Der fliegende Holländer - Deutsche Oper

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    • Der fliegende Holländer - Deutsche Oper

      Bereits am 20.05.2017 habe ich die Neuproduktion des Holländers besucht. Christian Spuck hat die Oper als traumatische Erinnerung Eriks einer bereits stattgefundenen Geschichte auf die Bühne gebracht. Hierzu hat Rufus Didwiszus ein dunkles Bühnenbild mit viel Wasser entworfen, dass permanent aus einer Regenanlage kommt. Mir hat die Atmosphäre auf der Bühne gut gefallen. Donald Runnicles lieferte dazu ein packendes Dirigat. Gut gefallen hat mir auch die Schwedin Ingela Brimberg als Senta. In der Titelpartie hätte ich mir schon ein anderes Kaliber als Samuel Youn gewünscht. Das war sicher solide gesungen, aber die Stimme klingt mir zu stumpf und die Diktion ist auch mäßig. Das ist mir für eine Premierenserie zu wenig. Tobias Kehrer sang einen insgesamt kultivierten Daland. Sein Manko: wenn er stimmlich mehr geben will, wird es weniger. Thomas Blondelle hat mir als Erik im 2. Akt besser als im 3. Akt gefallen. Das lag vermutlich daran, das die lyrischen Passagen sehr schön klangen, die Stimme jedoch eng klang, wenn es heldischer wurde. Ronnita Miller war eine mehr als ordentliche Mary. Allein wegen der interessanten Produktion lohnt ein Besuch. Gesanglich ist noch Luft nach oben.
    • Wer aber hingehen will - ich werd wohl am Sonntag nochmal reingehen - sollte dies trotz Youn (der in der Premiere bereits Anfang des zweiten Aktes am Ende seiner Kräfte war und leider ausgebuht werden musste) noch in dieser Serie tun, denn allein die Senta der Ingela Brimberg ist (bzw. war in der Premiere) derart sensationell, dass man die eigentlich gesehen haben muss!! Nächste Saison ist dann Frau Welschenbach dran - was das Besetzungsbüro da geritten hat, weiß der Geier. Die beiden Holländer (Josef Wagner und Alexander Krasnov) sagen mir nix, daher weiß ich nicht, ob die das aufwiegen.