Parsifal Ostern 2018 - Post aus Baden-Baden

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    • Ich glaube, man muß in dem Interview unterscheiden, was wirklich gesagt wurde, und was der off-Kommentar, der permanent Klischees bedient, daraus macht. Rattle beschreibt SEINE Einstellung zu Bayreuth, SEINE Nicht-Erfahrung. Daraus erhebt erkeinen Absolutheitsanspruch. Dorns Kommentare zur Musik sind allerdings wirklich dumm, warum inszeniert er das dann?

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    • Nachdem ich mir jetzt ein eigenes Bild von diesem Parsifal machen konnte, muss ich mich doch meinen Vorrednern anschließen, was die Regie betrifft. Banal, trivial, langweilig und leblos. So kann man die Regie des denkfaulen Dorn bezeichnen, ich jedenfalls war nahezu unterfordert mit dieser Regie. Die Philharmoniker unter Rattle spielten wunderbar transparent und fein, allerdings wenig weihevoll (was ich persönlich sehr mag). Rattle begleitete alle Sänger gut durch den Abend, drosselte die Lautstärke wenn Frau Donose stimmlich nicht mehr über den Graben kam und drehte ordentlich an den passenden Stellen auf. Nachdem ich seinen Ring in Wien gesehen habe, war ich doch überrascht, wie gut Rattle mit den Parsifal kann.

      Selig ein toller Gurnemanz, der scheinbar all seine Lebenserfahrungen hier zum Ausdruck bringt. Textverständlich und warm seine Stimme. Gould hat mir ausgesprochen gut gefallen, ein ausdrucksstarker und heldischer Parsifal. Seine Stimme klingt im dritten Aufzug ähnlich wie im zweiten, dass ist aber meckern auf hohem Niveau. Donose als Kundry hat mich weder darstellerisch (was an der Regie liegen kann) noch stimmlich überzeugt. Mag sein, dass Herlitzius mir noch im Ohr ist. Finley als Amfortas überzeugte mich da schon sehr viel mehr und Nikitin (Klingsor) rundete diese wunderbare Besetzung ab.
    • The Botanist schrieb:

      Donose als Kundry hat mich weder darstellerisch (was an der Regie liegen kann) noch stimmlich überzeugt. Mag sein, dass Herlitzius mir noch im Ohr ist.
      Nein, das hat mir Herlitzius im Ohr nichts zu tun. Sieht man einmal von dieser trivialen Regie ab, dann war Donose mit Abstand der Schwachpunkt der Aufführung. Diese Kundry entspricht dem Niveau einer passablen Repertoireaufführung in Frankfurt oder Hamburg, mehr aber auch nicht.
    • ira schrieb:

      The Botanist schrieb:

      die Regie des denkfaulen Dorn
      So möchte ich das nicht stehen lasse. Das liest sich so, als ob Dieter Dorn von Haus aus ein denkfauler Regisseur wäre. Was natürlich keineswegs der Fall ist.Zu seiner Münchner Zeit hat er hervorragende Inszenierungen gemacht, sowohl in Oper als auch in Schauspiel.
      Das mag sein. Über diesen Parsifal hat Dorn aber scheinbar nicht nachgedacht. Das hat nichts mit anderen Produktionen zu tun und bezieht sich nur allein auf diesen Parsifal!