebling der Presse Karriere gemacht hat, weil er Journalisten auf „Kosten der Region“ (so heißt das dort, von wo er herkommt) eingeladen hat, um Jubelarien zu ernten, ist mir Herr Roscic noch allemal – auch heute noch – trotz für mich unverständlicher Personalentscheidungen.
      Nun mehren sich Klagen über den Umgang mit Künstlern, die man loshaben oder weiterverpflichten will. Ein Insider , der aus verständlichen Gründen nicht genannt werden will, schildert uns die Situation am Haus. Der Online-Merker will fair sein, wir geben auch einer Stellungnahme der künftigen Staatsoperndirektion Raum, wenn an uns herangetreten würde. Um eine Wortspende des Direktors bitten werde ich sicher nicht!
      Auszug aus der Information: So wie man hier mit Künstlern verfährt und ein erstes Haus führt, spottet jeder Beschreibung. Man hat unzählige Ensemblesänger entlassen, Stellen gestrichen und die zu besetzenden Vakanzen bis heute noch nicht nachbesetzt – und das 11 Monate vor Beginn der neuen Direktion und mit diesen enormen Vorlaufzeiten in dem Business. Das ist mehr als fahrlässig.
      Als Casting Direktor hat man mit Robert Körner einen der umstrittendsten Vertreter dieser Szene engagiert. Der schlurft bei irgendwelchen Opernwettbewerben in Russland herum anstatt sich um sein neues Ensemble zu kümmern, das zur Bewältigung der umfangreichen Aufgaben jetzt vor allem Profis bräuchte und keine Nachwuchssänger. Das ist die Wr. STOP und kein deutsches C-Haus. Wen hat uns der Minister Drozda da eingebrockt. Dieser Mensch hat mit dem derzeitigen Direktor etwas gemein: Er kann einem keine Sekunde im Rahmen einer Konversation in die Augen schauen, wirkt dadurch verunsichert und wird von der Kollegenschaft der großen Opern-Zampanos auch so wahrgenommen. Und da sind Leute dabei, die auch keine großen Opernleuchten sind.
      Dass selbst gestandene Sänger des Ensembles, die in den letzten 16 Monaten sogar Hauptrollen im Haus am Ring sangen, vorsingen mussten, empfinde ich als bodenlose Frechheit. Da hat die neue Riege gefälligst in die Vorstellungen zu gehen und danach das Gespräch zu suchen, um denjenigen mitzuteilen, ob sie nun Teil des Ensembles bleiben werden oder nicht.
      Aber alle mussten antanzen, um dem Direktor und Musikdirektor nach deren Verfügbarkeit vorzusingen. Arroganz lässt grüßen. Dadurch hat man auch etliche Sänger verloren, die man gerne verlängert hätte, die aber dieses Procedere nicht mitmachen wollten und lukrativere Angebote annahmen (Michael Laurenz z.B.).
      So funktioniert das Business aber nicht, vor allem wenn man gute Sänger haben will. An die muss man offensiv herantreten und Ihnen ein verlockendes Angebot machen, um sie für das Ensemble zu gewinnen oder eben zu halten. Es gibt genug Sänger, die ein Gewinn für das Ensemble wären und die Qualität für dieses erste Haus garantieren können. (Zitat Ende)

      Ioan Holender mischt auch noch mit – und das ist in diesem Fall sogar noch ein Hoffnungsschimmer. Vielleicht läuft diese „Vorbereitungszeit doch noch professionell und nicht nur arrogant ab.
      Grund des Übels: Eine Bestellung aus politischem Kalkül. Fast müsste man wünschen, dass der Roscic-Erfinder nach der Nationalratswahl wieder in sein Amt zurückkehren kann. Dann hätten wir den Hauptschuldigen sozusagen jederzeit zur Verfügung und müssten allfälligen Groll nicht an Unschuldigen abladen.
      Aber noch bleibt die Hoffnung, dass das geschilderte Szenario nicht wahr ist. Wie gesagt, wenn es nicht so ist, geben wir auch Klarstellungen Raum
    • Es ist schon seeeeeeehr gescheit, vorab zu meckern, aus kleinen Informationen große Schlüse zu ziehen und dem "weiter so" der letzten 10 Jahre das Wort zu reden.............

      Endlich scheint jemand den Mut zu haben, alte Srukturen in Frage zu stellen und an alte Zöpfe die Schere anzusetzen.
      Dass das nicht jedem/jeder gefällt ist klar, dass dort und da vielleicht über das Ziel hinausgeschossen werden wird ebenso.

      Wenn die Zukunft nicht verpasst werden soll, ist Mut und Risiko das Gebot der Stunde. Verschlafen und über-gemütlich, das hatten wir schon.
    • es werden völlig normale Vorgänge geschildert; bei Wechsel von Intendanzen müssen sich natürlich auch die Ensemblemitglieder, deren Verträge auslaufen oder die, zumindest nach deutschem Arbeitsrecht, noch nicht unkündbar sind, sich wieder neu beweisen. Es gibt, Arbeitsrecht ausgenommen, keinen Anspruch auf eine lebenslange Ensemblezugehörigkeit. Also, mal ruhig durchatmen und einfach abwarten. Vielleicht ist es ja auch gar nicht so schlecht, dass im Wiener Stadl mal eini bisschen aufgeräumt wird.