Neuinszenierung Parsifal 2016

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    • Ueberzwerg schrieb:

      Da wünsch ich doch viel Spaß auf klagemauer.tv/
      Wenn Sie fündig werden, können Sie ja mal Bescheid sagen.
      Sie sollten noch einmal lesen, was ich geschrieben habe. Die Schilderung des Parsifal, und nur darum geht es, war leider erschreckend zutreffend. :(

      Ueberzwerg schrieb:

      "das Weihgefäss, die heilig edle Schale,
      darein am Kreuz sein göttlich Blut auch floss"
      Das sagt aber noch nichts über den Inhalt zur Zeit der Gralsritter aus. :(
    • Zwischenrufer2 schrieb:

      Das sagt aber noch nichts über den Inhalt zur Zeit der Gralsritter aus.
      Ich habe es immer so verstanden, dass das Blut zum Zeitpunkt der Handlung als im Gralsgefäß noch vorhanden anzunehmen ist, auch wenn das allen physikalischen Gesetzen zuwiderläuft, wie etwa aus folgender, nicht ganz appetitlicher Stelle hervorgeht:


      Des Weihgefässes göttlicher Gehalt
      erglüht mit leuchtender Gewalt;
      durchzückt von seligsten Genusses Schmerz,
      des heiligsten Blutes Quell
      fühl ich sich giessen in mein Herz:
      des eig'nen sündigen Blutes Gewell
      in wahnsinniger Flucht
      muss mir zurück dann fliessen,


      Oder ganz am Ende:

      Den heil'gen Speer –
      ich bring ihn euch zurück! –
      Oh! Welchen Wunders höchstes Glück!
      Der deine Wunde durfte schliessen,
      ihm seh ich heil'ges Blut entfliessen
      in Sehnsucht nach dem verwandten Quelle,
      der dort fliesst in des Grales Welle!


      Zwischenrufer2 schrieb:

      Sie sollten noch einmal lesen, was ich geschrieben habe. Die Schilderung des Parsifal, und nur darum geht es, war leider erschreckend zutreffend.
      Was heißt erschreckend zutreffend: die 'Dame' hat einfach beschrieben, was auf der Bühne zu sehen ist.
    • Ueberzwerg schrieb:

      Was heißt erschreckend zutreffend: die 'Dame' hat einfach beschrieben, was auf der Bühne zu sehen ist.
      Und das klingt ziemlich banal. Ein paar sachliche Fehler - der genannte Kannibalismus, der Nagel, mit dem die Wunde aufgerissen wird war m.E. ein Skalpell, es wurde nur einmal geschnitten, nicht mehrere Male, wie behauptet, von Selbstverstümmelung oder -Verletzung im Klingsor-Teil habe ich nichts beobachtet.
      Schlimm an dem Video-Beitrag fand ich die brachiale Illustration.
      Das ist Holzhammer-Religionskritik mit dem Doppelholzhammer erklärt.
    • Ueberzwerg schrieb:

      Ein längeres Interview mit Herrn Haenchen:

      http://www.festspieleblog.de/2016/08/haenchen-parsifal-nochmal-richtig-machen/

      Ich denke, es wäre angebracht, dass er den Parsifal auch in den nächsten Jahren dirigieren würde. Jedenfalls würde ich mir das Dirigat von ihm gerne einmal anhören.

      Meine Auffassung zum Dirigenten und Menschen HartmutHaenchen habe ich mir noch nicht abschließend bilden können.
      Wie ich den „Dissidenten Haenchen „ sehe, habe ich bereits im Forum vor einiger Zeit erläutert.
      Wir kannten vor 1990 den Leiter der DresdnerPhilharmonie Haenchen als fleißigen und soliden Dirigenten des Orchesters,der gelegentlich ob seiner Sperrigkeit und zum Teil Rechthaberei in künstlerischen (und eventuell auch politischen) Fragen aufgefallen ist.
      Seine Beschäftigungen mit den Urfassungen und die davon abgeleiteten streitbaren Äußerungen waren Legende. Aber als Dirigent stand er immer etwas im Schatten der Staatskapellen-Größen Otmar Suitner, KurtSanderling, Herbert Blomstedt und Hans Vonk.
      Seine Arbeiten mit dem Netherlands Philharmonic Orchestra und sein Brüsseler Parsifal sind in seiner Heimatstadt wenig wahrgenommen worden.
      Auch mir ist erst kürzlich aufgegangen, dass Hartmut Haenchen „Rekordhalter im Dirigieren des Rings“ sei.
      In der DDR hatte er viel dirigiert. Seine Einspielungen mit der Dresdner Philharmonie und ab 1976 mit der Mecklenburger Staatskapelle wurden im Rundfunk häufig gesendet. Schallplatten-Einspielungen mit ihm waren allerdings rar.
      Aber auch später war ihm zwar nach eigener Aussage „Dresden stets Flucht- und Zufluchtsort“.
      Seine Intendanz der Dresdner Musikfestspielevon 2002 bis 2008 war allerdings keine Erfolgsgeschichte. Auch hier dürfte neben der schwierigen Situation in der Stadt seine Sperrigkeit eine Rolle gespielt haben.
      Jedenfalls habe ich mich gefreut, dass Hartmut Haenchen zum richtigen Zeitpunkt eine ausgefeilte Parsifal-Interpretation am richtigen Ort Bayreuth zur Verfügung hatte und diese auch, ob der Zeitnot, ohne Gegenwind durchsetzen konnte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von thomathi () aus folgendem Grund: Schreibfehler-Beseitigung

    • Ich hatte mich schon gewundert, was das für Ruck war, der soeben vom Dorotheenstädtischen Friedhof her die Stadt erschütterte. Aber wie soll sich der Belobigte auch nicht heftig im Grabe herumdrehen, wenn ihm ausgerechnet von Ihnen bescheinigt wird, dass sich seine Inszenierung »durch aesthetische Bilder und eine gewisse Poesie« ausgezeichnet habe? Da muss man Verständnis haben. Zumal man annehmen muss, dass die proletenhafte Falschverwendung des Adjektivs »ästhetisch« nicht wenig zur Störung der Totenruhe.
    • oaiaaia schrieb:

      Aber was soll man machen?
      Was man machen soll?
      Abgesehen davon

      Schambes schrieb:

      Es in der zweifelhaften Ecke lassen, wo es hingehört.
      ein Vorschlag zur Güte:
      Wie wäre es beispielsweise mit einer gedanklichen Einordnung des Mists, der da verzapft wird?

      Ueberzwerg schrieb:

      Da wird gar nix analysiert, da wird nur (falsch) nacherzählt.

      oaiaaia schrieb:

      Es wird nicht falsch nacherzählt, sondern interpretierend dargestellt, was zu sehen war
      Da wird nichts analysiert und schon gar nichts "interpretierend dargestellt". Interessant übrigens, was Sie als "interpretierende Darstellung" ansehen. Es wird bewußt und gewollt falsch nacherzählt.

      susakit schrieb:

      Und das klingt ziemlich banal. Ein paar sachliche Fehler - der genannte Kannibalismus, der Nagel, mit dem die Wunde aufgerissen wird war m.E. ein Skalpell, es wurde nur einmal geschnitten, nicht mehrere Male, wie behauptet, von Selbstverstümmelung oder -Verletzung im Klingsor-Teil habe ich nichts beobachtet.Schlimm an dem Video-Beitrag fand ich die brachiale Illustration.
      Das ist Holzhammer-Religionskritik mit dem Doppelholzhammer erklärt.
      Ganz genau, danke, susakit.

      Zwischenrufer2 schrieb:

      Der größte Idiot kann unter Umständen etwas Vernünftiges von sich geben
      Hier bleibt es leider beim größten Idioten. Bzw. Idiotin.