Lohengrin Zürich 16.7.17

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    • Tiefere Stimmen:
      Pape hat tatsächlich ein eher kleines Repertoire. Habe ich live als Phillip in München und Berlin und als König Heinrich in Paris erlebt. Er hat mich jedes Mal sehr beeindruckt. Als Gurnemanz kenn ich ihn nur per Konserve bzw. Kino (Met). Dass er nicht wüßte, was er singt, halte ich für einen ungerechtfertigten Vorwurf. Mefistofele (stream aus München) hat mir nicht gefallen, da war keine Power drin, dafür war der Méphistophélès aus der Met großartig und sehr witzig (wenn man das bei der etwas merkwürdigen Inszenierung sagen kann).
      Groissböck kann sowohl in den lyrischen Bariton als auch in den Bass gehen; wir werden sehen/hören. Er ist mir in der Clemenza aus Zürich zum ersten Mal begegnet. Dass er auch ein sehr dynamischer Darsteller mit sicherer Stimme ist, macht ihn so besonders. Sportlich, intelligent und fleissig. das sind her mal wieder die deutlich ablesbaren Voraussetzungen, um alle Fähgkeiten zum Vorschein zu bringen und das Publikum zu berühren. Ich muss saen, ich bin auch ein wenig stolz auf meinen Landsmann!

      So, das waren in kurzer Fasssung meine bisherigen Erfahrungen und Einschätzungen der erwähnten Sängerinnen und Sänger. In dieser Breite können wir aber NICHT weiter diskutieren.
      Bin einverstanden, morgen den Ballo anzusehen und nächste Woche die Aida. Dann gibt es genug zu schreiben!
    • Zwischenrufer2 schrieb:

      Da strahlt nicht die jeweilige Rolle, sondern immer Netrebko.
      Ja, ich gebe Ihnen recht. Netrebko ist vielleicht wie ein "Gesamtpaket", man geht ihretwegen in die Oper, nicht wegen des Stückes. Aber auch bei Hartjeros geht man ihretwegen und ihrer wunderbaren Stimme, Gestaltung usw. in die Oper. Ja, sie verkörpert die jeweilige Partie, Netrebko steht da, singt und (siegt) und ist eben die Diva. Hartjeros hörte ich vor zwei Jahren in Wien im "Carlos" und werde sie auch hier in Berlin im nächsten Frühjahr als Elisabeth hören. Sie ist in jeder Partie wunderbar, ich hörte sie noch nie schlecht und sie stellt dar - wie es Netrebko nicht macht. Okay, Ihren "Zwischenrruf" ;) lasse ich absolut gelten.
      Carpe Diem
    • Eduard19 schrieb:

      Hartjeros hörte ich vor zwei Jahren in Wien im "Carlos" und werde sie auch hier in Berlin im nächsten Frühjahr als Elisabeth hören.
      Vor einiger Zeit habe ich eine Berlinreise so terminiert, dass ich sie als Elisabeth hätte hören können. Leider musste ich mich mit einer Einspringerin begnügen. Ich drücke Ihnen also die Daumen.
      Ich habe sie aber schon dreimal in Köln live gehört. :)
    • Zwischenrufer2 schrieb:

      Ich drücke Ihnen also die Daumen.
      Vielen Dank! Ja, das kann immer passieren und es ist sehr ärgerlich! Ich will im Februar nach London, dort "Tosca" mit Marco Vratonga. Hoffentlich passiert mit nicht das Gleiche wie Ihnen mit Harteros geschah. Sie ist einfach umwerfend und war gestern im TV als Amelia auch wieder einfach nur toll. Eine schöne Woche Ihnen!
      Carpe Diem
    • Die Münchner können wirklich glücklich sein, Anja Harteros hier so oft erleben zu dürfen (hatte auch noch keinen Ausfall). Bei Andrea Chénier war sie sogar für mich die wichtigere Rolle ;) Ausdruck in Stimme und Spiel einfach eine Sensation. JK war natürlich auch nicht schlecht :)

      Da wir aber im Züricher Thread sind: Mein erster Besuch dort war für mich auch eine Sensation (den Lohengrin mit Herrn Homoki hätte ich allerdings ebenfalls gerne gesehen)