Markgrafen-Buchhandlung schließt

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    • Schneefall schrieb:

      Arminius schrieb:

      Und auch mal sehen wer dann den Kiosk am Festspielhaus macht.
      Brauchen wir den noch?Wann haben wir dort etwas gekauft? Wir haben doch alle grundlegenden Werke. Wir sind gesättigt. Meine Wohnung quillt mit Büchern über. Nichts geht mehr.
      Er diente doch nur noch zum Zeitvertreib.
      Ich habe dort den Syberberg-Film mit Winifred Wagner gekauft, den habe ich sonst noch nirgends gesehen.
    • JLSorel schrieb:

      Schneefall schrieb:

      Arminius schrieb:

      Und auch mal sehen wer dann den Kiosk am Festspielhaus macht.
      Brauchen wir den noch?Wann haben wir dort etwas gekauft? Wir haben doch alle grundlegenden Werke. Wir sind gesättigt. Meine Wohnung quillt mit Büchern über. Nichts geht mehr.Er diente doch nur noch zum Zeitvertreib.
      Ich habe dort den Syberberg-Film mit Winifred Wagner gekauft, den habe ich sonst noch nirgends gesehen.
      Bei mir hat der Bezug über syberberg.de/Syberberg4_2008/080408-DVD-Werk-alle.html geklappt. Ist zwar kein Online-Shop (die Bestellung erfolgte über Email), aber zum Schluss waren die DVD's da.
    • Bayreuther Buchliebhaber wollen selbst aktiv werden
      Quelle: br.de/nachrichten/oberfranken/…lung-schliessung-100.html

      Nach Schließung der Markgrafen-Buchhandlung Bayreuther Buchliebhaber wollen selbst aktiv werden
      Ende Mai wird die Markgrafen-Buchhandlung in Bayreuth aus finanziellen Gründen für immer schließen. Damit überlässt sie das Feld den Ketten. Das wollen die Bayreuther nicht zulassen und planen einen eigenen Buchladen oder Lesetempel.

      Von: Kristina Kreutzer

      Nach fast vier Jahrzehnten gibt der Inhaber der Markgrafen-Buchhandlung, Rolf Geilenkirchen, auf. Der Grund: die Finanzen. Der Kostendruck steige, die Umsätze sinken. Dazu wurde ihm auch noch ein Kredit von der Bank gekündigt, so der 77-Jährige. 500 Kunden im Monat hätte er mehr gebraucht, um seinen Laden mit den rund zehn Mitarbeitern am Leben zu halten.

      Kultureller Treffpunkt
      Genau 37 Jahre lang existierte die Markgrafen-Buchhandlung in der Stadt. Seit 19 Jahren war sie auf zwei Etagen am Sternplatz in unmittelbarer Nähe zu Bayreuths Weltkulturerbe, dem Markgräflichen Opernhaus, angesiedelt. Sie galt als Treffpunkt für Buch-, Musik- und Kulturliebhaber.




      "Es ist eine Institution und ein kultureller Treffpunkt geworden, wo man nicht nur Bücher vom Ladentisch verkauft hat, sondern sich auch mit den Leuten unterhalten hat."
      [/quote]Rolf Geilenkirchen, Inhaber Markgrafen-Buchhandlung


      Festspiele lebendig gemacht

      Zahlreiche Veranstaltungen und Lesungen wurden hier organisiert. Zudem war die Buchhandlung für ihr großes Sortiment rund um die Bayreuther Festspiele bekannt. "Wir haben die Festspiele lebendig gemacht", so der Buchhändler. Während der Spielzeit am Grünen Hügel gab es in der Buchhandlung Autogrammstunden mit den Opernstars.
      Konkurrenz im Netz
      Verantwortlich für das Aus seiner Buchhandlung macht der Buchhändler auch die in seinen Augen immer unattraktiver werdende Innenstadt und die vielen Online-Käufe. In Zeiten der Digitalisierung werde es immer schwerer für den Buchhandel zu bestehen, sagt auch die Geschäftsführerin des Bayerischen Handelsverbands in Bayreuth, Sabine Köppel.

      "Der Buchhandel hat es grundsätzlich schwer. Er ist vom Internethandel am stärksten betroffen. Viele stöbern online und bestellen sich das Buch direkt in den Briefkasten. Das hat auch viel mit Bequemlichkeit zu tun und setzt den Buchhandel enorm unter Druck."
      [/quote]Sabine Köppl, Geschäftsführerin Bayerischer Handelsverband Bayreuth


      Aktion zur Rettung der Buches
      In der Stadt gibt es noch weitere Buchläden. Sie sind allerdings entweder an Ketten gebunden oder spezialisierte Fach- und Bestellbuchhandlungen. Die Bayreuther wollen sich ihre Bücher aber nicht nehmen lassen.



      "Eine Stadt ohne Bücher ist wie eine Stadt ohne Seele."
      [/quote]Klaus Wührl-Struller, selbstständiger Theatertherapeut, Kabarettist und Stadtrat

      Kurzerhand hat der Bayreuther Theaterpädagoge, Kabarettist und Stadtrat, Klaus Wührl-Struller, auf Facebook dazu aufgerufen, selbst etwas auf die Beine zu stellen – ganz egal ob Buchladen, Lesetempel oder eigener Literaturladen. Der Zuspruch zu dieser Idee war so enorm, dass sich nun am Mittwochabend (17.05.17, 19.30 Uhr) alle Buchliebhaber im ehemaligen Hammerstädter Hof in Bayreuth treffen und diskutieren.

      "Ich weiß nicht was dabei herauskommt. Vielleicht gründet sich ein Verein oder eine Genossenschaft. Zumindest bewegt sich etwas in der Stadt und das ist immer gut. Denn: Die Stadt gehört uns und wir holen sie uns zurück."
      [/quote]Klaus Wührl-Struller, selbstständiger Theatertherapeut, Kabarettist und Stadtrat