L´Elisir d´Amore - Deutsche Oper

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    • L´Elisir d´Amore - Deutsche Oper

      Dass ein Kalaf, Samson oder Otello zwischendurch als Nemorino auf der Bühne steht, ist nicht unbedingt alltäglich. Bei Roberto Alagna ist das allerdings keine Seltenheit. Vor einer Serie in London hat er zwei Vorstellungen in Berlin gesungen. Der Eindruck seines Auftritts war sehr gemischt. Sein Tenor klang irgendwie aufgeplatzt und ausgehöhlt. Sein einstmals sehr schönes Timbre kam dennoch stellenweise zum Vorschein. Stimmliche Abstriche machte Alagna mit einem Feuerwerk auf der Bühne wett. Am Tag des Purzelbaums schlug er sogar ein Rad. Von der Bühnenpräsenz her war das siher der beste Nemorinio, den ich erlebt habe. Abgesehen von ein oderr zwei Buhs wurde er am 27.05.2017 für einen sympathischen Auftritt umjubelt. An seiner Seite sang seine Frau Aleksandra Kurzak die Adina. Im zweiten Teil hat sie mich mehr überzeugt als vor der Pause. Allerdings klingt mir die Stimme zu beliebig und in der Höhe zu angestrengt. Das hätte jemand aus dem Ensemble vermutlich nicht schlechter hinbekommen. Der Dulcamara von Mikeheil Kiria, einem Bruson-Schüler, warbsolide, aber ausbaufähig. Gleiches gilt für den Belcore von Thomas Lehmann. Das Dirigat von Moritz Gnann hätte mehr Italianità und Spritzigkeit vertragen.
    • Alagna fand ich (am 25.05.) stimmlich ebenfalls ein wenig enttäuschend, zu oft musste er sich in Kraftmeierei flüchten, um die Höhen irgendwie - dann aber leider doch nicht - zu erreichen, hatte aber sichtlich Spaß an der Sache. Und genau da lag das nächste Problem, weil er doch dem Affen zu sehr Zucker gab. Aber ja, unterhaltsam war's trotzdem. Aber wer's verpasst hat, hat aber auch nichts verpasst.