Spielzeit 17/18

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    • ira schrieb:

      elsa schrieb:

      gehe morgen in München rein
      Da tun Sie gut daran. Was haben wir es doch in München gut. Auch unsere Inszenierung ist viel besser. Und was ist denn mit Netrebko los? Anja hilf! Begibt sie sich jetzt auf das Niveau ihres Mannes?
      Das kann schon sein, so etwas beeinflusst, nach Wochen, immer zusammen, Tag und Nacht ;) . Sieht auch etwas zu 'reif' aus...na ja....!
    • Und die Personenregie von Philipp Stölzl macht den entscheidenden Unterschied.
      Am besten war eindeutig Luca Salsi. Und jetzt im Vergleich ist er doch noch deutlich besser als George Petean.

      susakit schrieb:

      aber dazwischen keine Personenregie, sondern nur leere Operngesten.
      Was auch an den Protagonisten lag. Man vergleiche bloß mal Jonas Kaufmann mit Eyvazov und Anja Harteros mit Anna Netrebko. Letztere war die große Diva, aber keine Maddalena. Bei mir hat sie jedenfalls keine Gefüglsregung hervorgerufen mit ihrem "La mamma morta". Ganz im Gegensatz zu Anja Harteros. Die ist Gänsehaut pur.
    • Ob abgekupfert oder nicht, dass Bühnenbild war zwar nett anzusehen aber mehr auch nicht. Regie fad und langweilig meiner Meinung nach.

      Große Freude bereitete mir Chailly. So transparent, schlank, emotional und flüssig war sein Dirigat, einfach nur toll. Mich störte auch nicht, dass er durchdirigierte, so geht wenigstens die Spannung nicht durch elend langen Applaus verloren. Toll fand ich auch die Netrebko, auch wenn sie mir schon etwas zu reif für diese Rolle scheint und die Magdalena weniger jugendlich und lyrisch darstellt. Ihre Stimme scheint immer runder und dramatischer zu werden. Eine wirkliche Luxusbesetzung ist Salsi als Gerard, da stimmt einfach alles. Die Kritik um Eyvazovs kann ich nachvollziehen, wird meiner Meinung nach allerdings ein wenig überdramatisiert. Er mühte sich gestern wirklich sehr, gab sein bestes, war wunderbar zu verstehen, versuchte zu gestalten aber er hat nun mal eine wirklich unschöne Stimme.
    • in der Tat gehen im direkten Vergleich auch sängerisch diesmal die Rosen ohne jede Frage an Kaufmann und Harteros. Während dies beim Chenier nicht wirklich überrascht (auch wenn Eyvazov erstaunlich solide Höhen hatte), war ich schon sehr erstaunt, wie sehr Netrebko in dieser Rolle hinter Harteros zurückfällt. So gibt es bei Netrebko als Maddalena ja eigentlich nur Mezzoforte und Forte. Sie hatte auch überraschende Probleme bei der Atmung und wirkte durch die zügigen Tempi von Chailly oftmals gehetzt. Ihre runde warme Stimme kommt in der Partie kaum zur Geltung, weil sie kaum Legatobögen zu singen hat. Während sie kämpft, hört es sich bei Harteros wie das Leichteste der Welt an.
    • ira schrieb:

      The Botanist schrieb:

      Große Freude bereitete mir Chailly.
      Auch hier gehen die Rosen nach München, beide, sowohl Marco Armiliato als auch Omer Meir Welber haben sowohl einfühlsamer (und emotionaler!) als auch differenzierter dirigiert als Chailly. Der war doch etwas sehr "molto pauschale".
      Das mag Geschmacksache sein. Mir hatte Welber gar nicht zugesagt im Sommer, Armiliato am Samstag fand ich ganz toll aber am besten hat mit Chailly gefallen.

      Und muss man jetzt alles mit München vergleichen? Sicher war das ein grandioser Chenier dort, aber wo kommen wir denn da hin, wenn wir jetzt jede Aufführung mit einer anderen vergleichen und messen? Meiner Meinung nach spricht jeder Abend und jede Inszenierung für sich und muss individuell betrachtet werden.