Christian Thielemann

    • Ich muss mich als Unwissender outen, was interne Abläufe an einem Opernhaus angeht: Ist denn ein Chefdirigent (auch wenn "nur" der Staatskapelle und nicht der Staatsoper) nicht in die Spielplanplanung eingebunden? Das überrascht mich nun doch. Auch was die Probenplanung angeht, hätte ich gedacht dass er beteiligt ist. Ggf. nicht selbst, aber er wird ja eine Assistenz oder ähnliches haben. Eigentlich kann ich mir das nicht vorstellen und dann fielen die Vorwürfe wohl auf Thielmann selbst zurück, der offensichtlich schlecht mitgeplant hat.
    • Es muss an der Stelle daran erinnert werden, dass wenige Tage vor der Aufführung des "Siegfried" der vorgesehene Sänger mit "N.N." ausgewiesen wurde und erst nach Anfrage eines Forumteilnehmers mit Andreas Schader auf der Website der Semperoper bekannt gegeben wurde, der muss dafür offensichtlich die Berliner Tristanproben unterbrochen haben. Hier scheint doch einiges wenig koordiniert. Zuständig dafür dürfte das künstlerische Betriebsbüro der Semperoper sein. Dieses ist dem Operndirektorium unterstellt. Der Chefdirigent der Staatskapelle hat damit nicht zu tun. Deshalb wird diese Diskussion aus meiner Sicht an der falschen Stelle geführt.
      Was die Aufführung der "Toten Stadt" nach der Götterdämmerung betrifft wurde mit von meiner Sitznachbarin während der GöDä berichtet, dass den Interessenten bzw. Bestellern des Ring-Abo diese Folgeaufführung empfohlen wurde. Auch nach der nächsten Götterdämmerung wird die "Tote Stadt" gegeben. Der Auslastung der schlecht gebuchten Vorstellung wird das sicher helfen.Dass das Orchester dazwischen keine Pause hat finde ich wenig rücksichtsvoll, und den Vermerk des Chefdirigenten vor diesem Hintergrund nachvollziehbsar. Hier geht es immerhin um Arbeitsbedingungen und nicht um künstlerische Sensibilitäten. Und es geht darum, dass wir wie selbstverständlich von den Künstlern immer nur Höchstleistungen erwarten und sich einige unter uns veranlasst sehen, bei Kleinigkeiten weitschweifig Kritik zu üben.
    • Friedrich schrieb:

      Ich muss mich als Unwissender outen, was interne Abläufe an einem Opernhaus angeht: Ist denn ein Chefdirigent (auch wenn "nur" der Staatskapelle und nicht der Staatsoper) nicht in die Spielplanplanung eingebunden? Das überrascht mich nun doch. Auch was die Probenplanung angeht, hätte ich gedacht dass er beteiligt ist. Ggf. nicht selbst, aber er wird ja eine Assistenz oder ähnliches haben. Eigentlich kann ich mir das nicht vorstellen und dann fielen die Vorwürfe wohl auf Thielmann selbst zurück, der offensichtlich schlecht mitgeplant hat.
      Mitplanen kann ich nur, wenn ich auch anwesend bin.
    • thomathi schrieb:

      Mitplanen kann ich nur, wenn ich auch anwesend bin.
      Genau so ist. Und wenn man nicht da ist, dann muß der Assistent die Arbeit vor Ort, in telefonischer Absprache mit dem Chef, machen. Mir kann niemand erzählen, daß etwas an der Oper geschieht, ohne daß Thielemann eingebunden ist. Wie gesagt, dafür gibt es einen Assi. Und da scheint mir auch einiges im Argen zu liegen. Ich selbst hatte auch zweimal angerufen und beim zweiten Mal kam bei der Nachfrage der Siegfried-Besetzung die Antwort: "Nu, es wird schon was Gutes sein. Wir wollen ja, daß es schön auf der Bühne ist." Tja, dem ist nichts hinzuzufügen.

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    • Vielleicht soll auch nur darauf aufmerksam gemacht werden, wo für die neue Intendanz Handlungsbedarf gesehen wird, zum Beispiel in der Einrichtung einer dafür verantwortlichen Stelle. Die Forderung nach personellen Konsequenzen bedeutet ja nicht zwingend, dass Personen entfernt werden sollen, sondern kann ja auch die Notwendigkeit einer angepassten Personalstruktur unterstreichen. Warten wir doch die neue Intendanz ab!
    • Parlando, Sie sind für Ihre "positive" Haltung zu beneiden.
      Was da in dem Text von Herrn Thielemann steht, ist eindeutig gegen bestimmte Personen im Haus gerichtet, die er weg haben will. Sich auf diese Weise zu "beschweren", ist eindeutug der Versuch eigene Versäumnisse durch Angriff auf andere zu zu decken.
      Man erinnert sich an das Mobbing gegen Dorny und die Flucht von Nelsons..........
      Hochmut kommt vor dem Fall.