Dortmund

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • 146. Theater steigert Auslastung und Umsatz – Jahresergebnis des Wirtschaftsjahres 16

      Quelle: focus.de/regional/dortmund/dor…jahres-16_id_6571631.html

      Das Theater Dortmund blickt auf eine sehr erfolgreiche Spielzeit 16 zurück.
      Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Gesamtauslastung aller ausgegebenen Karten um 3,1% auf 76,2% gesteigert werden.
      Auch finanziell entwickelte sich das Wirtschaftsjahr 16 für das Theater Dortmund positiv. So stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zur Spielzeit 15 um Euro auf rund 5,1 Mio. Euro und die Ertragszuschüsse der Stadt Dortmund um 1,5 Mio. auf rund 35 Mio. Euro. Analog zu den Erträgen erhöhten sich auch die Personalaufwendungen. Grund dafür sind Tarifkostensteigerungen (um 2,2 Mio. Euro) und Materialaufwendungen (Euro). Das Bilanzergebnis des Theaters Dortmund war auch im Wirtschaftsjahr 16 ausgeglichen und schließt mit EUR 0 ab.
      Oper Dortmund
      Im September hatte Richard Wagners TRISTAN UND ISOLDE in der Regie von Opernintendant Jens-Daniel Herzog im Opernhaus Premiere. Damit setzte Herzog den von ihm eingeschlagenen Erfolgskurs konsequent fort. Die „Welt am Sonntag“ bescheinigte Herzog, mit seiner Wagner-Inszenierung einen weiteren Beitrag zur Profilierung der Dortmunder Oper geleistet zu haben, und der Bayerische Rundfunk nannte die Oper Dortmund das „führende Opernhaus im Deutschen Westen“.
      Zum ersten Mal überhaupt wurde mit PETER GRIMES eine Oper von Benjamin Britten auf die Dortmunder Opernbühne gebracht. In der Inszenierung von Tilman Knabe waren Peter Marsh als Peter Grimes und Emily Newton als Ellen Orford zu sehen. Als Musicals waren der Klassiker KISS ME KATE und der neue Broadway-Erfolg NEXT TO NORMAL in Dortmund zu sehen. LA TRAVIATA von Giuseppe Verdi sorgte zusätzlich für ein ausverkauftes Haus. In der Oper RINALDO von Georg Friedrich Händel zeigte Regisseur Jens-Daniel Herzog einen Politthriller in James-Bond-Manier und bot ein opulentes Bühnenspektakel. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ pries Eleonore Marguerre als farbenreich und ausdrucksstark singende Zauberin Armida.

      Der Weihnachtsklassiker HÄNSEL UND GRETEL in der Regie von Erik Petersen lockte auch die ganz jungen Zuschauer in die Oper Dortmund. In Kooperation mit der Deutschen Oper am Rhein und dem Theater Bonn (Junge Oper Rhein-Ruhr) stand die Familienoper RONJA RÄUBERTOCHTER von Jörn Arnecke und Holger Potocki nach dem Kinderbuchklassiker von Astrid Lindgren auf dem Programm. Das Musiktheaterprogramm für Kinder und Jugendliche wurde in der Spielzeit 16 mit PIRATEN FLUCHEN NICHT nach Gioacchino Rossini in der Jungen Oper und der mobilen Produktion HERR ORPHEUS GEHT ZUR SCHULE von Wiebke Hetmanek vervollständigt.
      Ballett Dortmund
      In der Spielzeit 16 brachte das Ballett Dortmund die Uraufführung von FAUST I - GEWISSEN in der Choreographie von Ballettdirektor Xin Peng Wang auf die Bühne. Die Spielzeit zeichnete sich durch die weitere Steigerung der wirtschaftlichen Kennzahlen aus. Für seine Verdienste wurde Ballettdirektor Xin Peng Wang von der Dortmunder Kaufmannschaft der City-Ring verliehen, und das NRW Juniorballett wurde sowohl künstlerisch sowie organisatorisch etabliert. Im Oktober feierte Tschaikowskys Ballettklassiker DER NUSSKNACKER in der Choreographie des Ballettchefs der Pariser Oper Benjamin Millepied im Opernhaus Premiere. Gemeinsam mit dem Ausstatter Paul Cox schuf Millepied eine eigene Märchenwelt und einen großen Vorweihnachtsspaß für die gesamte Familie. Das Ballett Dortmund unterstützte mit den Einnahmen einer Nussknacker-Vorstellung die Arbeit der aidshilfe dortmund e.V. Aus diesem Anlass würdigte Staatssekretär Bernd Neuendorf als Ehrengast die Arbeit des Dortmunder Balletts.
      Zwei Jahre nach der nach seiner Gründung brachte das NRW Juniorballett die Eigenproduktion STEPPING FUTURE auf die Bühne. Für die Tanzstücke darus konnten die drei international renommierten Choreographen Craig Davidson, Itzik Galili und Jacopo Godani gewonnen werden. Desweiteren kooperierte das NRW Juniorballett mit fünf Schulen aus dem Regierungsbezirk Arnsberg und vermittelten den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Grundtugenden von Tänzerinnen und Tänzern wie Disziplin, Konzentration oder Flexibilität. Weitere Höhepunkte der Spielzeit 16 waren die Wiederaufnahme von Xin Peng Wangs DER ZAUBERBERG und DREI FARBEN: TANZ in den Choreographien von Douglas Lee, William Forsythe und Alexander Ekman. Das Ballett Dortmund gastierte in Luxemburg, Helsinki, Salzburg, Erlangen, Gütersloh, Arnsberg, Rüsselsheim und Leverkusen.
      Dortmunder Philharmoniker
      Unter dem Jahresmotto „liebes_gefühls_rausch“ gestalteten die Dortmunder Philharmoniker die dritte Spielzeit unter Generalmusikdirektor Gabriel Feltz. Herzstück der Konzerte ist die große Aboreihe der Philharmonischen Konzerte mit zehn Doppelkonzerten. Zu den Höhepunkten der Konzertreihe gehörte zweifellos große Sinfonik, wie Gustav Mahlers Auferstehungssinfonie, Rachmaninows 1. Sinfonie (mit CD-Aufnahme), Schostakowitschs 15. Sinfonie oder Francks einzige Sinfonie überhaupt. Auch mit besonderen Gästen konnte GMD Feltz sein Publikum beeindrucken. Eine Besonderheit war es, den Generalmusikdirektor selbst als Solist am Klavier zu erleben. Neben Konzertmeisterin Shinkyung Kim und Solocellistin Franziska Batzdorf spielte er in der Reihe „Wiener Klassik“ bravourös das Tripelkonzert von Beethoven. Auch die Riege der Gastdirigenten, die sich in der Spielzeit 16 dem Dortmunder Publikum vorstellten, war beachtlich – darunter Julia Jones, die aktuelle Generalmusikdirektorin aus Wuppertal, Axel Kober, Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein und Dirigent der Bayreuther Festspiele, und Andreas Spering, einer der führenden Spezialisten für Alte Musik. Aber gerade die Konzerte des Dortmunder Chefdirigenten vermitteln dem Publikum die unvergleichliche Magie der großen Sinfonik.
      Durch die anspruchsvolle und ansprechende Programmplanung, durch ein immer vielseitigeres und wachsendes Angebot sowie durch viel Leidenschaft und Engagement sowohl im künstlerischen als auch im administrativen Bereich konnten die Auslastungszahlen der vorangegangen Spielzeit nochmals gesteigert werden. Ein deutliches Zeichen dafür, dass das Orchester sich als städtischer Klangkörper im Bewusstsein der Bevölkerung immer stärker und positiver verankert. Auch überregional finden die Dortmunder Philharmoniker immer stärkere Beachtung. „Und wieder einmal wurde auf großartige Weise bestätigt, dass die Dortmunder Philharmoniker zu den besten Klangkörpern des Landes gehören“, schreibt Opermagazin.de im Oktober
      Ein klares Zeichen für die Anerkennung der Leistungen des Orchesters unter GMD Feltz war überdies die vorzeitige Vertragsverlängerung des GMD bis die auf Wunsch der Stadt, des Orchesters und des Dirigenten beschlossen wurde.
      Schauspiel Dortmund
      Für die Spielzeit 16 wurde das Schauspiel Dortmund in der Kritikerumfrage der „Welt am Sonntag“ zum besten Theater in NRW gewählt, bei der renommierten Umfrage des Fachmagazins „Theater heute“ erhielt es die zweitmeisten Nennungen als bestes Theater im deutschsprachigen Raum. Bereits ernannte „Die Welt“ das Schauspiel Dortmund zu „Deutschlands führendem Theaterlabor für die digitale Moderne“. An diesem Selbstverständnis als Ort für Experimente und für innovative Theaterformen hält das Schauspiel seither fest. Theater ist das Medium der Gegenwart – stets live, stets entstanden und dargestellt im Hier und Jetzt der Schauspieler und Zuschauer. Die Reflexion gegenwärtiger Techniken, Ideen und Diskurse ist daher Aufgabe eines Theaters, das sich der Relevanz und Kunst verpflichtet fühlt. Inhaltlich wie formal wird hier am Theater der Gegenwart und Zukunft geforscht, insbesondere an der Grenze bzw. Schnittstelle von digitaler Kunst, neuer Technologie und darstellendem Spiel. Darüber hinaus hat es seit vielbeachtete Kooperationen mit Aktionsgruppen wie dem „Zentrum für Politische Schönheit“ oder „Peng! Collective“ gegeben, bei denen neben der klassischen Theaterbühne auch der öffentliche und digitale Raum zu Bühnen geworden sind.
      Gerade der gegenwärtige Medien- und Gesellschaftswandel im Zuge der digitalen Revolution ist brennendes Thema für das Schauspiel Dortmund: Wie kann (politisches) Theater zwischen Internet und Bühne heute gedacht und praktiziert werden? Wie hinterfragt man die neuen und/oder zukünftigen Diskursformen, Ästhetiken und Thematiken auf einer künstlerisch angemessenen und lustvollen Ebene? Welche zentralen Gedanken der Theater- und Literaturgeschichte berühren dabei ebenjene Fragen?
      Bei jenen Themensetzungen versteht sich das Schauspiel Dortmund jedoch auch unbedingt als Ort der Pflege und Wahrung des Kulturraums „Theater“. Das Schauspiel Dortmund nimmt den Zuschauer auf neuen Wegen mit auf eine sinnliche und verstörende, unterhaltende und faszinierende, informative und kluge Reise. Dabei setzt es auf einen möglichst homogenen Mix aus den großen Stoffen aus Antike, Klassik und Moderne sowie auf die neuen Blickwinkel und Schreibweisen der Gegenwartsdramatik. Eigene opulente Stückentwicklungen und Uraufführungen kommen dazu und sind integraler Bestandteil des Outputs. Das Schauspiel Dortmund freut sich über eine wachsende Zahl aufgeschlossener, junger Zuschauer. Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ schrieb „Die Dortmunder wissen inzwischen, dass sie das waghalsigste und spannendste Theater weit und breit besitzen.“
      ........
    • Heute in der FAZ: "Frühling im Revier"

      Der Operndirektor am Theater und Orchester Heidelberg, Heribert Germeshausen, wird neuer Opernintendant in Dortmund.Der studierte Jurist und Betriebswirt...tritt zur Spielzeit 2018/19 die Nachfolge von Jens-Daniel Herzog an, der an das Staatstheater Nürnberg wechselt.

      Berufsweg Germershausen bisher:
      2004 Operndramaturg am Theater Koblenz und Salzburger Festspiele
      dann Oper Bonn und das Anhaltische Theater Dessau 2011 Heidelberg (mit Barockfestival "Winter in Schwetzingen")

      Heidelberg stellt ihn näher vor:

      theaterheidelberg.de/personen/heribert-germeshausen/