Wiesbaden 2017/18

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    • Wiesbaden 2017/18

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      Lance Ryan kann 15 Mal als Tannhäuser (Neuproduktion), Otello und Siegfried (WAs) ertrsgen werden. Laufenberg führt in allen drei Produktionen übrigens Regie, ebenso wie der NP von Arabella.
      Auf die Manon (NP) und die WA vom Holländer freue ich mich allerdings.
      Und wer keine Lust hat, Münchner Mondpreise für KFV als Tannhäuser zu berappen, kann zu den Maifestspielen zumindest einmal zu günstigeren Konditionen zugreifen.

      Insgesamt wirkt es zudem so, als ob sich ein Kernensemble herausbildet. Ist wohl doch billiger, als jede einzelne Walküre einzeln einzukaufen.
    • RagnarDanneskjoeld schrieb:

      Lance Ryan kann 15 Mal als Tannhäuser (Neuproduktion), Otello und Siegfried (WAs) ertrsgen werden. Laufenberg führt in allen drei Produktionen übrigens Regie, ebenso wie der NP von Arabella.
      Schade. Nach den letzen Regiearbeiten von Laufenberg reizt das nicht unbedingt zum Besuch einer Vorstellung. Und dann noch in der Kombination mit Lance Ryan...
      It is only shallow people who do not judge by appearances. The true mystery of the world is the visible, not the invisible. Oscar Wilde
    • Interessant maestro: Sie mockieren sich über jemanden, der nichts weiter sagt, als daß er anhand der Bilder immerhin die Oper erkennt. Und was machen Sie? Sie erlauben sich anhand der Bilder "nicht vorhandene Regiefähigkeiten" zu konstatieren. Soll das ein Witz sein? Denn was man "anhand der Bilder" definitiv NICHT erkennen kann, ist die Fähigkeit zur Personenregie. Und das ist nicht "beneidenswert", sondern idiotisch.
      Versuch gründlich mißlungen.

      BTW: wer außer Ihnen ruft um Hilfe angesichts einer nackten Frau?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ira ()

    • nun, nackte Frauen werden von Laufenberg gerne genommen (siehe auch die Blumenmädchen im Bayreuther Parsifal, die Disneyland-Version eines Karfreitagszaubers), um moderne Regie vorzugaukeln. Letztendlich ist er auf dem besten Weg zum McVicar Deutschlands zu werden (muss aber aufpassen, dass er rechts nicht von Hermanis überholt wird, das wird ein sehr enges race to the finish)
    • Eine nackte Frau ist eine nackte Frau ist eine nackte Frau.
      Ob das Kitsch ist, entscheiden die Umstände. Beim Parsifal in Bayreuth wars dämlich. Beim Tannhäuser kann das wieder anders aussehen, im Venusberg könnte man sich eine solche ja durchaus schon mal vorstellen.
      It is only shallow people who do not judge by appearances. The true mystery of the world is the visible, not the invisible. Oscar Wilde
    • maestro schrieb:

      nun, nackte Frauen werden von Laufenberg gerne genommen (siehe auch die Blumenmädchen im Bayreuther Parsifal, die Disneyland-Version eines Karfreitagszaubers),
      Was verstehen Sie denn unter nackten Frauen? Wo sind die denn nackt?
      [Blockierte Grafik: http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos86120170730parsifal_1073_1_201707291338171-jpg/20123782/2-format6001.jpg?inIsFirst=true]

      Maestro, Sie sind schlicht voreingenommen. Wäre diese Inszenierung von Warlikowski, fänden Sie das alles großartig. Vielleicht hätten Sie die Güte, in Sachen "Tannhäuser" mal abzuwarten?

      maestro schrieb:

      Letztendlich ist er auf dem besten Weg zum McVicar Deutschlands zu werden
      Nicht alles, was hinkt ist ein Vergleich. Schauen Sie sich doch mal die Londoner "Adriana Lecouvreur" von McVicar an, da ist ein himmelweiter Unterschied.
      Daß Hermanis politisch rechts ist, sollte man seinen Inszenierungen nicht anlasten. Wobei ich mir da auch was besseres vorstellen kann.
    • maestro schrieb:

      nun, nackte Frauen werden von Laufenberg gerne genommen [...] um moderne Regie vorzugaukeln. Letztendlich ist er auf dem besten Weg zum McVicar Deutschlands zu werden
      Laufenberg nimmt nackte Frauen nicht um moderne Regie vorzugaukeln, sondern die seinen Regiearbeiten inhärente Leere zu übertünchen. Den Vergleich mit McVicar finde ich allerdings nicht ganz fair, der versteht wenigstens sein Handwerk. Und nebenbei hat er einen visuell beeindruckenden Ring in Straßburg zustande gebracht.
    • RagnarDanneskjoeld schrieb:

      Den Vergleich mit McVicar finde ich allerdings nicht ganz fair, der versteht wenigstens sein Handwerk.
      Das stimmt. Das aber leider auf eine plüschige, zopfige, überkonventionelle und ziemlich langweilige Art und Weise. Weit und breit nichts, was man als zündende Idee bezeichnen könnte.
      Den "Ring" in Straßburg kenne ich nicht, vielleicht ist das ja ein positiver Ausreißer.
    • Eine erste Kritik zur gestrigen Tannhäuser-Premiere:

      deutschlandfunkkultur.de/tannh…ml?dram:article_id=401040

      Darin ist die Rede davon, dass Lance Ryans "Stimme eigentlich doch schon kaputt ist." Leider muss man sagen, dass das nicht ganz falsch ist. Im Piano kommt zuweilen nicht mehr als nur noch ein krächzen. Zwar gelingt es ihm, sich an einigen Stellen frei zu singen, aber er hat durchweg immense Probleme mit der Intonation, eigentlich stimmt kaum noch ein Ton. Mit ziemlichem Bangen hab ich der Rom-Erzählung entgegen gesehen, er hat sie dann mit Ach und Krach einigermaßen bewältigen können. Undenkbar, dass er in dieser Verfassung noch mal ein größeren Häusern singen könnte, eigentlich geht das auch schon an kleineren Häusern wie Wiesbaden nicht mehr. Immerhin wurde er noch mit freundlichem Applaus bedacht, ich hatte stärkere Buhrufe befürchtet. Es tut einem doch schon sehr leid, was aus diesem Sänger geworden ist.

      Ansonsten war das sängerische Niveau erfreulich hoch, insbesondere die beiden Damen (Sabina Civlak als Elisabeth und Jordanka Milkova als Venus) wussten zu überzeugen, ebenso der Ire Benjamin Russel als Wolfram.

      Der 'Star' des Abends war für mich jedoch das Staatsorchester unter seinem neuen GMD Patrick Lange. So gut wie gestern Abend habe ich das Orchester lange oder vielleicht noch nie gehört. Offensichtlich hat Lange viel mit dem Orchester gearbeitet. Es war nicht nur technisch ohne Fehl und Tadel in allen Instrumentengruppen (gerade auch im sehr kultiviert spielenden Blech), es wurde auch wunderbar musiziert, schlank, durchhörbar aber durchaus auch mit symphonischem Sound, wo er gefordert ist. Da hat das zuhören wirklich Freude bereitet. Lediglich das Vorspiel zum dritten Akt war für meinen Geschmack zu flott genommen.


      RagnarDanneskjoeld schrieb:

      Laufenberg nimmt nackte Frauen
      Nackerte gab es genau fünf, zwei Damen und drei Herren, die in allen drei Akten auftraten (am Ende lässt sogar Elisabeth die Hüllen fallen), was vielleicht des Guten dann doch etwas zu viel war. Während ich es im Bacchanale noch ganz passend fand, wirkt es in den weiteren Akten ein wenig aufgesetzt. Weniger wäre hier sicher mehr gewesen.
      Die Inzsenierung dennoch eher konventionell, kein Geniestreich oder großer Wurf, im wesentlichen wird die Handlung wiedererzählt, was für mich so weit aber auch okay ist. Einen ergrünten Stab gibt's am Ende nicht, stattdessen geht der erlöste Tannhäuser ins Licht, na ja... Elisabeth Kübler-Ross lässt grüßen...
      It is only shallow people who do not judge by appearances. The true mystery of the world is the visible, not the invisible. Oscar Wilde