La Rondine - DOB

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • La Rondine - DOB

      Mit einiger Verspätung reiche ich noch einen Berícht über die Schwalbe vom 29.04.2017 nach. Ich liebe dieses Werk und kann nicht verstehen, dass viele Opernfans es nicht so mögen. Nichtsdestotrotz war das Haus voll bis an den Rand. Das ist umso bemerkenswerter als ein paar hundert Meter weiter "La Traviata" dem Vernehmen nach vor halb leerem Haus gespielt worden ist. Die Traviata einen Tag später an der DOB soll so ziemlich ausverkauft gewesen sein. Leider hatte die Wiederaufnahme nicht das Niveau der Premieren-Serie. Das lag nicht an der guten Magda von Cristina Pasaroiu, sondern vielmehr am insgesamt blassen Vortrag von Vincenzo Costanzo. Das war zwar überwiegend hübsch gesungen, aber in der Höhe und im Forte klang mir die Stimme zu quäkig. Hinzu kam, dass das Dirigat von Roberto Rizzi Brignoli nicht so souverän war wie man es sonst von ihm gewohnt war. Da gab es einige Unstimmigkeiten zwischen Bühne und Orchester. Kein verschenkter Abend, denn es gab ja selten aufgeführte schöne Musik ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kapellmeister Storch ()

    • Die Deutsche Oper hat mit einer Weltklasse-Besetzung geworben. Das war nicht zu viel versprochen. Leider war das Haus trotzdem recht leer. Ermonela Jaho hatte ich zuvor noch nie live erlebt. Sie hat in Berlin zwar zumindest schon einige Violettas und die Butterfly gesungen, aber offenbar hat mich immer die Restbesetzung abgeschreckt oder ich hatte keine Zeit. Sie war für mich jedenfalls eine absolute Entdeckung. Es ist unglaublich, wie butterweich sie selbst die höchsten Töne getroffen hat (im Finale waren zwei allerdings zu hoch angesetzt). Sie war jederzeit in der Lage die Stimme aufblühen zu lassen und sich gegen das Orchester zu behaupten. Dazu kam ihr anrührendes Spiel. Besser kann man Puccini kaum singen. Seit der Premiere im Jahr 2015 haben in dieser Produktion auch schon Ayan und Calleja gesungen. In Charles Castronovo stand nun wieder der Premieren-Ruggero auf der Bühne und war ein idealer Partner für Jaho. Überhaupt muss man feststellen, dass seine Stimme bestens intakt ist, er nie über Fach gesungen hat und mit seinem schönen Timbre zu den führenden Tenören überhaupt zählen dürfte. Alexandra Hutton fand ich stimmlich deutlich stärker als in den bisherigen Serien. Einer schwächeren Magda hätte sie wohl den Rang abgelaufen. Neu in dieser Produktion war Matthew Newlin als Prunier. Stellenweise klang sein Tenor ein wenig unflexibel, aber insgesamt war er eine deutliche Bereicherung. Von den weiteren Sängern machte insbesondere Meechot Marrero, demnächst als Liu zu erleben, in ihrer kurzen Solo-Szene in der Rolle der Bianca auf sich aufmerksam. John Fiore erwies sich als routinierter Puccini-Dirigent im besten Sinne. Das Gehen schien ihm allerdings große Mühe zu bereiten. Ich kann immer nur für diese schöne Oper werben. Ewig wird sie angesichts der schwachen Auslastung sicher nicht im Spielplan zu halten sein. Noch dreimal (16., 20. und 23.02) kann man das Werk in dieser tollen Besetzung erleben.
    • da kann ich nur absolut zustimmen, eine musikalisch wirklich hervorragende Aufführung mit einer grandiosen Ermonela Jaho. Wer kann, sollte unbedingt reingehen.
      Und zu Rolando Villazons Inszenierung hat der Kapellmeister Storch nicht ein Wort zuviel verloren.
    • La Rondine an der Deutschen Oper Berlin
      Charles Castronovo und Ermonela Jaho lassen Puccinis Sorgenkind La Rondine glänzen. In solcher Besetzung macht diese Oper doppelt Spaß. Auch die weiteren Rollen sind erfreulich gut besetzt. Am Pult findet John Fiore die Mitte aus nicht zu tiefem Gefühl und nicht zu operettenhafter Leichtigkeit. Über Rolando Villazóns betuliche, anbiedernde Inszenierung aus dem Jahre 2015 verlohnt es sich indes kaum zu sprechen.

      konzertkritikopernkritikberlin…deutsche-oper-la-rondine/
    • Alles hat einmal ein Ende, so auch diese wunderbare Serie von "La Rondine". Dank zahlreicher Touristen war das Haus so gut wie ausverkauft. Es war wiederum beglückend Ermonela Jaho und Charles Castronovo gemeinsam zu erleben. Sie sind ein ideales Bühnenpaar. John Fiore hat einmal mehr gezeigt, wie unaufgeregt und sachlich man mit sehr gutem Ergebnis eine Aufführung leiten kann. Neben der Chénier-Serie war das für mich das zweite Saison-Highlight!