Saison 2017/18

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    • Marcello schrieb:

      Da macht das Opernhaus Zürich extra für Javier Camarena dreimal konzertant "La Fille du Régiment" und dann passiert was? Camarena sagt ab "wegen einer plötzlichen Erkrankung".
      In Wien hat er "auf Grund seiner Mitwirkung an einer CD-Aufnahme seine Auftritte in La Fille du régiment an der Wiener Staatsoper (Vorstellungen am 11., 13., 16. und 19. Jänner 2018) abgesagt" (Homepage Wiener Staatsoper)
    • Wer am 12. Januar noch nichts vorhat, sollte nach Züri fahren und sich La Fanciulla del West anschauen und vor allem anhören. Eine gute Produktion mit einem guten Dirigenten und guten Sängern.
      Ich war gestern dort und schwelge immer noch von dem Nachmittag. Da passt die Geschichte, da passt die Musik.

      Zur Information: Le comte Ory fand ich enttäuschend. Selbst Frau Bartoli schien müde zu sein. Lawrence Brownlee habe ich von München in guter Erinnerung, doch am Samstag kam er mir sehr träge vor. Falls jemals in der Inszenierung Dampf drin war so ist dieser in den letzten Jahren völlig entwichen. So eine träge Schlafzimmerszene brauche ich nicht noch einmal. Irgendwie klappte es heute nicht mehr die Handlung in die sechziger Jahre des letzeten Jahrhunderts in eine französische Kleinstadt zuverelgen. Zu wenig sind wir damit mehr betroffen.
      Und das Orchestra La Scintilla mit Diego Fasolis war viel zu laut und blechig.
    • Samstag gab es die erste Aufführung einer Parsifal Serie in Zürich. Ich war sehr gespannt auf den Parsifal von Jovanovich und so war gerade diese Besetzung ein Ausschlagspunkt für die Fahrt nach Zürich. Durch seine Absage und die Verpflichtung von Herrn Vinke steigerte sich meine Vorfreude auf die Aufführung nicht gerade, aber jedem seine Chance.
      Herr Vinke hatte sie für mich und ich werde ihm als Parsifal nicht noch eine geben. Seine Schwächen sind ja weithin bekannt und kommen im Parsifal so richtig „schön“ zur Geltung. Zu Gute muss man ihm halten, dass er um schlanke Stimmführung bemüht ist und nicht zu oft ins Forte flüchtet, wo seine Stimme sich deutlich wohler fühlt. Der Naivling im ersten Akt gelingt ihm sehr gut, viele der Ausbrüche im zweiten Akt ebenfalls, aber im dritten Akt fehlt ihm eine schöne Mittellage für die lyrischen Passagen. Insgesamt fehlt damit zu viel für ein gutes Rollenportrait. Der Gurnemanz von Herrn Fischesser gefiel mir hingegen besonders im dritten Akt. Kraft und Wärme in schöner Ausgeglichenheit. Nicht ganz so viel Noblesse, wie Pape einige Tage zuvor, aber eine gute Leistung. Der Amfortas von Lauri Vasar war für mich die erste Begegnung mit diesem Sänger. Zumindest am Samstag fehlte ihm die nötige Höhe für die Partie, was sehr schade war, denn ansonsten passte die Stimme ganz hervorragend zum Amfortas. Ich hoffe es war nur eine Indisposition, so dass er die jeweiligen Stellen am Abend ausgelassen hat. Dadurch fehlte aber leider auch bei ihm eine wichtige Komponente der Rolle. Stemme als Kundry gefiel mir deutlich besser, als bei ihrem Debüt in Wien. Das lag zum einen sicherlich an der Inszenierung von Guth, die mehr Spielfläche und Personenregie bietet als der Parsifalversuch von Hermanis in Wien, zum anderen schien sie die Rolle insgesamt weiter verinnerlicht zu haben. Sowohl im Spiel wie auch in der stimmlichen Gestaltung hat sie deutlich an Profil gewonnen. Die Einwürfe im ersten Akt sind ihre Sache freilich noch nicht. Die Stimme sitzt dort nicht immer direkt und im dritten Akt kommt man an Herlitzius wohl kaum vorbei. Dennoch verfügt Stemme eben auch über Stärken, die der Rolle besonders im zweiten Akt ein neues Profil verleihen. Die volle Mittellage und kräftige Höhe, die den Schluss des zweiten Aktes mühelos meistert, fasziniert schon sehr. Piani sind ihre Sache ja leider nicht mehr, auch wenn sie es (derzeit noch) immer wieder versucht. Das weitere Arbeiten an der Rolle mit Rattle und Petrenko wird ihr sicherlich weiter gut tun. Nuancen oder Interpretation war an diesem Abend nicht so die Sache von Frau Youn. Es war mal lauter und plötzlich motivationslos schneller. That’s all. Was für ein eklatanter Unterschied zu Nezet Seguin kurz zuvor. Trotz allem ein schöner Parsifalabend, der die Anreise allerdings nicht ganz rechtfertigte.
    • Das mit Lauri Vasar tut mir leid. Ich habe ihn als sehr guten Amfortas gehört - mit der nötigen Höhe. Er hatte mich damals positiv überrascht, ich hätte ihm dieses ausdrucksstarke Rollenporträt nicht zugetraut, war er mir doch als ausgesprochen schönstimmiger Sänger aufgefallen. (Soll heißen, ich dachte, ein guter Amfortas müsse mehr wie Thomasz Koniezny klingen.)
      Und eine kurze Nachfrage, da ich zu faul zum googeln bin: Mit Frau Youn meinst Du Simone Young? Oder gibt es jetzt auch eine Dirigentin Youn?
    • Statt Valer Sabadus singt David Hansen den Nerone in der neuen Poppea.

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      24. Mai 2018



      Leider muss ich aus gesundheitlichen Gründen meine Teilnahme als „Nerone“ in der Produktion „L’incoronazione di Poppea“ am Opernhaus Zürich absagen. Ich freue mich aber, euch bei meinen nächsten Konzerten, z.B. am 3. Juni im Konzerthaus Dortmund, begrüßen zu dürfen.