Andrei Ionita spielt Elgars Violoncellokonzert

    • Andrei Ionita spielt Elgars Violoncellokonzert

      Im 10.Sinfoniekonzert der Staatskapelle Weimar spielte der junge rumänische CellistAndrei Ioniţă das Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85 von Edward Elgar.
      Dirigiert wurde das Orchester von Ioniţăs Landsmann Cristian Măcelaru.
      Das Cellokonzert ist ein Alterswerk des Komponisten und in Zeiten mit gesundheitlichen Problemen Elgars entstanden. Auch war die Komposition seine letzte größere Arbeit und gilt als grüblerisch und Abgesang auf die Epoche vor dem „Great War von 1914 bis 1918“.
      Damit war es eigentlich ein Wagnis, die Interpretation einem 23-Jährigen zu übertragen. Aber der erste Preisträger des Moskauer Tschaikowski-Violoncello-Wettbewerbs 2015 und des Gewinners des Förderpreises des Bad Kissinger Sommers 2016 hat die starken emotionalen Aspekte in der Komposition betont, mit denen Elgar seine Selbstzweifel und Altersdepressionen zu unterdrücken glaubte.
      Damit gelang doch eine recht frische Aufführung, die vor allem dank der überragenden Technik Andrei Ioniţăs zu einem musikalischen Ereignis wurde.
      Der ebenfalls noch vergleichsweise junge Dirigent Cristian Măcelaru hatte dabei dem Solisten ausreichend Freiraum gegeben, so dass dieser auch sein musikalisches Konzept durchsetzen konnte.
      Eingerahmtwurde die Elgar-Arbeit von den “Four Sea Interludes“ Benjamin Brittens und Claude Debussys „Khamma“ sowie dessen „La Mer“.