Katja Kabanowa - Staatsoper

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    • Man kennt ihn als Komponist nicht so - insofern ist es vielleicht doch auch eine Frage der Werbung.
      Dann finde ich dramatisch auch noch einen Unterschied zu tragisch. Und ausserdem ist so eine Art Tragik des Proletariats in Janacek....ich weiss nicht, ob ich das ganz richtig so formuliere...wie eben bei Wozzek auch . Das ist unbequemer und direkter, als die etwas entfremdete oder abgehobene Dramatik des Wotan, oder selbst der Elsa. Ich finde Wagner von der Thematik etwas hoch-hinauswollend. Und mit stilisierten, generellen Typen von Mensch und dessen Problemen. Bei Janacek tritt man direkt in die stinkende Jauche, wenn ich es mal so sagen darf. Bei Wagner wird die Jauche salonfähig verpackt. Damit man sich dann noch in seiner Seidenunterwäsche wohlfühlt. Eine Art Champagner-Sozialismus. Man theoretisiert lebhaft über die Gesellschaft und deren Übel mit einem Glas Champagner in der Hand, welches man dann für das Hauspersonal zum Abräumen leer stehen lässt.
      Ich liebe allerdings Wagners Musik, besonders Lohengrin.
    • Ich mag ja die Opern von Janacek sehr, und würde Jenufa, Makropulos und Füchslein nicht nur Nerds empfehlen.
      Totenhaus ist schon etwas sperriger...
      Bei der Auslastung muss man natürlich immer die Größe des Saales beachten.

      Schillertheater: 1000 Plätze, gut besucht, sagen wir 900 Zuschauer
      Staatsoper: 1340 Plätze, 900 Zuschauer = 67 %, eher schwache Auslastung

      Deutsche Oper: 1865 Plätze, 900 Zuschauer = 48% katastrophale Auslastung
    • opernwahn schrieb:

      Um mal ohne Entgeld PR-Aufgaben der Oper Leipzig zu übernehmen: Jenufa am Freitag als Gastspiel der Oper Brno (also mit Muttersprachlern!), total leer, aber die Szenenfotos haben mich zumindest zum Kartenkauf animiert.

      oper-leipzig.de/de/programm/jenufa/79139
      Mein Gott, so was Tolles. Aber, das würde ich leider von Berlin aus nicht mehr hinkriegen. Gruß an alle, die da noch hingehen können.
    • Friedrich schrieb:

      Also mir haben einfach Wozzeck und Medee von Andrea Breth gereicht, noch so eine graue Langeweile-Inszenierung ist mir einfach zu viel. Ich weiß nicht, warum die Staatsoper so viele Produktionen mit ihr macht, die dann doch irgendwie alle gleich sind.
      Breth hat einen eher pessimistischen Blick auf Seelenzustände. Dabei kommen ihr natürlich Wozzeck und Kabanowa entgegen, zwei Werke, in denen irgendwie alles den Bach runtergeht. Wie Breth Personen führt, ohne irgendein skandalträchtiges Kalkül, finde ich beachtlich. Da sperrt sich nichts gegen die Musik, da müssen keine Kleinwüchsigen oder Travestiestars auf der Bühne herumtanzen, sondern mit psychologischer Finesse kommt das ans Tageslicht, das uns selbst so unbequem ist und worin wir uns erkennen. Darum mag ich ihre Inszenierungen sehr. Und Westbroek im Kühlschrank werde ich nicht vergessen.
    • Gast1 schrieb:

      opernwahn schrieb:

      Um mal ohne Entgeld PR-Aufgaben der Oper Leipzig zu übernehmen: Jenufa am Freitag als Gastspiel der Oper Brno (also mit Muttersprachlern!), total leer, aber die Szenenfotos haben mich zumindest zum Kartenkauf animiert.

      oper-leipzig.de/de/programm/jenufa/79139
      Mein Gott, so was Tolles. Aber, das würde ich leider von Berlin aus nicht mehr hinkriegen. Gruß an alle, die da noch hingehen können.
      würde mir auch so gehen. dafür würde ich jeden Verdi (ausser vielleicht Don Carlos, franz. vers) stehen lassen.
    • Waedliman schrieb:

      Friedrich schrieb:

      Also mir haben einfach Wozzeck und Medee von Andrea Breth gereicht, noch so eine graue Langeweile-Inszenierung ist mir einfach zu viel. Ich weiß nicht, warum die Staatsoper so viele Produktionen mit ihr macht, die dann doch irgendwie alle gleich sind.
      Breth hat einen eher pessimistischen Blick auf Seelenzustände. Dabei kommen ihr natürlich Wozzeck und Kabanowa entgegen, zwei Werke, in denen irgendwie alles den Bach runtergeht. Wie Breth Personen führt, ohne irgendein skandalträchtiges Kalkül, finde ich beachtlich. Da sperrt sich nichts gegen die Musik, da müssen keine Kleinwüchsigen oder Travestiestars auf der Bühne herumtanzen, sondern mit psychologischer Finesse kommt das ans Tageslicht, das uns selbst so unbequem ist und worin wir uns erkennen. Darum mag ich ihre Inszenierungen sehr. Und Westbroek im Kühlschrank werde ich nicht vergessen.
      Genau deshalb will ich sie mir im Schauspiel mal genauer ansehen: es gibt in der kommenden Saison eine Premiere am BE!
    • opernwahn schrieb:

      Um mal ohne Entgeld PR-Aufgaben der Oper Leipzig zu übernehmen: Jenufa am Freitag als Gastspiel der Oper Brno (also mit Muttersprachlern!), total leer, aber die Szenenfotos haben mich zumindest zum Kartenkauf animiert.

      oper-leipzig.de/de/programm/jenufa/79139
      Ich habe auch eine Karte. Die Katja in Berlin habe ich mehrfach gesehen. Leider habe ich es in diesem Jahr nicht geschafft. Dafür habe ich die letzte Katja am 17.11. in Magdeburg auf dem Zettel.